Nachrichtenarchiv 2016

 

Citizen Science Awards 2016 für DachsSpurenSuche

Füchse, Hasen, Dachse - immer mehr typische Waldbewohner siedeln sich in Wien und Umgebung an. Das Projekt "StadtWildTiere" dokumentiert Tierbeobachtungen und legt mit "DachsSpurenSuche" seinen aktuellen Schwerpunkt auf Dachse in und rund um Wien. (Foto BadgerHero via Wikimedia Commons)
Foto eines jungen Dachses [Link 1]

Am 13. Dezember 2016 wurden im festlichem Ambiente des großen Festsaals der Universität Wien die Citizen Science Awards 2016 vergeben. Auch das Projekt StadtWildTiere [Link 2] war mit seiner DachsSpurenSuche [Link 3] mit dabei und konnte die engagiertesten MelderInnen ehren.  Im Rahmen des Projektes wurden Meldungen von Citizen Scientists mit anderen wissenschaftlichen Methoden wie z. B. Fotofallenmonitoring und Transektkartierungen kombiniert, um Aussagen und Analysen über Vorkommen und Verbreitung von Säugetieren im urbanen Raum zu ermöglichen.  Dem Dachs ist in den Jahren 2016 und 2017 ein Forschungsschwerpunkt gewidmet.

Wir bedanken uns bei allen Melderinnen und Meldern, die dem Projekt StadtWildTiere zahlreiche Dachssichtungen zukommen ließen. Ein großes Dankeschön geht auch an den Österreichischen Austauschdienst mit dem Zentrum für Citizen Science [Link 4], der uns die Teilnahme am Citizen Science Award ermöglichte.

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(Web-Redaktion am 19.12.2016)

 

Schweifhaare geben Auskunft über Nahrungswahl von drei Pferdearten in der Wüste Gobi

In gleichmäßig wachsenden Haaren, wie den Schweifhaaren von Pferden, werden die Isotopenverhältnisse zum Zeitpunkt des Wachstums zudem wie in einem Archiv festgehalten. Daraus lassen sich wertvolle Informationen über die Ernährung und den Wasserhaushalt eines Individuums im Verlauf der Zeit abrufen (Foto: P. Kaczensky)
Foto von Przewalskipferden [Link 6]

Das erfolgreich in der Wüste Gobi ausgewilderte Przewalski-Wildpferd teilt sich seine Weidegründe mit Wildeseln und freilaufenden Hauspferden. Ein begrenztes Nahrungsangebot kann bei gleicher Nahrungswahl daher zu Futterkonkurrenz zwischen den Arten führen. Martina Burnik Šturm und KollegInnen vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna entschlüsseltem deshalb mit einer speziellen chemischen Analyse der Schweifhaare die jahreszeitlichen Ernährungsgewohnheiten der drei Pferdearten.

Bei der von Burnik Šturm und Kaczensky verwendeten chemischen Analyse werden sogenannte Stabile Isotope in den Schweifhaaren gemessen. Stabile Isotope sind unterschiedlich schwere Atome eines chemischen Elements mit gleicher Protonen- aber unterschiedlicher Neutronenzahl. Die lsotopenverhältnisse im Körpergewebe von Lebewesen sind eine Folge der lsotopenverhältnisse in der Umgebung und des eigenen Stoffwechsels. Die genaue Kenntnis der Ernährungsgewohnheiten von Przewalski Wildpferd und Khulan sind ein wichtiger Ansatzpunkt, um die Bedingungen im Schutzgebiet zu verbessern.

Der Artikel "Sequential stable isotope analysis reveals differences in dietary history of three sympatric equid species in the Mongolian Gobi [Link 7]" von Martina Burnik Šturm, Oyunsaikhan Ganbaatar, Christian C. Voigt, und Petra Kaczensky wurde im Journal of Applied Ecology veröffentlicht.

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(Web-Redaktion am 30.11.2016)

 

Zugang zu Wasser ist die treibende Kraft für Wildesel-Wanderbewegungen in der Wüste Gobi

Die Verfügbarkeit von Wasser scheint der Antrieb für die Langstrecken- wanderungen von asiatischen Wildeseln zu sein. (Foto © P. Kaczensky)
Wildesel am Wasserloch [Link 9]
Das Schutzgebiet "Great Gobi B" und seine Pufferzone in der Dschungarischen Wüste Gobi, Mongolei. Solide schwarze Linien zeigen Untersuchungs- Transekte und weiße Linien entsprechende Untersuchungs- Blöcke, die verwendet wurden, um Zählungsdaten entlang der Transekte zusammen- zufassen (Abb. 1).
Landkarte mit Wildeselwanderstrecken [Link 10]

In Gebieten mit spärlicher Vegetation wandern viele große Pflanzenfresser nicht saisonal, sondern zeigen wenig vorhersagbare, ganzjährige Langstreckenbewegungen. Die wenigen Studien, die untersucht haben, was solche Langstreckenbewegungenantreibt, deuten darauf hin, dass sie eine Reaktion auf das stark schwankende Nahrungsangebot sind. Asiatische Wildesel (Khulane) in der mongolischen Gobi sind sehr mobil und legen große Entfernungen zurück um Futter und Wasser zu finden. Unter der Leitung von Dejid Nandintsetseg analysierte eine Gruppe mongolischer und internationaler Wissenschaftler, darunter Petra Kaczensky vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Zählungsdaten von sechs Jahren (siehe Abb. 1).  Diese Daten verschnitten sie mit zeitgleichen Fernerkundungs-Bildern der Vegetationsproduktivität und anderen Lebensraumvariablen um zu ermitteln wie stark diese die Lebensraumnutzung der Wildesel bestimmen.  

