Tierseuchenausbruch: Vetmeduni Vienna und Stadt Wien üben für den Ernstfall

24.10.2017: Das Hygienezentrum der Stadt Wien und die Magistratsabteilung 60 (Veterinärdienste und Tierschutz) haben mit der Vetmeduni Vienna auf deren Campus eine gemeinsame Krisenübung zur Tierseuchenbekämpfung durchgeführt. Das angenommene Szenario basierte auf einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in den Stallungen der Universitätsklinik für Schweine. Im Mittelpunkt der Übung standen Maßnahmen zur Dekontamination.

Wien – Die am 23. Oktober 2017 erfolgreich abgewickelte Übung zeigt, dass die Stadt Wien und die Vetmeduni Vienna für den Ernstfall eines Tierseuchenausbruchs bestens gerüstet sind. Das gilt gleichermaßen für den zur Seuchenbekämpfung notwendigen Maßnahmenplan, als auch für die technische Ausstattung. „Sollten wir von einer Tierseuche betroffen sein, ist ein schneller und gründlicher Ablauf und eine effiziente Kommunikation zwischen Universität und Behörden entscheidend. Eine gemeinsame Übung ist die beste Vorbereitung für den Krisenfall“, erklärt Petra Winter, Rektorin der Vetmeduni Vienna, den Nutzen von praktischen Trainings.

Dekontamination nach modernsten Standards

Oberste Maxime bei der Tierseuchenbekämpfung ist die Verhinderung der Verschleppung von Erregern aus einem gesperrten Betrieb. Dementsprechend muss jedes Fahrzeug, jedes Gerät und auch jede Person vor dem Verlassen eines Seuchenbetriebs dekontaminiert werden. Die Stadt Wien verwendet hierzu modernste, rasch auf- und abbaubare mobile Anlagen, die von den erfahrenen MitarbeiterInnen des Hygienezentrums betrieben werden. Harald Wenzl von der Magistratsabteilung 60 resümiert: „Durch die enge Zusammenarbeit der MA 60 mit dem Hygienezentrum der MA 15 und dem ebswien tierservice, welches für die Entsorgung der im Seuchenfall anfallenden Tierkörper zuständig zeichnet, sind wir innerhalb der Stadt Wien für jeden Tierseuchenfall ausgezeichnet gerüstet.“

Afrikanische Schweinepest

Für die Übung wurde der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest angenommen. In Österreich ist die durch ein Virus verursachte Erkrankung noch nie aufgetreten. Bisher gab es vereinzelt Fälle in Osteuropa. „Mit der Afrikanischen Schweinepest können sich Wild- und Hausschweine infizieren. Für Menschen ist die Erkrankung jedoch ungefährlich. Maßnahmen, welche die Ausbreitung der Krankheit verhindern, kommt die höchste Priorität zu, da weder eine Impfung noch Behandlung möglich sind“, erläutert Andrea Ladinig, Leiterin der Universitätsklinik für Schweine.

 

Pressefoto

Die Stadt Wien und die Vetmeduni Vienna probten in einer gemeinsamen Übung für den Ernstfall eines Tierseuchenausbruchs. (Foto: Christian Houdek)
Vorbereitung Seuchenuebung [Link 1]
Aufbau der technischen Ausrüstung (Foto: Christian Houdek)
Aufbau Technik [Link 2]
Gründliche Dekontamination von Personen (Foto: Christian Houdek)
Personendekontamination [Link 3]
Dekontamination der Fahrzeuge (Foto: Christian Houdek)
Fahrzeugdekontamination [Link 4]

 

Rückfragehinweis

Vetmeduni Vienna

MMag. Marlies Felfernig
Leitung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna)
T +43 1 25077-1150
marlies.felfernig(at)vetmeduni.ac.at [Link 9]

 

Stadt Wien

Mag. Susanne Lorenz
Dienststellenleiterin-Stellvertreterin
Öffentlichkeitsarbeiterin
Leiterin des Referats 3 – Allgemeine Veterinärangelegenheiten
MA 60 - Veterinärdienste und Tierschutz
T +43 1 4000-97652
susanne.lorenz(at)wien.gv.at [Link 10]