Kognition von Nutztieren

Ziel ist es, die Forschungen kognitiven Verhaltens bei Tieren auf den Bereich von Nutztieren zu erweitern. Die zu gewinnenden Forschungsergebnisse würden besondere Bedeutung für die Tierethik und die Mensch-Tier-Beziehung haben. Wir würden dazu bestehende Anlagen (auch von privaten Partnern) und die dort bereits gehaltenen Tiere nutzen, dazu aber noch nach Möglichkeit eine eigene semi-natürliche Haltung aufbauen. Unser besonderes Interesse dabei liegt bei Schweinen und Hühnern. Beide Tierarten haben bereits in der Kognitionsbiologie einen hohen Stellenwert und man kann auf etablierte Forschungsmethoden zurückgreifen. Beide Arten hätten zudem den Vorteil, zusätzlich zum System Wolf–Hund zwei weitere Modellsysteme für die Erforschung der Auswirkung von Domestikation zu haben. Dazu würden Hausschweine bei kognitiven Aufgaben mit Wildschweinen und Haushühner mit Bankivahühner verglichen werden. Das würde allerdings erfordern, z.B. Hausschweine möglichst ident wie Wildschweine zu halten und aufzuziehen, das heißt, im Wesentlichen eine Freilandhaltung mit nahezu artgerechter Sozialstruktur zu ermöglichen.

  

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