Obwohl sie feststellten, dass die Vegetationsproduktivität ein wichtiger Prädiktor für die Präsenz von Khulanen ist, schwankte das Nahrungsangebot weder innerhalb der Wachstumsperiode eines Jahres, noch zwischen den Wachstumsperioden der verschiedenen Jahre besonders stark.  Schwankungen im Nahrungsangebot sind also wenig wahrscheinlich der Antrieb der großräumigen Wanderbewegungen der Khulane.  Allerdings zeigt das Modell, dass die Wasserstellen in ihrer Ausdehnung stark schwanken und dass Khulane Lebensräume meiden, die mehr als 21 km von Wasserquellen entfernt sind. Zusammen mit zusätzlichen Daten von besenderten Khulanen deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass die Verfügbarkeit von geeigneten Wasserstellen die Wanderbewegungen der Khulane ganz maßgeblich beeinflusst. 

Ein wichtiges Ergebnis für Politiker und Naturschützer ist die Notwendigkeit, die funktionale Vernetzung von Wasserstellen in Trockenökosystemen wie der Gobi langfristig sicherzustellen. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die gesamte Bandbreite möglicher Antriebsmechanismen von nomadischen Wildtierbewegungen  identifizieren und verstehen zu können. 

Der Artikel Spatiotemporal habitat dynamics of ungulates in unpredictable environments: The khulan (Equus hemionus) in the Mongolian Gobi desert as a case study [Link 11] von Dejid Nandintsetseg, Petra Kaczensky, Oyunsaikhan Ganbaatar, Peter Leimgruber und Thomas Mueller wurde im November in der Zeitschrift Biological Conservation veröffentlicht 2016.

(Web-Redaktion am 29.11.2016)

 

Frischhaltekur der Zellen als Lebensversicherung des Siebenschläfers

Bei jungen Siebenschläfern bauen sich die Telomere noch, wie bislang erwartet, ab. Bei älteren Siebenschläfern verlängern sie sich jedoch wieder. Das könnte das lange Leben der Nager erklären. (Foto: J. Cornils/Vetmeduni Vienna)
Foto von Siebenschläfern in Nestbox [Link 12]

Die frei als Schutzkappen bezeichneten Telomere sind spezielle DNS-Sequenzen an den Enden eines Chromosoms. Gemeinsam mit Eiweißen schützen sie das Erbgut vor dem Abbau. Sind sie selbst aufgebraucht, wie nach vielen Zellteilungen, kann sich die Zelle nicht mehr teilen und stirbt in letzter Konsequenz ab. Telomere verkürzen sich allerdings nicht nur mit jeder Zellteilung in den normalen Körperzellen. Auch der sogenannte oxidative Stress, also das vermehrte Auftreten von schädlichen, freien Radikalen in einer Zelle, z. B.: durch Erkrankung und Umwelteinflüsse, spielt eine entscheidende Rolle bei ihrem Abbau. Bislang wurde die Verkürzung von Telomeren, den Schutzkappen des Erbgutes in den Zellen von Tieren, Pflanzen oder Pilzen, als eindeutiges biologisches Merkmal für Alterung und Lebenserwartung betrachtet. Die Telomerforschung beim Siebenschläfer (Glis glis) stellt diese Annahme nun auf den Kopf. Im Gegensatz zu Menschen und anderen Tieren nimmt die Telomer-Länge in Zellen älterer Siebenschläfer deutlich zu, wie Franz Hoelzl und andere Forschende vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie und dem Konrad-Lorenz Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Vetmeduni Vienna nun erstmals herausfanden.

Der Artikel „Telomeres are elongated in older individuals in a hibernating rodent, the edible dormouse (Glis glis) [Link 13]" von Franz Hoelzl, Steve Smith, Jessica S. Cornils, Denise Aydinonat, Claudia Bieber und Thomas Ruf wurde in Scientific Reports (Nature Publishing Group) veröffentlicht.

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(Web-Redaktion am 24.11.2016)

 

Menschliche Aktivitäten haben den größten Einfluss auf die Lebensraumnutzung der weltweit größten Populationen von Wildeseln und Kropfgazellen

Foto von Asiatischen Wildeseln [Link 15]
Die südliche Wüste Gobi der Mongolei ist ein ikonisches Ökosystem, in welchem die weltweit größten Populationen von asiatischen Wildeseln (oder Khulan) und Kropfgazellen leben. (Fotos © P. Kaczensky)
Foto von Kropfgazellen [Link 16]

Das mongolische Wüsten-Ökosystem der Gobi ist Lebensraum der weltweit größten Populationen von Asiatischen Wildeseln (Khulan) und Kropfgazellen.  Der Naturschutz sieht sich allerdings mit einigen Herausforderungen konfrontiert, welche sich aus einer rapiden Wirtschaftsentwicklung inklusive Bergbau und der damit einhergehenden Infrastruktur ergeben.  Daten über die Populationsgrößen der dort lebenden Huftiere sind knapp. In den vergangenen Jahren haben mongolische und internationale Forscher, darunter Petra Kaczensky vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, versucht die Anzahl dieser Tiere auf einer Fläche von fast 79.000 km2 zu erfassen.

