Ökologie des Onager im Iran: Habitatnutzung und Populationsgenetik

Onagerherde im Iran
Foto von Onagerherde im Iran [Link 1]
 
Auf der Suche nach Onager mit dem Jeep
Foto zeigt die Suche nach Onager mit dem Jeep [Link 2]
Flüchtende Onager, aus dem Jeep fotografiert
Foto zeigt flüchtende Onager, aus dem Jeep fotografiert [Link 3]
Lebensraum- zerschneidung im Untersuchungs- gebiet Bahram-e Goor
Foto zeigt Lebensraumzerschneidung im Untersuchungsgebiet Bahram-e Goor [Link 4]
C. Walzer bereitet Narkosepfeile für Onager vor
Foto zeigt C. Walzer bei der Vorbereitung von Narkosepfeilen [Link 5]
Schutzgebiets- schild von Bahram-el-Goor, nach den Onagern benannt (Goor bedeutet Wildesel)
Foto zeigt Schutzgebietsschild von Bahram-el-Goor [Link 6]
Bahram Gur Onagerjagd mit Fitna, Seite aus Haft Paykar in einem Manuskript des Khamsa von Nizami, im Brooklyn Museum (Geschenk der Ernest Erickson Stiftung)
Bild von Bahram Gur Onagerjagd in einem Manuskript des Khamsa von Nizami [Link 7]

Sowohl das Verbreitungsgebiet als auch die Anzahl der Asiatischen Wildesel (Equus hemionus) hat sich in den letzten Jahren konstant verringert. Waren dieselben früher von China bis zur Türkei und von Indien bis nach Kasachstan verbreitet, findet man diese Art heute nur noch in bestimmten Gebieten Chinas, Indiens, der Mongolei, Kasachstans, Turkmenistans und dem Iran. Als eine von sechs Unterarten des asiatischen Wildesels ist der Onager (E.h.onager) als vom Aussterben bedrohtes Taxon (CR, C1) eingestuft. Mit Ausnahme des Syrischen Wildesels (E. h. hemippus), welcher bereits ausgestorben ist, sind auch alle weiteren Unterarten als stark gefährdet eingestuft.

Im Iran leben die letzten Populationen der Onager in zwei verbliebenen Schutzgebieten (Bahram-e Goor und Touran). Über die Ökologie der verbliebenen Populationen ist allerdings kaum etwas bekannt. Die Populationsgröße der beiden bestehenden Populationen wird von Mitarbeitern des Iranischen Umweltamtes (DoE) auf 200-300 Tiere geschätzt. Eine unbestimmte, aber beachtliche Anzahl an Tieren wandern saisonal. 

Das Wissen über die Abundanz und das Verständnis der räumlichen und zeitlichen Formen der Habitatnutzung von Wildtieren ist für adaptives Management derselben grundlegend. Im Falle der Onager existieren aber  Wissenslücken über Abundanz, Habitatvernetzung in den beiden verbliebenen Habitaten im Iran. Dieses Projekt möchte einige dieser grundlegenden Fragen beantworten.

Die Verwandschaftsbeziehung zwischen den verschiedenen Populationen des Asiatischen Wildesels ist nicht endgültig geklärt und im Moment werden z.B. der Iranische Onager und der Turkmenische Khulan als eigene Unterarten geführt. In den Zoos werden die Tiere getrennt gehalten und nicht miteinander verpaart - dies kostest Platz und Resourcen. Ein weiteres Ziel unserer Studie ist es daher zu prüfen, ob Onager und Khulan tatstächlich so verschieden sind, dass sie als eigenständige Unteraten anzusehen sind. Dazu soll die genetische Populationsstruktur der Iranischen Populationen sowohl miteinander als auch mit den umliegenden Populationen verglichen werden. Dieser Vergleich wird uns auch Aufschluss über einen eventuellen noch vorhandenen Genfluss innerhalb des Irans geben.

 
Schutzgebietsnetzwerk im Iran (in grün) mit den zwei Gebieten, wo sich Wildesel aufhalten (Karte P. Kaczensky)
Karte vom Schutzgebietsnetzwerk im Iran [Link 8]
 

Projektpartner

Logo der Isfahan Technologieuniversität [Link 9]

Abteilung für natürliche Ressourcen, Isfahan Universität für Technologie, Iran


 

Wissenschaftliche Förderung

Logo des Tierparks Hagenbeck [Link 10]

 
Logo von VDZ [Link 11]

 

Kontakte zum Projekt

Wissenschaftlicher Kontakt am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie

Uni.-Prof.Dr.med.vet. Christian Walzer

T. +43 (1) 25077-7180

Email an Chris Walzer senden [Link 12]

oder

Dr.rer.silv. Petra Kaczensky

T. +43 (1)25077-7181

Email an Petra Kaczensky senden
 [Link 13]

 

Projektpartner

Dr. Mohamoud-Reza Hemami [Link 14], Abteilung für natürliche Ressourcen, Isfahan Universität für Technologie, Iran,  Email an Mohamoud-Reza Hemami senden [Link 15]


 

Allgemeiner Kontakt

Sekretariat

Savoyenstraße 1
A-1160 Wien

T +43 1 25077-7900
F +43 1 25077-7941

E-Mail an FIWI senden [Link 16]


 

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