Tumorerkrankungen

 

Sarkoide

Das equine Sarkoid wird durch Bovines Papillomavirus -1 und -2 (BPV-1/-2) verursacht. Es handelt sich hierbei um einen Hauttumor der als semi-malign beschrieben wird. Das heißt, dass Sarkoide zwar nicht metastasieren aber sehr häufig nach Behandlung Rezidive bilden. Aufgrund dieser Rezidivneigung ist es sehr wichtig die richtige Behandlungsmethode zu finden.

Die Behandlungsmethode wird von uns jeweils individuell auf das Pferd und den Tumor abgestimmt. Die Behandlung kann von einfacher Therapie mit "Aciclovir Salbe" bis zur operativen Entfernung des Tumors mit anschließender lokaler Chemotherapie reichen.

Wir empfehlen equine Sarkoide so früh wie möglich zu behandeln.

Die Tierärzte der Abteilung Weichteilchirurgie arbeiten zusammen mit der Research Group Oncology [Link 1]  der Pferdeklinik an verschiedenen Forschungsprojekten um diese Erkrankung besser zu verstehen. Weiters wird an der Vorbeugung mittels einer Impfung und an innovativen Therapien gearbeitet.

Sarkoid (Foto: © Vetmeduni Vienna)
Sarkoid [Link 2]
Sarkoid (Foto: © Vetmeduni Vienna)
Sarkoid [Link 3]
 

Melanome

Beim Melanom handelt es sich um einen Tumor, der beim Menschen und unseren Haustieren als schwarzer Hautkrebs bekannt und meistens bösartig ist. Beim Pferd zeigt der Schimmel diese Melanome am häufigsten, die vorwiegend an der Schwanzwurzel, rund um den After und in der oberen Halsgegend vorkommen. Obwohl das Schimmelmelanom genauso aufgebaut ist, wie die bösartigen Melanome bei allen anderen Spezies, bleiben diese aber lang "ruhend" und können, wenn überhaupt, ausschließlich ein mechanisches Hindernis darstellen. Bei älteren Tieren kann diese Form der Melanome aber sehr wohl auch zu metastasieren beginnen und innere Organe zerstören.

Wie auch beim Sarkoid arbeiten wir an verschiedenen Projekten zur weiteren Erforschung dieser Krankheit und an neuartigen Therapien. Dies geschieht in Kollaboration von Tierärzten der Weichteilchirurgie und der EBU mit der spanischen Hofreitschule und dem Bundesgestüt Piber.

Melanom (Foto: © Vetmeduni Vienna)
Melanom [Link 4]
 

Plattenepithelkarzinome

Plattenepithelkarzinome können in verschiedenen Körperregionen vorkommen. Am häufigsten betroffen sind das Auge und der Penis. Am Auge kommt das Plattenepithelkarzinom am dritten Augenlid oder direkt an der Hornhaut und Lederhaut des Augapfels vor. Bei früher Erkennung besteht für die chirurgische Therapie eine gute Prognose. Die Chirurgie am Auge wird von den Weichteilchirurgen in Zusammenarbeit mit den Spezialisten der Augenstation [Link 5] durchgeführt.

Beim Plattenepithelkarzinom am Penis reichen die Möglichkeiten der chirurgischen Therapie von der einfachen Entfernung kleinerer Tumoren von der Penishaut über die Penisamputation bis zur kompletten Entfernung von Penis und den zugehörigen Lymphknoten. Auch hier gilt der Grundsatz, dass die Prognose besser ist je früher der Tumor erkannt wird. Das Plattenepithelkarzinom am Penis kommt hauptsächlich bei Wallachen vor. Zur Vorbeugung und Früherkennung empfehlen wir den Penis Ihres Wallaches regelmäßig zu reinigen. Ihr Tierarzt berät Sie gerne.

  

7. Pferde-Symposium

Am Samstag, 14. Oktober 2017 findet zum siebten Mal das Pferde-Symposium statt.

Thema: „Mein Pferd hat Fieber und/oder Nasenausfluss. Was kann es sein, was soll ich tun?“

Link zu näheren Informationen und Anmeldung [Link 6]


 

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