Unter der Leitung von B. Buuveibaatara bestätigen die Ergebnisse der Wissenschaftler, dass in der Wüste Gobi die größten Populationen von Khulanen und Kropfgazellen der Welt leben. Ihre Forschung deutet auch darauf hin, dass die Huftiere Bereiche von größerer menschlicher Präsenz oder Aktivität eher meiden. Auf der Grundlage von Lebensraummodellen, die die Wissenschaftler für beide Arten konstruiert haben, stellten sie fest, dass für die geografische Ausbreitung der beiden Arten menschlich assoziierte Faktoren wichtiger sind als Umgebungsvariablen. Diese Ergebnisse wurden durch Telemetrie-Daten von markierten Individuen bestätigt. Die Ergebnisse der Wissenschaftler sind für politische Entscheidungsträger, Manager und Industrie in hohem Maße relevant, um Maßnahmen zur Reduzierung der Auswirkungen des menschlichen Fußabdrucks auf mongolische Wildtiere zu planen.

Der Artikel Human activities negatively impact distribution of ungulates in the Mongolian Gobi [Link 17] von B. Buuveibaatara, T. Mueller, S. Strindberg, P. Leimgruber, P. Kaczensky, and T.K. Fuller wurde in der Zeitschrift Biological Conservation im November 2016 veröffentlicht.

Der Artikel Mongolian Gobi supports the world's largest populations of khulan Equus hemionus and goitered gazelles Gazella subgutturosa [Link 18] von B. Buuveibaatar, S. Strindberg, P. Kaczensky, J. Payne, B. Chimeddorj, G. Naranbaatar, S. Amarsaikhan, B. Dashnyam, T. Munkhzul, T. Purevsuren, D.A. Hosack und T.K. Fuller erschien in der Zeitschrift Oryx (First View am 21.6.2016).

(Web-Redaktion am 16.11.2016)

 

Sakerfalken: 64 Jungvögel in Brutsaison 2016 sind neuer Rekord

Trotz des neuerlichen Bruterfolgs ist der Sakerfalke in Österreich eine bedrohte Tierart. (Foto: © Richard Zink/Vetmeduni Vienna)
Foto eines jungen Sakerfalken [Link 19]
Im Zuge des Nisthilfeprogramms werden künstliche Nistplätze an Strommästen angeboten und von den Vögeln gut angenommen. (Foto: © Franz Kovacs)
Foto der Nistbox für Sakerfalken auf Strommasten [Link 20]

Mitte der 1970er-Jahre galt der Sakerfalke (Falco cherrug) in Österreich beinahe als ausgestorben. Der mittlerweile starke Aufwind für die positive Bestandsentwicklung ist auch auf die Montage von Nisthilfen auf Starkstrommasten zurückzuführen. Dies dokumentiert eine seit 2010 von Dr. Richard Zink vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna und BirdLife Österreich durchgeführte Brutzeiterhebung des Sakerfalken. Unterstützung findet das Projekt durch die Austrian Power Grid AG, die dieses finanziert und die Montage der Nisthilfen auf ihrem Leitungsnetz ermöglicht.

Die Brutsaison 2016 war in jeder Hinsicht ein Rekord für die Sakerfalken und ist eine Weiterführung der bisherigen Erfolgsgeschichte zum Erhalt des seltenen Greifvogels. 36 Brutpaare brachten 64 Jungvögel und damit 12 Jung-Falken mehr zur Welt als noch im Vorjahr.  Auch wenn ein positiver Bestandstrend klar erkennbar ist, gehört der Sakerfalke nach wie vor zu den gefährdeten Greifvogelarten Österreichs.

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(Web-Redaktion am 21.10.2016)

 

Neues Buch: Alpine Nature 2030 Creating [ecological] connectivity for generations to come

Das Buch Alpine Nature 2030 (ISBN 978-3-00-053702-8) ist im September 2016 erschienen. Für Ansicht oder Download auf das Foto klicken.
Buch Cover Alpine Nature 2030 [Link 22]

Ein neues Buch [Link ] zum Naturschutz im Alpenraum, an welchem Mitarbeiter des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie maßgeblich mitgearbeitet haben, unterstreicht die Themen und Ergebnisse der langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Netzwerk Alpiner Schutzgebiete ALPARC mit einer Vielzahl von Partnen aus den Alpenländern zur Festlegung umfassender, technischer, politischer und strategischer Grundsätze für die Durchführung des Naturschutz- und Landschaftsschutzprotokolls der Alpenkonvention.  Der Fokus dieser Zusammenarbeit liegt insbesondere auf der Schaffung eines Alpen-weiten ökologischen Netzwerks als Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in Europa.

Das Buch wurde bei der vierten AlpenWoche 2016, die im Oktober in Grassau/Achental (Deutschland) stattgefunden hat, erstmals präsentiert.  Zusätzlich zum Handbuch wurden drei Video Clips "Life needs connectivity- Three love stories"produziert, welche auf unterhaltsame Weise den "ökologischen Verbund" illustrieren.  Die Videos können Sie sich auf der ALPARC Youtube Plattform [Link 23] ansehen.

