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Dorfstrasse

Volieren

Labor
Das Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität (vormals Konrad Lorenz Institut für vergleichende Verhaltensforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) ist ein Forschungsinstitut das sich dem Studium tierischen Verhaltens widmet.
Forschungseinrichtungen
Das Institut hat eine Vielzahl großer Frei- und Innengehege, wie Volieren, die große Flughalle, die Nagetierräume und das Aquarienhaus. Diese Ausstattung ermöglicht Forschern, Tiere unter seminatürlichen Bedingungen zu beobachten und Experimente durch zu führen.
Wir haben ein Labor für Molekulargenetik, das für eine Vielzahl von modernen Techniken ausgerüstet ist, einschließlich PCR, real-time PCR, Microsatellite Typing und Multi-Capillary DNA Sequencing.
Schließlich verwenden wir noch ein Geographisches Informationssystem (GIS), das die Verarbeitung von Fernerkundungsbildern für Lebensraumeinschätzung und andere bio-geographische Analysen ermöglicht.
Aktuelle Forschungsergebnisse und Aktivitäten
Trübes Wasser: Algenblüte beeinflusst Fischverhalten
Algenblüten, die durch Eutrophierung (erhöhte Mengen an Nährstoffen im Wasser, z.B. durch das Abfließen von Düngemitteln und Abwassern in Gewässer) verursacht werden können, beeinflussen die Ökologie und das Verhalten von Wasserorganismen drastisch. Man hat bereits Auswirkungen auf die Partnerwahl und auf die Wechselwirkung von Räubern und Beutetieren beobachtet. Änderungen im Sozialverhalten sind bis jetzt weniger gut erforscht. Stefan Fischer und Joachim Frommen aus dem Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung haben die Auswirkungen von Algenblüten auf die bekannten Präferenzen von Dreistachligen Stichlingen (Gasterosteus aculeatus) für größere Gruppen untersucht. Sie zeigten, dass Fische, die zwischen zwei Schwärmen verschiedener Größen wählen konnten sich deutlich öfter in der Nähe des größeren Schwarmes aufhielten, wenn das Wasser klar war. In trübem Wasser hingegen zeigten sie keine signifikanten Präferenzen und neigten dazu, sich weniger zwischen den Schwärmen zu bewegen. Eutrophierung-induzierten Algenblüte hat daher möglicherweise das Potenzial, Entscheidungen zum Sozialverhalten der Stichlinge zu verändern. Die Ergebnisse wurden in der internationalen Zeitschrift Behavioral Ecology and Sociobiology veröffentlicht.
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(Web-Redaktion am 22.05.2013)
Seitensprung mit Folgen – Untreue und Vaterschaft beim Rohrspatz
Affären und Seitensprünge sind auch im Tierreich nicht ausgeschlossen. Manche Tierarten, die eigentlich monogam leben, suchen sich ab und zu Paarungspartner außerhalb der festen Bindung. So eine sexuelle Begegnung erhöht potenziell den Fortpflanzungserfolg der Tiere. Wie kann jedoch ein Männchen sicher gehen, ob die gezeugten Nachkommen im Nest auch von ihm selbst abstammen und nicht von einem erfolgreicheren Nebenbuhler? KLIVV Wissenschafter Herbert Hoi und seine Kollegen haben gemeinsam mit Forschern der Slowakischen Akademie der Wissenschaften dazu eine Reihe an Experimenten mit dem Teichrohrsänger, im Volksmund auch Rohrspatz genannt, durchgeführt. Sie fanden heraus, dass die Männchen ihre Mitbewerber mit aggressivem Verhalten verjagen und versuchen „ihre“ Partnerinnen zu überwachen. Sind die Nachkommen aber erst einmal da, sind die Väter mit vollem Einsatz für die Jungen da, ganz egal wer der Erzeuger war.
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(Web-Redaktion am 16.05.2013)
Open-Access-Forschungspreis für KLIVV Team
Der renommierte Open-Access-Verlag BioMed Central verlieh Katharina Mahr, Matteo Griggio, Michaela Granatiero und Herbert Hoi für ihren Artikel mit dem Titel „Female attractiveness affects paternal investment: experimental evidence for male differential allocation in blue tits” den zweiten Preis in der Kategorie Animal Science, Veterinary Research and Zoology der BioMed Central Annual Research Awards.
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(Web-Redaktion am 10.04.2013)
Meeresspiegelanstieg: Gefahr für terrestrische Artenvielfalt auf Inseln
Modellrechnungen sagen einen Anstieg des Meeresspiegels von ungefähr einem Meter bis zum Ende dieses Jahrhunderts und von bis zu fünfeinhalb Metern bis zum Jahr 2500 voraus. Florian Wetzel und seine Kollegen von der Vetmeduni Vienna haben gemeinsam mit Walter Jetz von der US-amerikanischen Yale University nun Modellrechnungen für den südostasiatischen und pazifischen Raum veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Landwirbeltierarten durch die Auswirkungen des steigenden Meeresspiegels betroffen sind. Die Untersuchungsergebnisse wurden in der Zeitschrift „Global Change Biology“ vorab online veröffentlicht.
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(Web-Redaktion am 09.04.2013)
Warum afrikanische Buntbarsche fremde Jungen adoptieren
Dass Tiere die Jungen fremder Eltern als die eigenen akzeptieren, kommt gar nicht so selten vor. Das ist dennoch erstaunlich, denn Adoption widerspricht einer der Grundthesen der Darwin’schen Evolutionstheorie: Eltern sollten nämlich so viel eigenen Nachwuchs zeugen, wie nur möglich. Franziska Schädelin und ihre Kollegen an der Vetmeduni Vienna schlagen jetzt in einer neuen Studie bei afrikanischen Buntbarschen eine Lösung dieses Widerspruchs vor. Eigenen Nachwuchs in fremden Nestern zu haben, erhöht bei allen Jungtiere die Wahrscheinlichkeit, zu überleben. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Behavioural Ecology“ erschienen.
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(Web-Redaktion am 19.03.2013)
Abgeschaut: Zebrafische können ihre Nahrungssuchstrategie durch soziales Lernen verbessern
Der Zebrafisch (Danio rerio) wird zunehmend als wichtige Modellart für Studien über die genetischen und neuronalen Mechanismen verwendet, die Verhalten und Kognition kontrollieren. Sarah Zala und Ilmari Määtänen des Konrad-Lorenz-Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben getestet, ob soziale Interaktionen mit geschulten Gleichartigen ("konditionierte Demonstranten") die Fähigkeit von "naiven" (nicht konditionierten) Zebrafischen verbessern kann, eine assoziative Nahrungssuchaufgabe zu erlernen . Ihre Versuche zeigten, dass unkonditionierte Zebrafische tatsächlich in der Lage sind, ihr Suchverhalten durch das Lernen von ihren trainierten Kollegen zu verbessern. Dies bedeutet, dass Zebrafisch soziales Lernen für Nahrungssuchverhalten beeinflusst werden. Die Studie ist in der Jänner 2013 Ausgabe der Zeitschrift „Naturwissenschaften“ erschienen.
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(Web-Redaktion am 28.01.2013)
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