Ethik der Mensch-Tier-Beziehung

Die Beziehung zwischen Menschen und Tieren ist in einem Wandel begriffen. Dieser hat weitreichende Bedeutung für das menschliche Selbstverständnis und Handeln, weshalb der Ruf nach Orientierung in den unterschiedlichen Bereichen der Mensch-Tier-Beziehung laut wird.

Philosophische und ethische Theoriebildung kann diese Beziehung aufklären, relevante Fragen dazu stellen, in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen und Lösungsvorschläge begründen. Immer wieder stellen sich angesichts neuer Möglichkeiten und Erkenntnisse Fragen des adäquaten Umgangs mit Tieren und wie man ihnen als Menschen gerecht werden kann. So ist etwa der Umgang mit Labortieren an normative Kriterien (z.B. die 3R-Prinzipien) zu binden, die wissenschaftliches Interesse mit ethischen Belangen verknüpfen. Von besonderer Relevanz für die Abteilung "Ethik der Mensch-Tier-Beziehung" ist deshalb die interdisziplinäre Arbeit mit VertreterInnen der Naturwissenschaften. 

Das heterogene Team der Abteilung "Ethik der Mensch-Tier-Beziehung" arbeitet den unterschiedlichen Stärken der MitarbeiterInnen gemäß an der Vielfältigkeit der Beziehung zwischen Mensch und Tier.

 

 
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Tätigkeitsbereiche

Forschungsprojekte:

Erstellung eines Kriterienkatalogs zur Evaluierung von Tierversuchsanträgen [Link 2]

VETHICS FOR VETS - Ethik in der amtstierärztlichen Praxis
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Wissenschaftliche Verantwortung im Tierversuch [Link 4]

Phänomenologische Theorie der Mensch-Tier-Beziehung [Link 5]

Moralfähigkeit bei Tieren [Link 6]

Instrumentalisierung als ethisch relevantes Kriterium. Eine bioethische Analyse und Bewertung des SCNT-Klonen bei nichtmenschlichen Säugetieren [Link 7]

Sozio-kognitive Fähigkeiten von Tieren und ihre Relevanz für Tierethik und Tierschutz [Link 8]

Das Lacan’sche Tier – Eine psychoanalytische Perspektive auf den Anthropozentrismus und die Ambivalenzen in der Mensch-Tier-Beziehung  [Link 9]

 

Lehrangebot Ethik der Mensch-Tier-Beziehung [Link 10]

 

Die 3R-Prinzipien

1. Replacement: die Verwendung von Methoden, die die Forschung an Tieren ersetzt, z.B. durch die Verwendung von Computermodellierungen.

 

2. Refinement: die Verbesserung der Bedingungen, unter denen Labortiere gehalten und für Forschungszwecke eingesetzt werden, z.B. durch die Rücksicht auf artspezifische Bedürfnisse in der Unterbringung, Einsatz von Anästhetika und Schmerzmitteln, etc.

 

3. Reduction: die Verwendung von Methoden, die die Zahl der für die jeweilige Forschung eingesetzen Tiere minimiert, z.B. durch die grundsätzliche Gestaltung der Experimente und verbesserte statistische Methoden.