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(Web-Redaktion am 19.10.2016)

 

Erste wissenschaftliche Analyse der stabilen Isotope in Niederschlag in der mongolischen Wüste

Die stabilen Isotope im Bij Fluss und in anderen Gewässern der dschungarischen Gobi Steppe stehen nun auch in der internationalen Isotopen Datenbank zur Verfügung. (Foto Martina Burnik Sturm, Vetmeduni Vienna)
Foto des Flusses Bij in der Mongolei [Link 25]

Stabile Isotope (Atome desselben Elements mit der gleichen Anzahl von Protonen, aber einer unterschiedlicher Anzahl von Neutronen im Kern und damit mit unterschiedlichen Massen) zeichnen forensische Signale auf, die in großem Maßstab mit landschaftlichen Mustern verbunden werden können. Im letzten Jahrzehnt wurden die globalen Wasserstoff und Sauerstoff-Isotopenmuster von Niederschlägen zunehmend in Studien zur Wildtierbewegungen verwendet, aber auch in der Forensik, in der Lebensmittel-Authentifizierung und in Studien zur Rückverfolgbarkeit.   Allerdings gibt es derzeit Aufzeich- nungen der stabilen Isotopenzusammensetzung von Niederschlägen die über ein oder mehrere Jahre gehen nur für ein paar hundert Standorte weltweit.

Daten für die Mongolei sind besonders knapp;  für die Dschungarische Gobi gab es überhaupt keine bis Martina Burnik Šturm und Petra Kaczensky vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie und KollegInnen diese Lücke schließen konnten, indem sie die ersten feldbasierte Daten aus dieser extrem trockenen Umgebung auf Wasserstoff- und Sauerstoffisotopenwerte der Niederschläge sowie Flüsse und verschiedene andere Gewässer sammelten und aufbereiteten.

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(Web-Redaktion am 14.10.2016)

 

Citizen Science: Erste wissenschaftliche Publikation zum Projekt StadtWildTiere veröffentlicht

Der Fuchs ist ein häufig gesichteter Bewohner von Wiener Gärten und Parkanlagen. (Foto Archiv StadtWildTiere)
Fuchs auf einer Straße [Link 27]

Unser StadtWildTiere Team freut sich, dass die erste kurze Publikation zu den StadtWildTieren online ist.  Das Projektteam präsentiert erste Ergebnisse aus den 2015 begonnenen Projektarbeiten.  Öffentliche Parks, Gärten und anderen Grünflächen bieten Lebensräume für Füchse, Dachse und andere Säugetiere, und natürlich auch für Vögel, Reptilien und Amphibien.  Beeindruckende 3384 Wildtier Sichtungen wurden zwischen 27. Mai 2015 und 9. Februar 2016 über die Internet-Plattform [Link 28] des Projekts [Link ] gesammelt. 

Der Artikel „Where pathways cross: citizen science project StadtWildTiere in Vienna, Austria [Link 29]" von Richard Zink und Theresa Walter wurde OPEN ACCESS (für alle frei zugänglich) im online journal Frontiers veröffentlicht.

(Web-Redaktion am 9.9.2016)

 

Ein voller Bauch verjüngt den Siebenschläfer

Mit der DNA aus dem Speichel der Nager kann man über die Analyse der Telomerlänge auf das Zellalter rückschließen. Die kurzen Wach- phasen kosten den Zellen des Siebenschläfers Lebenszeit, die er durch ausreichendes Nahrungsangebot allerdings zurück- gewinnen kann. (Foto: Vetmeduni Vienna)
Junge Siebenschlaefer in der Nestbox [Link 30]

Der Winterschlaf galt bislang als das Geheimnis der vergleichsweise hohen Lebenserwartung von Siebenschläfern. Ein FIWI Forschungsteam konnte nun erstmals zeigen, dass für ein langes Leben üppige Mahlzeiten sorgen, wenn die Nager in der Aktivitätsphase im Sommer wach sind. Je mehr Nahrung zu dieser Zeit verfügbar ist, desto besser können Siebenschläfer das Altern ihrer Zellen kompensieren und ihnen sogar zusätzliche Lebenszeit verschaffen.

Wenn die Nahrungsverfügbarkeit zu schlecht ist, hält ein Siebenschläfer bis zu 11 Monate Winterschlaf, mit kurzen mehrstündigen Unterbrechungen um die Körperfunktionen aufrecht zu halten. In diesen kurzen Zeiträumen fressen und trinken die Tiere nichts und verlassen auch ihre unterirdische Schlafkammer nicht. Während der Phasen mit extrem reduziertem Stoffwechsel, auch Torpor genannt, ist auch die Teilung der Körperzellen auf ein Minimum verringert. Dies galt in der Wissenschaft bislang als eine Erklärung für die, verglichen mit ähnlich großen Säugetieren wie Mäusen, Ratten oder Eichhörnchen, hohen Lebenserwartung der Siebenschläfer.

Der Artikel „Telomere dynamics in free-living edible dormice (Glis glis): the impact of hibernation and food supply [Link 31]“ von Franz Hölzl, Jessica S. Cornils, Steve Smith, Yoshan Moodley und Thomas Ruf wurde im Journal of Experimental Biology veröffentlicht.

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(Web-Redaktion am 2.9.2016)

 

Einladung zur Citizen Science Award Festveranstaltung

Logo Young Science [Link 33]

Das Bundeministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, gemeinsam mit der Österreichischen Austauschdienst-GmbH lädt herzlich zur diesjährigen Citizen Science Award Festveranstaltung am 13. Dezember 2016 um 17:00 Uhr im großen Festsaal der Universität Wien ein.

