Ökophysiologie und Populationsökologie

Djungarischer Hamster im Winterpelz
Foto von einem djungarischen Hamster im Winterpelz [Link 1]
Asiatische Elefanten
Foto von asiatische Elefanten [Link 2]
Wildschwein- bachen
Foto von Wildschweinbachen [Link 3]
Siebenschläfer mit Eichel
Foto von Siebenschläfer mit Eichel [Link 4]
Europäischer Feldhase
Foto von einem europäischen Feldhasen [Link 5]

Teamleitung:  A.Univ.Prof. Dr.rer.nat. Thomas Ruf  [Link 6]

Die Forschung in dieser Gruppe konzentriert sich auf den Physiologie/Lebenszyklus Nexus.  Das heißt, wir versuchen zu verstehen wie physiologische Mechanismen und Limitationen die Lebenszyklusstrategien und letztlich die Populationsdynamik von Tieren bestimmen. Unsere physiologische Forschung konzentriert sich den Energiestoffwechsel von Säugetieren und Vögeln und seine Anpassung an Umweltbedingungen.

Ein zentrales Thema unserer Forschungsarbeit sind Mechanismen der saisonalen Akklimatisation von Tieren. Dazu gehören jahreszeitliche Anpassungen von Energieverbrauch, Herzfrequenz, Körpertemperatur, sowie der Größe und Funktion von Organe bei einer Vielzahl von Tierarten, von Kleinsäugern bis hin zu Elefanten.  In einem zweiten, inhaltlich verwandten Schwerpunkt untersuchen wir Mechanismen und physiologische Limitierungen, die extrem niedrige Stoffwechselraten bestimmen, z. B. im tiefen Winterschlaf, ebenso wie Phasen nachhaltig hohen Energieumsatzes, wie sie z. B. bei säugenden Weibchen auftreten.

Diese Forschungsfelder führen zwangsläufig zu Fragen rund um die Nahrungsökologie. In diesem Zusammenhang interessieren uns besonders Nahrungsinhaltsstoffe, die begrenzte Ressourcen darstellen könnten, wie etwa mehrfach ungesättigte Fettsäuren.  Wir erforschen auch die Fähigkeiten von Tieren mit äußeren und inneren Stressfaktoren fertigzuwerden, und wie sich physiologische Reaktionen von Tieren auf ihre Langlebigkeit und ihren Fortpflanzungserfolg auswirken.  Schließlich untersuchen wir auch, wie sich genetische oder umweltabhängige Unterschiede in physiologischen Merkmalen (also physiologische Phänotypen) auf die Populationsdynamik auswirken.

Zu unseren wichtigsten Tiermodellen gehören Winterschläfer (Murmeltiere, Schlafmäuse), Hasen und Kaninchen sowie große Huftiere (Hirsche, Gämsen, Steinböcke und Wildschweine), die sowohl im Freiland als auch in Gehegen studiert werden.  Wir verwenden auch Labortiere (z.B. Labormäuse und Hamster) zur Erforschung spezifischer Fragen unter genau kontrollierten Bedingungen.

Viele unserer Studien fragen nach der genetischen Grundlage physiologischer Merkmale, wobei wir mit unserer  Ökologischen Genetik Gruppe [Link 7] zusammenarbeiten.  Ebenso häufig kooperieren wir mit unserer Forschungsgruppe für Angewandte Ökologie und Wildtiermedizin [Link 8] , insbesondere da physiologische Merkmale, wie z. B. Ernährungsbedürfnisse und Nahrungspräferenzen, einen starken Einfluss auf Wildtier-Managementmaßnahmen haben können. Darüber hinaus stützt sich unsere Forschung auf unsere hauseigenen Dienstleistungsabteilungen [Link 9], wie etwa Chemielabor [Link 10] (Analysen von Gewebe und Nährstoffen) und dem biomedizinischen Technik-Labor [Link 11], das maßgeschneiderte Biotelemetrie-Geräte entwickelt, die für die telemetrische Überwachung physiologischer Messgrößen bei freilebenden Tieren unverzichtbar sind.

  

Allgemeiner Kontakt

Sekretariat

Savoyenstraße 1
A-1160 Wien

T +43 1 25077-7900
F +43 1 25077-7941

E-Mail an FIWI senden [Link 12]


 

ZUR STARTSEITE [Link 13]