Das Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität  ist ein biologisches Forschungsinstitut das sich dem Studium tierischen Verhaltens (Ethologie) widmet. Seit Frühjahr 2015 ist es außerdem Sitz der Österreichischen Vogelwarte/Austrian Ornithological Centre (AOC).

Foto des KLIVV Geländes
 

Aktuelles

 
Logo des Tag der offenen Tür 2017 [Link 1]
 

Vetmeduni Vienna Tag der offenen Tür 2017 am 10.6.

Besucherinnen und Besucher können am Tag der offenen Tür hinter die Kulissen der Veterinärmedizinischen Universität Wien blicken.  Auch von den beiden Forschungsinstituten des Departments für Integrative Biologie und Evolution werden wieder viele spannende Wildtier-relevante Themen präsentiert.  Sie interessieren Sich für städtische Wildtiere?  Wollen mehr über die Wiederansiedelung des Habichtskauzes in Österreich erfahren?  Möchten sich über Siebenschläfer und Co. informieren?  Wollten immer schon wissen wie genetische Untersuchungen bei der Wildtier-Forensik angewandt werden?  Möchten nach Buntbarschen im Tanganyikasee "fischen" oder Zugvögeln auf die Spur kommen?  Oder Ihre Nasen und Ohren an Düften und Gesängen aus dem Tierreich erproben?  Dann sind Sie an unserem Infostand richtig.  Oder begeben Sie sich sich zum Speed-Dating mit unseren ForscherInnen  im Science Café [Link 2], wo Ihnen WissenschafterInnen z.B. zu Dromedaren und Trampeltieren, zu Farben im Tierreich, oder zu "Kobolden der Nacht" Rede und Antwort stehen werden.  Zudem können junge Besucher mit unserem Team allerlei Tierisches zeichnen und basteln.

Das gesamte Programmheft  [Link 3]gibt es über den weiterführenden Link.

Wann: 10:00 bis 17:00 Uhr

Wo:      Veterinärplatz 1, 1210 Wien

Mehr Info [Link ]

(Web-Redaktion am 5.5.2017)

 

Fußgeruch mit Signalwirkung

Grafische Zusammenfassung. Die Studie zeigt, dass Braunbären Pedaldrüsen haben, die einen spezifischen und sexuell dimorphen Duft erzeugen und Verhaltensmuster im Zusammenhang mit der Pedalmarkierung zeigen. (Zeichnungen Katarzyna Chrząścik. Für Scientific Reports 7, Artikel Nummer 1052, Fig.4)
Graphische Darstellung der Studie zu Bärenfüßen [Link 4]

Braunbären wandern in der Wildnis weite Strecken und sind dabei nicht territorial  Sie verbreiten allerdings offenbar Geruchssignale via Fußabdruck.  Das haben nun Forschende aus Polen, Spanien und Österreich herausgefunden.  Sie entdeckten in den Schweißdrüsen der Bärentatzen 26 verschiedene chemische Komponenten, wobei 6 davon ausschließlich bei den Männchen aufgefunden wurden.  Die Bären legen außerdem von Zeit zu Zeit eine besondere Gangart ein, eine Art „Markierungstanz“, bei dem sie tiefe Fußabdrücke erzeugen.  Die WissenschaftlerInnen schließen daraus, dass der Fußgeruch in der Bärenwelt zur Kommunikation zwischen artgleichen Individuen dient, wobei der Geruch eine olfaktorische und der Fußabdruck selbst eine visuelle Nachricht darstellen könnte.  Chemische Signale gibt es auch bei vielen anderen Säugetieren.  Sie können Information über Identität, Geschlecht, Territorium, sozialen Status, Reproduktionsbereitschaft oder Gruppenzugehörigkeit ausdrücken.  Zusätzlich zu ihren Fußsohlen verwenden Bären auch andere Methoden, um ihren Geruch zu hinterlassen, wie z.B. das Reiben an Bäumen.  Der Markiergang wurde besonders zur Paarungszeit häufig beobachtet.  Es ist daher wahrschienlich, dass er auch dazu dient, weiblichen Bären Auskunft über die Attraktivität möglicher Partner zu geben.

Geleitet wurde die Studie von Agnieszka Sergiel und Nuria Selva von der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Johanna Painer vom Department für Integrative Biologie und Evolution hat die Bärenproben zur histologischen Untersuchung beschafft.

Der Artikel “Histological, chemical and behavioural evidence of pedal communication in brown bears [Link 5]” von Agnieszka Sergiel, Javier Naves, Piotr Kujawski, Robert Maślak, Ewa Serwa, Damián Ramos, Alberto Fernández-Gil, Eloy Revilla, Tomasz Zwijacz-Kozica, Filip Zięba, Johanna Painer & Nuria Selva wurde in Scientific Reports veröffentlicht.

