Aufarbeitung der NS-Zeit - FWF-Projekt: Die Tierärztliche Hochschule Wien im Nationalsozialismus

 

Die Veterinärmedizinische Universität Wien arbeitet in dem FWF-Projekt "Die Tierärztliche Hochschule Wien im Nationalsozialismus", ein Kooperationsprojekt der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien, ihre NS-Vergangenheit auf.

Ziel des Forschungsprojektes ist eine dichte, quellenbasierte Gesamtdarstellung mit einer Publikation als Endprodukt, die im Kontext einer naturwissenschaftlichen Disziplin kulturwissenschaftliche Fragestellungen personeller, institutioneller, gesellschaftlicher, wissenschaftsgeschichtlicher, rechtspolitscher und vergangenheitspolitischer Natur auf innovative Weise verknüpft.

Folgende drei Forschungsfelder werden beleuchtet:

  1. Institutionen-, wissenschaftsgeschichtliche sowie biografische Fragestellungen im Kontext personeller (Dis-) Kontinuitäten sowie der Zäsurjahre 1933, 1938 und 1945.
  2. Militärgeschichtliche Verflechtungen des Personals der Tierärztlichen Hochschule Wien - im Rahmen des Kriegseinsatzes in den eigens geschaffenen Veterinärkompagnien oder in anderen Wehrmachts- und SS-Truppenformationen; Geklärt werden Aufgaben- und Einsatzgebiete sowie das Verflechtungsnetz zwischen der Tierärztlichen Hochschule Wien und Kriegseinsatz.
  3. Die Nachkriegsgeschichte der Tierärztlichen Hochschule Wien in einem rechts- und gesellschaftspolitischen Kontext. Der Fokus liegt dabei auf den Themen der „Entnazifizierung“ sowie dem justiziellem Geschehen vor österreichischen Volksgerichten gegen Angehörige der Tierärztlichen Hochschule Wien – sei es im Rahmen tatsächlich erfolgter Anklagerhebungen oder im Rahmen eingeleiteter Ermittlungsverfahren.

Kurzbeschreibung des FWF-Projekts "Die Tierärztliche Hochschule Wien im Nationalsozialismus" zum Herunterladen (PDF, 190 KB) [Link 1]

  

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