Von 1. April bis 30. September 2016 waren Interessierte eingeladen, an 10 Citizen-Science-Projekten mitzuforschen. Die engagiertesten Citizen Scientists werden nun durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und den wissenschaftlichen ProjektleiterInnen ausgezeichnet.  Auch das Projekt StadtWildTiere [Link 2] des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie ist mit von der Partie.  Für die Teilnahme am Festakt ist eine verbindliche Anmeldung [Link 34] bis spätestens 6. Dezember 2016 erforderlich.

(Web-Redaktion am 20.10.2016)

 

Im Zaun gefangen: Die Zunahme von Grenzzäunen in Eurasien erfordert ein Umdenken im Wildtiermanagement

Die Wanderbewegungen von Wildeseln in der Gobi werden durch Grenzzäune abgeschnitten. (Foto P. Kaczensky)
Foto von Wildeseln am Grenzzaun [Link 35]
Zäune können für Wildtiere tödliche Hindernisse darstellen. (Foto Dejan Kaps)
Foto eines toten im Zaun verfangenen Rothirschen [Link 36]

Zusammengenommen 35,000 - 30,000 Kilometer Drahtzaun und Schutzwälle sichern die Grenzen zahlreicher Länder in Osteuropa und Zentralasien. Diese Zäune töten Wildtiere die sich in ihnen verheddern, stellen Barrieren für saisonale Wildtierwanderungen dar, und verhindern den Austausch zwischen benachbarten Populationen. Die langfristige Konsequenz besonders für Arten mit großen Raumbedarf oder wandernden Alten sind eine verminderte Überlebensfähigkeit und geringere Flexibilität um z.B. auf den Klimawandel zu reagieren. Die Zunahme von Grenzzäunen zwingt uns daher die bisherigen grenz-übergreifenden Artenschutzmaßnahmen zu überdenken.

Petra Kaczensky vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie präsentiert gemeinsam mit KollegInnen an diversen internationalen Forschungseinrichtungen erstmals eine Übersicht über die aktuelle Situation und die daraus entstehenden Herausforderungen auch für den Artenschutz.

Der Artikel "Border security fencing and wildlife: the end of the transboundary paradigm in Eurasia? [Link 37]" von Linnell, J.D.C., Trouwborst, A., Boitani, L., Kaczensky, P., Huber, D., Reljic, S., Kusak, J., Majic, A., Skrbinsek, T., Potocnik, H., Hayward, M.W., Milner-Gulland, E.J., Buuveibaatar, B., Olson, K.A., Badamjav, L., Bischof, R., Zuther, S. & Breitenmoser, U.   ist in der internationalen Zeitschrift PLoS Biology erschienen.

(Web-Redaktion am 22.6.2016)

 

Antibiotikaresistenzen in Wildtieren

In einem Mufflon wurden Antibiotika-resistente Bakterien gefunden. (Foto Petra Karstedt (User admin at tiermotive.de) CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons)
Foto eines Mufflons

Infektionen mit Antibiotika-resistenten Bakterien werden in der Medizin zum immer größeren Problem.  Aber nicht nur Menschen sind davon betroffen.  Forscher am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie haben gemeinsam mit KollegInnen von der Arbeitsgruppe für Klinische Mikrobiologie und Tierhygiene  europäische Mufflons auf die Präsenz resistenter Bakterien untersucht und wurden dabei fündig.  Da es sich dabei um wildlebende Mufflons handelte, die nicht durch Antibiotika behandelt worden waren, ist es wahrscheinlich, dass Wildtiere multi-resistenten Keime, wie z.B. die gefundenen  aus der Familie der Enterobacteriaceae,  aus ihrem natürlichen Umfeld, in dem sich auch Menschen regelmäßig aufhalten, aufnehmen.  Bereits davor hatte ein Team um Dr. Chris Walzer dokumentiert, dass sowohl ziehende Saatkrähen als auch die in Österreich ansässigen Aaskrähen multiresistente Keime in sich tragen.  Auch in vielen anderen untersuchten Wildtierarten wurden diese gefunden.  Der ORF hat darüber berichtet [Link 38].

Der Artikel "Characterization of ESBL- and AmpC-Producing and Fluoroquinolone-Resistant Enterobacteriaceae Isolated from Mouflons (Ovis orientalis musimon) in Austria and Germany [Link 39]" von Igor Loncaric , Christoph Beiglböck, Andrea T. Feßler, Annika Posautz, Renate Rosengarten, Chris Walzer, Ralf Ehricht, Stefan Monecke, Stefan Schwarz, Joachim Spergser und Anna Kübber-Heiss wurde im Mai 2016 in der internationalen Zeitschrift PLOS One veröffentlicht.

(Web-Redaktion am 10.6.2016)

 

StadtWildTiere beim Citizen Science Day im Naturhistorischen Museum Wien

Logo des Zentrum für Citizen Science [Link ]

Im Rahmen des ersten Citizen Science Days im NHM werden aktuelle Citizen Science-Aktivitäten aus Österreich präsentiert, unter anderem auch zum Projekt StadtWildTiere [Link 2]. Neben spannenden Vorträgen können alle Interessierten bei acht interaktiven Stationen aktuelle Projekte kennenlernen und sich über Möglichkeiten zum Mitforschen informieren.

