Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle besuchte Vetmeduni Vienna

Minister Karlheinz Töchterle besucht Kleintierklinik

Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle war heute Vormittag im Rahmen der gezielten Universitätsbesuche „uni.stärken“ zu Gast an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna). Gemeinsam mit Rektorin Dr. Sonja Hammerschmid überzeugte sich der Minister an mehreren Einrichtungen der Vetmeduni Vienna vom breiten Leistungsspektrum, das Mensch und Tier zugutekommt. „Die Lehr- und Forschungsleistungen tragen auch wesentlich dazu bei, unserer Verantwortung Tieren gegenüber noch besser gerecht zu werden“, so der Minister. „Wir fokussieren uns auf ein qualitativ hochwertiges Angebot für Studierende, Forschende und Tierpatienten. Dass sich der Qualitätskurs lohnt, beweist die kürzlich erhaltene höchstmögliche Akkreditierung durch die European Association of Establishments for Veterinary Education (EAEVE), die bisher nur fünf von insgesamt 98 veterinärmedizinische Universitäten bzw. Fakultäten in Europa durchlaufen haben“, erklärt Rektorin Hammerschmid. 

„Die Veterinärmedizinische Universität hat sich über die Landesgrenzen hinweg einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet und gerade auch jüngst mit der Einrichtung des Messerli Instituts seine hohe Attraktivität bewiesen“, so der Minister. Das Messerli Forschungsinstitut spiegle auch mehrere zentrale Aspekte im Hochschulbereich wider, verwies Töchterle auf die Zusammenarbeit mehrerer Universitäten und privater Geldgeber sowie die Interdisziplinarität. „An der Veterinärmedizinischen Universität Wien werden zentrale Ziele des Hochschulplans vorbildlich gelebt.“

Patientenbetreuung nach neuestem Stand der Wissenschaft

Am Beginn des Rundgangs an der Veterinärmedizinischen Universität stand der Besuch der Kleintierklinik mit Schwerpunkt Interne Medizin und Onkologie. Der Minister informierte sich bei O.Univ.Prof. Dr. Johann Thalhammer, Leiter der Klinik für Kleintiere, und seinem Team über die modernen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie aktuelle Forschungsvorhaben und machte sich ein Bild über den regen Klinik- und Ambulanzbetrieb. An der klinischen Abteilung für Interne Medizin Kleintiere behandelt ein hochspezialisiertes Team aus OnkologInnen Tiere mit der Diagnose Krebs. Mit zunehmendem Alter steigen auch bei Hunden und Katzen die Krebserkrankungen. Dank modernster Therapien kann die Lebensqualität der Tiere trotz Krebs erhalten bleiben. Im Gegensatz zur Humanmedizin verläuft die Behandlung aufgrund der geringeren Dosierung weniger aggressiv. Für die Strahlentherapie wird an der Vetmeduni Vienna ein moderner Linearbeschleuniger eingesetzt. Den Patienten steht aber auch modernste Diagnostik-Infrastruktur wie Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT) oder Szintigraphie zur Verfügung. Die Ergebnisse aus der Forschung kommen direkt den Tierpatienten zugute und fließen in die klinische Ausbildung der angehenden TierärztInnen ein.

Forschung für sichere Lebensmittel

Weiters besuchte der Minister das Institut für Milchhygiene, wo ein Laborbesuch sowie ein Austausch mit den Wissenschaftler/innen am Programm standen. „Gerade auch aktuelle Fälle zeigen, wie relevant das Forschungsfeld der Lebensmittelsicherheit ist“, so Töchterle. Das Institut leiste exzellente Arbeit, verwies der Minister etwa auf das Christian Doppler Labor für Molekularbiologische Lebensmittelanalytik , das bereits 2007 eingerichtet wurde. Ein weiteres Christian Doppler Labor, das sich die Entwicklung innovativer Methoden zum Nachweis mikrobieller Erreger in Lebensmittel zum Ziel gesetzt hat, wird im Frühjahr eröffnet. Das Institut unter der Leitung von Univ.Prof.Dr. Martin Wagner beschäftigt sich hauptsächlich mit mikrobiellen Gefahren in der Lebensmittelkette. Die Produktion sicherer tierischer Lebensmittel beginnt bei der Bodengesundheit bzw. beim Futtermittel, umfasst alle Stufen der Verarbeitung sowie Handel und Verkauf an den Konsumenten. Vorgestellt wurde auch das EU-Forschungsprojekt „Promise“, das erstmals die internationale Verbreitung von Lebensmittelkeimen ins Visier nimmt und eine Bestandsaufnahme von Keimen macht, die über Touristenströme in die EU kommen. 

Nach den Terminen an der Universität Klagenfurt war der heutige Besuch an der Veterinärmedizinischen Universität Wien der zweite der beim Neujahrsempfang der Universitätenkonferenz (uniko) von Minister Töchterle angesprochenen gezielten Universitäts-Besuche: "Wir haben in Österreich exzellente Hochschulen, und mein Ziel ist es, diese Uni-Stärken vermehrt zu zeigen, um damit auch das Bewusstsein und die Wertschätzung für die Lehre und Forschung an den Universitäten zu heben.“

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