Nachrichtenarchiv 2011

 

Altersforschung: "Schlafen" für ein langes Leben

Haselmaus im Winterschlaf (PICLEASE/H. HEIMPEL)
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Wenn Hamster und andere Tiere im Winter in eine Kältestarre gehen, wirkt das wie ein Bad im Jungbrunnen. Denn wer sich im Winter eine Auszeit nimmt, wird deutlich älter, haben FIWI Forscher festgestellt.  Thomas Ruf und sein Team erforschen Winterschlaf und Torpor an Dsungarischen Hamstern, Siebenschläfern und Haselmäusen. Die Berliner Zeitung [Link 2] und die Frankfurter Rundschau [Link 3] haben berichtet.

 

Wenn der Winter über die Stränge schlägt: Lokales Sterben von mongolischen Wildpferden

Przewalskipferde im Schnee
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In der Wüste Gobi sind die Winter in der Regel lang und sehr kalt, aber der Winter 2009/2010 war besonders hart. Auf eine Sommerdürre folgte ein extrem kalter und schneereicher Winter, ein Phänomen, das von den Mongolen gefürchtet und als Dzud bezeichnet wird. Millionen Stück Vieh starben in der ganzen Mongolei, und auch die wiedereingebürgerte Population von Przewalski-Pferden in der Wüste Gobi erlebte einen dramatischen Einbruch. Petra Kaczensky und Chris Walzer vom FIWI und ihre Kollegen dokumentierten und verglichen die Auswirkungen dieses jüngsten Dzud auf die domestizierten und wilden Huftierbestände in der Wüste Gobi. Räumliche Statistiken zu den Viehverlusten, systematische Beobachtungen der Wildhüter und GPS-Telemetrie gaben den Forschern Einblicke in die Auswirkungen dieser Wetterkatastrophe auf das Vieh der lokalen Nomaden, und die dort lebenden wilden Equiden.  Die Ergebnisse sind in der internationalen Zeitschrift PLoS ONE veröffentlicht worden. 

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Fit für den Winter: Rothirsche drosseln den Stoffwechsel unabhängig vom Nahrungsangebot

Hirsche im Schnee
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Große Säugetiere unserer Breiten reduzieren im Winter ihren Stoffwechsel und damit ihren Energiebedarf deutlich. Die Verwandtschaft dieser, mittlerweile durch FIWI Forscher an mehreren Arten nachgewiesenen Reaktion mit dem echten Winterschlaf dokumentiert eine Arbeit aus dem Institut, die in der Zeitschrift Journal of Experimental Biology veröffentlicht wurde. Ist die winterliche Stoffwechselreduktion eine direkte Folge des Futtermangels, oder erfolgt sie unabhängig vom Nahrungsangebot? Das überraschende Ergebnis: Rotwild reduziert seine Stoffwechselrate, egal, wie üppig oder karg das winterliche Nahrungsspektrum ist.  Der österreichische Wissenschaftsfonds FWF hat die Studie unterstützt.

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Gerade noch vor dem Aussterben bewahrt

Takhi Herde in der Mongolei
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IUCN hat auf der neuesten Roten Liste den Gefährdungsstatus der mongolischen Wildpferde von „kritisch gefährdet“ auf „gefährdet“ herabgestuft.  Chris Walzer und Petra Kaczensky vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich an der Wiederansiedelung von Przewalski Pferden in der Wüste Gobi der Mongolei.

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Zänkische Ehefrauen bevorzugt? Weibliche Alpenmurmeltiere profitieren von ein wenig Testosteron vor der Geburt

Murmeltierpaar
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Wissenschafter des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben entdeckt, dass weibliche Alpenmurmeltiere, die in der Gebärmutter zwischen Brüdern liegen, lebenslänglich höheren  Fortpflanzungserfolg haben als jene, die neben Schwestern liegen.   Die  Forschungsergebnisse werden am 20.10.2011 in der online Ausgabe der internationalen Zeitschrift Mammal Review veröffentlicht.  Die österreichische Tageszeitung Die Presse [Link 11] berichtete am 25.11.2011.