Zielgruppe: Schulen und interessierte Bürgerinnen und Bürger, die an Forschungsprojekten mitarbeiten möchten

Datum: 11. Oktober 2016, 12:30-14:30 Uhr

Ort: Naturhistorisches Museum Wien, Maria Theresienplatz, 1010 Wien

Programm [Link 40]

 

Vorträge über Habichtskäuze und Wildtiere in Wien an der KinderuniVetmed

Junge Habichtskäuze bei einem "Foto-Shooting" (Foto K. Svadlenak-Gomez)
Foto von zwei jungen Habichtskäuzen [Link 41]

Auch heuer ist die Vetmeduni Vienna wieder Austragungsort der Kinderuni.

Vom 21. bis 22. Juli 2016 soll die breite Themenvielfalt der Vetmeduni Vienna in verschiedenen Lehrveranstaltungen für die Kinder (7-12 Jahre) erlebbar werden und ihnen die Möglichkeit geben, Uni-Luft zu schnuppern. Am 21.7. hält die Biologin Theresa Walter spannende Vorträge für Kinder über den Habichtskauz [Link 42] und über Wildtiere in Wien [Link 43].

Kinder können sich ausschließlich auf der Website des Kindebüro Universität Wien für die Veranstaltungen anmelden.

Weblink zur Anmeldung zu allen KinderuniVetmed Veranstaltungen
 [Link 44]

(Web-Redaktion am 10.6.2016)

 

Tag der Artenvielfalt im Lainzer Tiergarten

Logo vom Geo-Tag der Artenvielfalt [Link 45]

Am 11.6. findet im Lainzer Tiergarten in Wien der Tag der Artenvielfalt 2016 statt.  Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde ist wieder mit einem Informationsstand zum Wiederansiedlungsprojekt von Habichtskäuzen in Österreich vertreten. Außerdem gibt es natürlich zahlreiche Tier- und Pflanzenarten aus dem Gebiet zu bestaunen, Besucher können Fragen an die ExpertInnen stellen, an von BiologInnen geführten Exkursionen teilnehmen und versuchen, Arten selbst zu bestimmen.

Mehr Info zum Projekt [Link 46]

Information zum Programm [Link ]

(Web-Redaktion am 6.6.2016)

 

Schüchterne Wildschweine sind manchmal die besseren Mütter

Bei ausreichendem Nahrungsangebot werden mehr Frischlinge von den schüchternen Bachen großgezogen. (Foto: Sebastian Vetter/Vetmeduni Vienna)
Foto von Bache mit Frischlingen [Link 47]

Die Persönlichkeit von Wildschwein-Müttern kann sich auf das Wohlergehen ihrer Jungen auswirken. Das hat ein Team vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna herausgefunden. In einer mehrjährigen Studie über die Strategien von Wildschweinen bei der Fortpflanzung haben Sebastian Vetter und KollegInnen untersucht, ob und unter welchen Umständen sich der Charakter der Wildschweine auf die Anzahl ihrer großgezogenen Jungen auswirkt. Das Ergebnis: Wenn ausreichend Nahrung zur Verfügung steht, ziehen scheue Wildschwein-Mütter mehr Frischlinge groß als risikofreudige und aggressive Bachen. Wird das Nahrungsangebot, wie zum Beispiel Eicheln, hingegen knapper, dann verschwindet der Vorteil für die scheuen Bachen.

Der Artikel „Shy is sometimes better: personality and juvenile body mass affect adult reproductive success in wild boars, Sus scrofa [Link 48]” von Sebastian G. Vetter, Constanze Brandstätter, Marie Macheiner, Franz Suchentrunk, Hanno Gerritsmann, Claudia Bieber wurde im Journal Animal Behaviour veröffentlicht.

Mehr Info [Link 49]

(Web-Redaktion am 3.6.2016)

 

Neues Buch über die wilden Verwandten der Pferde

Das neue Fachbuch "Wild Equids" ist eine umfassende Informationsquelle zu den wilden Verwandten der Pferde, wie den Zebras. (Foto: Petra Kaczensky/Vetmeduni Vienna)
Foto von Zebras im Wasser [Link 50]

Wildlebende Pferdeartige (Equiden) wie Zebras, Wildesel und Wildpferde sind eine bedrohte, aber wenig bekannte Gruppe der Einhufer. Hauspferd und Esel sind uns besser vertraut als ihre wilden Artgenossen, über die erstaunlich wenig bekannt ist. In ihrem aktuell erschienen Buch „Wild Equids“ fassen daher die AutorInnen Petra Kaczensky vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna und Jason Ransom vom US National Park Service aktuelle, internationale Studienergebnisse von WildpferdeexpertInnen zusammen. Das Buch vernetzt Informationen über Verhalten, Lebensweise, Raumnutzung, Genetik mit Konzepten zu ihrem Schutz. Es hebt auch die Rolle des Menschen hervor und erklärt wichtige Schlüsselwörter, wie die unterschiedliche Interpretation von „wild“. Das englische Fachbuch ist aktuell im Johns Hopkins University Press Verlag erschienen.

