Forschungsevaluierung: Vetmeduni Vienna verdoppelt die eingeworbenen Drittmittel

27.03.2014 - Die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna) unterzog ihre Forschungsaktivitäten einer detaillierten Evaluierung. Ein internationales ExpertInnenteam nahm die Forschung der Jahre 2008 bis 2012 unter die Lupe. Das Ergebnis: Die Vetmeduni Vienna verdoppelte im Beobachtungszeitraum die eingeworbenen Drittmittel. Die Publikationsleistung wurde ebenfalls stark gesteigert. Die Z1-Publikationen, darunter versteht man Veröffentlichungen in sogenannten „top-ranked peer reviewed journals“ in den jeweiligen Fachgebieten, stiegen um 52 Prozent im Zeitraum von 2008 bis 2012. Diese Ergebnisse belegen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Vetmeduni Vienna.

Die Vetmeduni Vienna verfolgt das Ziel, eine für WissenschafterInnen und Studierende wettbewerbsfähige und attraktive Universität zu sein. Dieser Qualitätsanspruch geht einher mit regelmäßigen Evaluierungen in den universitären Kernbereichen. Ergänzend zur internationalen Evaluierung und Akkreditierung der European Association of Establishments for Veterinary Education (EAEVE) im Jahr 2012 für die Bereiche Lehre und universitätsweites Qualitätsmanagement stand 2013 die Forschungstätigkeit auf dem Prüfstand. „Wir lassen regelmäßig unseren Output überprüfen. Nur so wissen wir, wo wir stehen und bleiben im Wettbewerb um die besten Köpfe auf international vergleichbarem hohem Niveau“, erklärt Rektorin Sonja Hammerschmid den Nutzen von Evaluierungen. Die Empfehlungen der EvaluatorInnen bilden die Basis für strategische Entscheidungen und die zukünftige Profilbildung.

Messbare Forschungsleistung

Um die Forschungsleistung bewerten zu können, wurden Indikatoren wie Publikationen, Drittmitteleinwerbungen in der Grundlagenforschung und in der angewandten Forschung herangezogen. Weiters flossen Preise und Förderungen aus nationalen und internationalen Exzellenzprogrammen (ERC-Grants, Sonderforschungsbereiche, Christian Doppler Labors, etc.) in die Beurteilung ein. Auch die gesellschaftliche Relevanz der Forschung war Teil der Evaluierung. Sieben externe, international anerkannte WissenschafterInnen beurteilten die Forschung anhand eines umfassenden und strukturierten Selbstevaluierungsberichts. Die ExpertInnen führten zudem eine mehrtägige Vor-Ort-Begutachtung durch.

Drittmittel verdoppelt, Publikationen deutlich gesteigert

Drittmitteleinwerbungen tragen zum Forschungsbudget der Universitäten maßgeblich bei. Die wichtigsten Förderschienen sind EU-Programme (FP6, FP7), die nationalen Programme des FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung - und der Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Die Einwerbung von Drittmitteln an der Vetmeduni Vienna hat sich innerhalb des Beobachtungszeitraums von 9 auf 19 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Innerhalb dieses Zeitraums war die Vetmeduni Vienna Partnerin in prestigeträchtigen Industriekooperationen (Christian-Doppler Laboratorien, Comet-K Projekte, Bridge Projekte) und zwei ihrer WissenschafterInnen halten derzeit international renommierte ERC-Grants.

Die Publikationsleistungen werden an der Veterinärmedizinischen Universität Wien seit 2003 als Instrument für die Bewertung von Forschungsaktivitäten herangezogen. Sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Publikationen hat sich in den vergangenen fünf Jahren deutlich gesteigert. Im Jahr 2012 gab es einen Anstieg der Z1 Publikationen (top-ranked peer reviewed journals in den entsprechenden Fachgebieten) um 52 Prozent gegenüber 2008. „Die Ergebnisse der aktuellen Evaluierung zeigen, dass sich die Forschung der Vetmeduni Vienna sehr dynamisch entwickelt hat. Unsere Empfehlungen fokussieren auf die Stärken und Potentiale der Forschung, nun gilt es, den Erfolgskurs fortzusetzen“, fasst Professor Gerhard Breves,  Vorsitzender des internationalen EvaluatorInnen-Teams, abschließend zusammen.

 

 

 

Pressefoto

Die Vetmeduni Vienna lässt ihren wissenschaftlichen Output regelmäßig von außen evaluieren. (Foto: Georges Schneider/photonews.at)
Zwei Forscherinnen blicken gemeinsam in eine Petrischale und diskutieren ihre Ergebnisse.

 

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Aussenderin

Mag.phil. Doris Sallaberger
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