Hier können Sie ein kurzes Video [Link 6] zur Studie sehen.

(Web-Redaktion am 23.5.2017)

 

Aufbruch von Zugvögeln nach einem Zwischenstopp ist hormongesteuert

Zugvögel, wie die Gartengrasmücke beenden ihre Zwischenstopps aufgrund von appetitregelnden Hormonen. (Foto: Wolfgang Goymann)
Foto einer Gartengrasmücke auf gelb blühendem Zweig [Link 7]

Während ihrer langen Reisen legen Zugvögel Pausen ein, um ihre Fettreserven wieder aufzufüllen. Der Zweck der Zwischenstopps, Rast und Fressen, ist damit schlüssig. Bislang war jedoch unklar, welche Körpersignale den Weiterflug auslösen. Ein Team um Forschende des Konrad-Lorenz-Instituts der Vergleichenden Verhaltensforschung der Vetmeduni Vienna identifizierte nun erstmals ein Hormon, den auch bei Menschen bekannten Appetitregler Ghrelin, als Signalgeber für das Vogelhirn. Bei „vollgefressenen“ Gartengrasmücken, einer Singvogelart, war das Hormon in hoher Konzentration nachweisbar. Wenn Ghrelin den Vögeln zusätzlich verabreicht wurde, steigerte es auch den höchst aktiven Zustand der Zugunruhe vor dem Weiterflug und zügelte den Appetit, Die Ergebnisse, die im Fachjournal PNAS veröffentlicht wurden, bestätigen nicht nur die hormonelle Steuerung des Zugverhaltens von Vögeln. Sie könnten auch zum besseren Verständnis von Essstörungen beim Menschen beitragen.

Der Artikel „Ghrelin affects stopover decisions and food intake in a long-distance migrant [Link 8]” von Wolfgang Goymann, Sara Lupi, Hiroyuki Kaiya, Massimiliano Cardinale und Leonida Fusani wurde im Journal PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) veröffentlicht.

Mehr Information [Link 9]

(Web-Redaktion am 7.2.2017)

 

Eiweiße im Urin männlicher Mäuse sagen nichts über Verwandtschaft aus

Urinproteine männlicher Mäuse sagen nichts über die Verwandtschaft aus, sondern sind wahrscheinlich eine Reaktion auf soziale Veränderungen. (Foto: Kerstin Thonhauser/ Vetmeduni Vienna)
Foto von einem Mauspaar im Labor [Link 10]

Männliche Hausmäuse produzieren eine große Zahl an speziellen Eiweißen, den sogenannten „Major Urinary Proteins“ (MUPs), an die Duftstoffe gebunden sind. Bislang galten diese Proteine als individuelle Duftsignatur, mit der fremde oder verwandte Tiere erkannt werden können. Forschenden um Dustin Penn vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Vetmeduni Vienna gelang es nun diese Annahme zu widerlegen. Sie zeigten erstmals an männlichen Hausmäusen, dass sich die entsprechenden Gene der Mäuse kaum unterscheiden und sich auch die Anzahl der Proteine im Urin nur in bestimmten Situationen verändert. Die Tiere scheinen mit den „Major Urinary Proteins“ (MUPs) auf soziale Umstellungen zu reagieren. Sie nutzen sie nicht – wie bisher angenommen - um über sie Verwandte zu erschnuppern.

Der Artikel "Diversity of major urinary proteins (MUPs) in wild house mice [Link 11]" von Michaela Thoß, Viktoria Enk, Hans Yu, Ingrid Miller, Kenneth C. Luzynski, Boglarka Balint, Steve Smith, Ebrahim Razzazi-Fazeli und Dustin J. Penn wurde in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.

Der Artikel "Regulation of highly homologous major urinary proteins in house mice quantified with label-free methods [Link 12]" von Viktoria Enk, Christian Baumann, Michaela Thoß, Kenneth C. Luzynski, Ebrahim Razzazi-Fazeli und Dustin J. Penn wurde in der Fachzeitschrift Molecular Biosystems veröffentlicht.

Mehr Information [Link 13]

(Web-Redaktion am 7.12.2016)

 

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Vogelring gefunden? / Recovered a bird ring?

 

 

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Seminar am Wilheminenberg

Jeden Mittwoch im Semester findet das "Seminar am Wilhelminenberg" in unserem Haus statt, ein wissenschaftliches Kolloquium bei dem führende WissenschafterInnen aus aller Welt neueste Forschungsergebnisse präsentieren.

Seminarprogramm
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