Mehr Info [Link 51]

(Web-Redaktion am 1.6.2016)

 

"Wildwechsel" zum Hören

Die Sendereihe „Flaneur und Distel" von Radio FRO 105,0 begibt sich einmal im Monat auf wilde Streifzüge durch die Landschaft vor der Haustür.
Logo der Sendung Flaneur und Distel [Link 52]

Der Sender Radio FRO 105,0 [Link 53] hat im Rahmen der Sendereihe Flaneur und Distel [Link ] eine Sendung mit Wissenschaftern vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) produziert: über Wildtiere, die in die Stadt ziehen, Menschen, die sich dazu entschließen, im Bauwagen zu wohnen und Bären, die einen Anwalt haben.  Der Wildtierbiologe Richard Zink erklärt, warum sich Füchse, Dachse, Biber und Wildschweine zwischen Stadtpark, Wohnsiedlung und Schrebergarten wohl fühlen, und warum auch Stadttiere wild bleiben sollen. Tierfreunde ermuntert er, ihre Beobachtungen auf der Webseite Stadtwildtiere  [Link ]zu melden und einzutragen.

Auch unser "Bärenanwalt" Georg Rauer erzählt in der Sendung von der Rückkehr der Braunbären in die österreichischen Wälder und von ihrem mysteriösen Verschwinden. Er beschreibt wie unterschiedlich die Charaktere der Bären sind und wie menschliches Fehlverhalten aus ihnen Problembären macht.

Erstmals ausgestrahlt wurde die Sendung am 9. Mai 2016 um 20:00, sie kann im Cultural Broadcasting Archive online [Link 54]  angehört werden.

(Web-Redaktion am 11.5.2016)

 

Ursprung der heutigen Dromedare entdeckt

Kamele werden seit jeher als Transportmittel in Wüstenregionen verwendet. Nun ist ihr Ursprung aufgeklärt (Foto: Raziq Kakar)
Foto einer Kamelkaravane [Link 55]
PNAS Cover der Ausgabe vom 14.6.2016 [Link 56]

Das renommierte Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“, kurz PNAS, hat für die Coverstory der aktuellen Ausgabe das Thema „Domestication and dispersal of Arabian camels“ und damit den wissenschaftlichen Artikel von Pamela Burger, Mitarbeiterin des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna, ausgewählt. Das Cover [Link 57] der Ausgabe ziert daher themengerecht, ein Kamel.

Einhöckrige Dromedare wurden über 3.000 Jahre als Transportmittel in Wüstenregionen genutzt. Bisher war unbekannt, in welcher Region der Mensch Dromedare domestizierte und welches Erbgut sich dabei durchsetzte. Einem Team um Pamela Burger gelang es nun, diese Wissenslücken zu füllen. Mit Proben von knapp 1.100 lebenden Dromedaren sowie von Knochenfunden wilder, einhöckriger Kamele konnten sie den Ursprung des domestizierten Dromedars auf der Südostküste der Arabischen Halbinsel festmachen. Die ForscherInnen bewiesen außerdem, dass das Dromedar im Gegensatz zu vielen andern Haustieren eine hohe genetische Vielfalt behalten hat. Dadurch haben Kamele den Vorteil, sich an widrige Umstände und Klimaveränderungen anzupassen.

Der Artikel “Ancient and modern DNA reveal dynamics of domestication and cross-continental dispersal of the dromedary” erschien im Fachjournal PNAS. [Link 58]  [Link ]

Mehr Information [Link 59]

(Web-Redaktion am 10.5.2016)

 

Mit versteckter Kamera - Habichtskäuze LIVE

Noch sitzt Habichtskauzmutter "Frieda" fast ständig wärmend bei ihren Jungen. (c) Vetmeduni Vienna
Screenshot von Frieda in der Box [Link 60]
Gelegentlich kann man die beiden Jungen auch alleine im Nistkasten beobachten. (c) Vetmeduni Vienna
Screenshot von den zwei Kücken [Link 61]

Dieses Jahr hat sich das Biologenteam um Dr. Richard Zink [Link 62], der seit einigen Jahren erfolgreich das österreichische Habichtskauz-Wiederansiedlungsprojekt [Link ] leitet, etwas ganz Besonderes einfallen lassen: mit "versteckter Kamera" kann jeder Einblicke in das Leben im Nistkasten [Link 63] von Habichtskauzeltern "Frieda" und "Archimedes" erhalten.  Am 14.4. sind die Kücken geschlüpft -  eine aufregende Sache, finden wir!

Auf der Facebook Seite des Projekts [Link 64] kann man sich außerdem regelmäßig über Events und den Projektfortschritt informieren.

(Web-Redaktion am 3.5.2016)

 

Britta Mahlert erhält Preis der DZG für Arbeit über juvenile Gartenschläfer

Preisverleihung am 1. April 2016 an der Universität für Bodenkultur, Wien. Im Bild v.l.: Senatsvorsitzender der BOKU Hubert Hasenauer, Rektor der BOKU Martin Gerzabek, Masterarbeitsbetreuer Sylvain Giroud (Vetmeduni Vienna), Preisträgerin Britta Mahlert, Klaus Hackländer (BOKU Wien) (Foto: privat)
Foto der Preisverleihungszeremonie [Link 65]

Die Biologie-Studentin Britta Mahlert erhielt am 1.4.2016 einen Preis der Deutschen Zoologischen Gesellschaft (DZG) für eine ausgezeichnete Masterarbeit mit zoologischem Schwerpunkt zum Thema "Vergleich von Torpornutzung, Wachstum und Fettakkumulation von früh und spät geborenen juvenilen Gartenschläfern (Eliomys quercinus) [Link 66]".  Sie beschrieb darin ihre Forschung mit juvenilen Gartenschläfern am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie.  Die junge Biologin absolvierte das Master Programm "Wildlife Ecology and Wildlife Management" der Universität für Bodenkultur (BOKU) und wurde für Ihre Master Arbeit von FIWI Wissenschafter Sylvain Giroud betreut.  Wir gratulieren!

