Life DinAlp Bear - Populationsmanagement und -schutz von Braunbären in den nördlichen Dinariden und den Alpen

Braunbären sind Allesfresser, die aber üblicherweise in erster Linie pflanzliche Nahrung zu sich nehmen. Sie sind keine spezialisierten Jäger größerer Säugetiere wie Wölfe oder Luchse, verfügen jedoch über erhebliche Kräfte und können dadurch auch für Weidetiere eine Gefahr darstellen. (Foto P. Kaczensky)
Foto eines stehenden Braunbären
 
Obwohl die Bärenpopulationen sich in vielen Gebieten Europas in den letzten Jahrzehnten erholt haben, breiten sich die Bären in Slowenien nur kaum nach Österreich und Italien aus. (Foto P. Kaczensky)
Foto von einem Braunbären im Wald [Link 1]
Elektrozäune an Bienenstöcken stellen einen effektiven Schutz gegen Bären dar. (Foto F. Knauer)
Foto von Bienenstöcken die von einem Elektrozaun umgeben sind [Link 2]

In der politisch zerschnittenen Landschaft Europas ist zum Schutz und Management der europäischen Braunbären (Ursus arctos) eines der wichtigsten Ziele die grenzüberschreitende Koordination von Maßnahmen auf Populationsebene.  Leider ist dieses Ziel recht schwierig zu erreichen.  Wir versuchen in Kroatien, Slowenien, Österreich und Italien durch ein groß angelegtes Life+ Projekt dahingehend Hindernisse zu überwinden.  Es betrifft vor allem die Bärenpopulationen im nördlichen Dinarischen Gebirge und im süd-östlichen Gebiet der Alpen.  Das Projekt wird zum Großteil (69%) von der Europäischen Kommission finanziert und begann am 1.7.2014 mit einer Laufzeit bis 30.6.2019.

Konflikte zwischen Menschen und Braunbären tragen in Europa nach wie vor zur Gefährdung des Erhaltungszustandes von Bären bei.  Um ein Zusammenleben zu ermöglichen braucht es Maßnahmen,  z.B. zur Verbesserung des mangelnden Bewusstseins über den sozio-ökonomischen und ökologischen Wert der Bären in der Bevölkerung, und zur Reduktion von Bären-Sterblichkeit durch Verkehrsunfälle.   Letztere gehen mit einer steigenden Lebensraumzerschneidung durch den Ausbau von Verkehrsinfrastruktur und durch die Verstädterung einher. 

Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) ist einer von 9 regionalen Projektpartnern.  Gemeinsam mit Partnern in anderen Ländern ist es unser Ziel wissenschaftliche Erkenntnisse über die langsam fortschreitende Ausbreitung der Slowenischen Bärenpopulation zu erweitern.  Unsere Aufgabe im Projekt ist die Verbesserung des Bären-Monitoring und der Akzeptanz der Gegenwart von Bären in österreichischen Projektregionen.  Wir arbeiten außerdem mit unseren Partnern zusammen an der Verbesserung der grenzüberschreitenden Koordination und Harmonisierung von Bären-Schutz und Management Maßnahmen.    

Das Projekt-Konsortium wird von der  Slowenischen Forstverwaltung [Link 3]  koordiniert.

 

Mehr Information auf der  offiziellen Projekt-Website [Link 4]

 
DINALP-BEAR-HEADER-LOGO [Link ]
 

Finanzierung

LIFE13 NAT/SI/000550
EU LIFE Logo [Link 5]



 

Wissenschaftlicher Kontakt am FIWI

Dr. Felix Kanuer, Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Vetmeduni Vienna,

T. +43 (1) 25077-7184

Email an Felix Knauer [Link 6]


 

Allgemeiner Kontakt

Sekretariat

Savoyenstraße 1
A-1160 Wien

T +43 1 25077-7900
F +43 1 25077-7941

E-Mail an FIWI senden [Link 7]


 

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