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Das beste Anti-Aging-Programm für Mäuse?

Labormäuse
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Seit langem beschäftigt sich Dr.Teresa Valencak vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien mit Alterungsprozessen - bei Labormäusen. In der österreichischen Tageszeitung Der Standard [Link 14] erschien am 1.11.2011 ein interessanter Artikel über ihre Forschungsergebnisse. Anscheinend hat bei Mäusen die Wärmeregulierung einen ausschlaggebenden Effekt auf ihre Lebensdauer.

 

Auf Kamelfang in der Wüste Gobi

Baktrische Kamele
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Im Oktober 2011 gelang es Chris Walzer und Gabrielle Stalder vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien, gefährdeten wilden baktrischen Kamelen in der mongolischen Wüste GPS-Satellitenhalsbänder anzulegen. Ihre Bemühungen sind Teil des langfristigen Gobi-Forschungsprojekts über Wildpferde, asiatische Wildesel und andere Tierarten, die in diesem einzigartigen Gebiet zu Hause sind.

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ECONNECT: Endkonferenz

Birkhahn (Tetrao tetrix)
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Nach drei Jahren Forschung und Feldarbeit kommt das Europäische Projekt ECONNECT, das sich mit Fragen zur ökologischen Konnektivität im Alpenraum befasst, zu einem Abschluss: die Ergebnisse der letzten Konferenz in Berchtesgaden, Deutschland, vom 26.-28.9.2011.  Politische Vertreter aus sechs Alpenländern, sowie Experten und Wissenschaftler aus lokalen, nationalen und internationalen Einrichtungen nahmen teil. 

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Preis für exzellente Forschung geht an Nachwuchswissenschafterin des Forschungsinstituts für Wildtierkunde

Dr.Karin Lebl bei der Award Zeremonie
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Im Rahmen der 85. Jahreskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Säugetierkunde (DGS, 13.-17. September 2011 in Luxemburg) wurde Frau Dr. Karin Lebl, die ihre Dissertationsarbeit am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien erarbeitet hat,  der Fritz-Frank-Preis 2011 verliehen, welcher exzellente Forschungsarbeit von jungen WissenschaftlerInnen auszeichnet. Dr. Lebl erhielt den Preis für ihre Forschung an Reproduktion, Winterschlaf und Life-history-Strategie des Siebenschläfers.

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Kauzkinder werden flügge

Habichtskauz- küken, Photo © M.Graf
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Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie ist maßgeblich daran beteiligt, Habichtskäuze in Österreich wieder in der freien Wildbahn anzusiedeln. Kürzlich berichtete Vienna Online [Link 22] vom großen Bruterfolg und der Freilassung junger Habichtskäuze in geeigneten Lebensräumen, darunter auch der Wienerwald.

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Coole Hamster leben länger

Djungarischer Hamster im Winterpelz
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Ein bisschen Trägheit kann von Vorteil sein, zumindest wenn es darum geht das Altern zu verlangsamen. Wissenschafter des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Torpor (Kältestarre) und der Länge der Telomere, spezieller Abschnitte der Erbsubstanz, in einer Studie an Dsungarischen Zwerghamstern gefunden. Ihre Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des Journales der Royal Society Biology Letters veröffentlicht.

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ECONNECT: Von ökologischen Inseln zu ökologischen Netzwerken in den Alpen

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Im Rahmen des ECONNECT-Projekts haben 16 internationale Partner drei Jahre gemeinsam für den Erhalt,  die Wiederherstellung und den Schutz des alpenweiten ökologischen Verbundes gearbeitet. Die Ergebnisse ihrer Arbeit werden noch bis 28. September 2011 in Berchtesgaden (Deutschland) präsentiert. Leiter dieses Projektes ist Chris Walzer vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna.

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Wie asiatische Elefanten Hitze ertragen: Sie lassen sich einfach aufheizen

Asiatische Elefanten
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Wissenschafter vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben den Mechanismus entdeckt, der es asiatischen Elefanten ermöglicht, hohe Tagestemperaturen zu ertragen. Ihre Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des Journal of Comparative Physiology B veröffentlicht.

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