(Web-Redaktion am 4.4.2016)

 

 

 

World Wildlife Day 2016 - auch das FIWI engagiert sich für den Schutz von Wildtieren

World Wildlife Day Logo [Link 67]
World Wildlife Day Poster [Link ]

Am 3.3. ist internationaler World Wildlife Day. Dieser von der Generalversammlung der Vereinten Nationen offiziell bestätigte Tag steht ganz im Zeichen der Erhaltung von Wildtieren und Wildpflanzen. Den diesjährigen Schwerpunkt bildet der Kampf gegen Wildtierverbrechen. Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna arbeitet routinemäßig an neuen, praxisnahen Konzepten zum Schutz von Wildtieren.

Der „World Wildlife Day“ der Vereinten Nationen feiert die Schönheit und Vielfalt der Wildpopulationen, erinnert uns aber auch an die Bedrohung dieser Artenvielfalt durch menschliches Handeln.  Die am FIWI erarbeiteten Ergebnissen aus Feldforschung und molekularer Analyse kommen auch beim  Wildtierschutz zur Anwendung. Unterschiedlichste Methoden, von der einfachen Beobachtung bis hin zur chemischen Feinanalyse, Molekularbiologie und mathematischen Modellierung, werden dabei eingesetzt.  „Die Erforschung von Bedürfnissen und dem Verhalten von Wildtieren in ökologischen Zusammenhängen zählt zu unseren Hauptaufgaben“, so der Wildtierexperte und Departmentleiter Walter Arnold. „Mit unseren Resultaten tragen wir dazu bei,  die Lebensgrundlage der Wildtiere in einer vom Menschen geprägten Landschaft zu sichern.“

 Der  spezielle Schwerpunkt des World Wildlife Day 2016 ist der Kampf gegen Wildtier-bezogene Verbrechen. Am FIWI werden im Auftrag von Behörden, Naturschutz- und Jagdorganisationen routinemäßig illegal getötete Wildtiere untersucht. Diese pathologische Befundung [Link 68] trägt wesentlich zur Aufklärung solcher Fälle bei.

Die Europäische Kommission hat übrigens am 26. Februar 2016 einen EU-Aktionsplan angenommen, um innerhalb der EU gegen den illegalen Artenhandel [Link 69] vorzugehen und die Rolle der EU bei der weltweiten Bekämpfung dieser rechtswidrigen Geschäfte zu stärken.

(Web-Redaktion am 3.3.2016)

 

Gesundheit von Zoo-Nashörnern auf dem Prüfstand

Die Haltung des südlichen Breitmaulnashorns in Zoos gilt als einfach. (Foto: Chris Walzer/Vetmeduni Vienna)
Foto eines Breitmaulnashorns im Zoo [Link 70]

Breitmaulnashörner zählen zu den gefährdeten Tierarten. Ihre artgerechte Haltung in Zoos ist deshalb von großer Bedeutung.  Annika Posautz, Felix Knauer und Chris Walzer vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna erforschten nun nach einer europaweiten Onlineumfrage in Zoos, welche Probleme dennoch bei der Haltung entstehen und welche Erkrankungen bei den Tieren häufig vorkommen. Die Umfrage zeigte, dass Nashörner häufig ohne ausreichende Diagnose mit Antibiotika und entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden. Tatsächliche Erkrankungen bleiben so möglicherweise versteckt.

Der Artikel „Health and health management of captive white rhinoceroses (Ceratotherium simum): results from an online survey [Link 71]“ von Annika Posautz, Felix Knauer und Christian Walzer wurde im Journal of Zoo and Aquarium Research veröffentlicht.

Mehr Info [Link 72]

(Web-Redaktion am 25.2.2016)

 

Claudia Bieber habilitiert im Fach Tierökologie

Claudia Bieber erhielt die Lehrbefugnis für das Fach Tierökologie. (Foto: Claudia Bieber/Vetmeduni Vienna)
Foto von Claudia Bieber

Die Zoologin vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna habilitierte vor kurzem in ihrem Spezialgebiet, der Tierökologie. Dr. Bieber erforschte im Rahmen ihrer Habilitationsarbeit, wie schwankende Umweltbedingungen den optimalen Zeitpunkt für die Reproduktion beeinflussen.

Schon früh spezialisierte sich Bieber auf die sogenannte Tierökologie, der Lehre der Beziehungen zwischen den Tieren und ihrer Umwelt. Im Rahmen ihrer Forschung an der Uni Marburg konzentrierte sich Bieber auf den Siebenschläfer (Glis glis). Am FIWI erweiterte sie ihr Spektrum und forscht nun auch an Haselmäusen und Wildschweinen [Link 73]. Dabei geht es Bieber vor allem darum herauszufinden, wie sich Umweltbedingungen auf die unterschiedlichen Lebensstrategien der Tiere auswirken.

Mehr Info [Link 74]

(Web-Redaktion am 18.01.2016)

  

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