Panda Long Hui verstarb durch bösartiges Gallengangskarzinom

Ein agressiver Tumor war chinesischen und ExpertInnen der Vetmeduni Vienna die Todesursache von Pandamännchen Long Hui des Tiergarten Schönbrunn. (Foto: Daniel Zupanc/Zoovienna)

Panda

Am 9. Dezember 2016 starb das Panda-Männchen Long Hui im Tiergarten Schönbrunn im Zuge einer Not-Untersuchung. Vergangene Woche organisierte die China Wildlife Conservation Association (CWCA) nun die Anreise eines ExpertInnenteams aus China um den Tod des Tieres zu untersuchen. Gemeinsam mit ExpertInnen vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna wurde nun multiples Organversagen und Herzstillstand aufgrund eines bösartigen Gallengangskarzinoms als Todesursache bestätigt.

Angeführt wurde das chinesische ExpertInnenteam von Tiermediziner Wang Chengdong von der Panda-Forschungs- und Zuchtstation CCRCGP und Pathologin She Ruiping, einer Professorin an der China Agricultural University. Die pathologische Untersuchung wurde gemeinsam mit Anna Kübber-Heiss, Leiterin der Pathologischen Abteilung des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Veterinärmedizinischen Universität Wien, und ihrer Mitarbeiterin Annika Posautz vorgenommen. Das Ergebnis des Untersuchungsteams ist eindeutig. „Der Tumor, der im Ultraschall sichtbar war, war ein bösartiges Gallengangskarzinom, ein hochaggressiver Tumor. Die Erkrankung verlief sehr rasch mit Metastasen in zahlreichen Organen wie zum Beispiel Herz, Lunge und Nieren, und führte während der Narkose zu einem Multiorganversagen mit finalem Herzstillstand“, so Kübber-Heiss. 

Der Körper von Long Hui wird am FIWI aufbewahrt. Was mit ihm weiter passiert, wird von der China Wildlife Conservation Association entschieden. Die Frage, ob ein neues Panda-Männchen nach Wien kommen soll, war im Rahmen dieses Treffens kein Thema. Natürlich besteht vom Tiergarten Schönbrunn der Wunsch, in Zukunft wieder ein erwachsenes Männchen zu halten. Das Weibchen Yang Yang ist in den nächsten zwei Jahren aber mit der Aufzucht ihrer Jungtiere beschäftigt.

Pandazwillinge entwickeln sich prächtig

Mit den Zwillingen Fu Feng und Fu Ban hat Wien jedenfalls ein großes Andenken an Long Hui. Mittlerweile zeigen sich die Pandazwillinge auch schon den Zoobesuchern. Immer wieder stecken sie ihre Näschen aus der Baumhöhle. Tierarzt Wang hat auch die Jungtiere untersucht. Sein Fazit: Sie entwickeln sich prächtig.

Weitere Informationen zu den Pandabären können auf der Homepage des Tiergartens Schönbrunn nachgelesen werden. [Link 1]

Textquelle: Presseaussendung Tiergarten Schönbrunn/Zoovienna

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