66. Jahrestagung der Gesellschaft für Ernährungsphysiolgie
Deckardt, K; Klevenhusen, F; Muro-Reyes, A; Chizzola, R; Zebeli, Q.: Phytobiotika wie Schwarzkümmelöl, Lorbeeröl und Ferula elaeochytris können die ruminale Fermentation in vitro modifizieren.
Schwarzkümmelöl, das antimikrobielle, antioxidative sowie antiinflammatorische Eigenschaften besitzt, zeigte die vielversprechendsten Ergebnisse im Hinblick auf Methangasreduzierung und folglich auf die Treibhausgasminderung. Ein weiteres Forschungsziel wäre, die Effekte von Schwarzkümmelöl an Rindern zu untersuchen, um sowohl den Gesundheitsstatus und die Leistung der Tiere zu verbessern, als auch die Methanproduktion zu reduzieren. Im Rahmen der zweitätigen Konferenz der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie in Göttingen von 20.3.-22.3.2012. fand die Poster-Präsentation von Mag. med. vet. Kathrin Deckardt statt.
Etwa 200 WissenschafterInnen der Veterinärmedizin, Agrarwissenschaften und Tierernährung aus dem deutschsprachigen Raum nahmen an dieser Tagung teil.
weitere Beiträge unseres Instituts bei der Tagung:
Handl, S; Illi, J; Iben, C: Apparent digestibility of crude nutrients of raw and cooked rations, with or without cereals, in adult Beagle dogs.
Klevenhusen, F; Glaser, B; Hollmann, M; Podstatzky-Lichtenstein, L; Aschenbach, JR; Zebeli, Q: Feeding increasing amounts of barley grain affects electrophysiological properties of the rumen epithelium in growing goats.
Zebeli, Q; Ametaj, BN: Risk factors of diet-induced systemic inflammation in cattle: a meta-analysis.
54th Intercoop Europe Animal Feed Congress
Healthy and fertile dairy cows: the link to nutrition. Vortrag von Prof. Zebeli mit anschließender Podiumsdiskussion auf 54th Intercoop Europe Animal Feed Congress, Hotel Therme Laa, Laa a.d. Thaya, 15. Juni 2011. Etwa 50 Teilnehmer der Futtermittelindustriebranche von verschiedenen Europäischen Ländern waren in dieser Veranstaltung anwesend.
Klimaschutz und Energieeffizienz in der Rinderwirtschaft
Hohe Produktionseffizienz der Tiere um den ökologischen Fußabdruck zu verringern: Ist das möglich? Vortrag von Prof. Zebeli im Rahmen der zweitägigen Tagung „Klimaschutz und Energieeffizienz in der Rinderwirtschaft“ am 30./31. Mai in Hernstein, NÖ, veranstaltet durch die RINDERZUCHT AUSTRIA. In dieser Tagung trafen Experten aus Wissenschaft, Ministerium, Interessensvertretung und aus der Praxis zueinander, um einen Überblick über den Status quo der Forschungsansätze und Maßnahmen zu diesem Themenbereich zu schaffen.
Gastvortrag in Sri Lanka
Frau Prof. Iben besuchte auf ihrer Reise durch Sri Lanka auch die University of Ruhuna (http://www.ruh.ac.lk/ [Link 1]), Sri Lanka. Frau Iben wurde von Frau Prof. Thakshala Seresinhe, Professorin für Tierernährung, zu einer 3stündigen Gastvorlesung zum Thema „Feeding the cow in Austria“ eingeladen. Frau Seresinhe hat 2001 ein Forschungsjahr an unserem Institut absolviert, was auch in der Folge zu einigen gemeinsamen Arbeiten führte.
Tierwissenschaftliches Seminar, Universität Hohenheim
Im Rahmen des Tierwissenschaftliches Seminar an der Universität Hohenheim hielt
Prof. Zebeli vor etwa 70 Zuhörern den Vortrag: Milch als Functional Food - Was kann die Fütterung der Milchkuh dazu beitragen?
Tagung des TGD-Steiermark und der ÖGT
Bei einer gemeinsamen Tagung des Tiergesundheitsdienstes und der Österreichischen Gesellschaft der Tierärzte am 19.03.2011 in Übelbach/Stmk hielt Prof. Zebeli vor mehr als 40 interressierten Zuhörern den Vortrag "Hohe Leistung und gute Fruchtbarkeit bei Milchkühen: Illusion oder Herausforderung"
65-Tagung der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie in Göttingen
Q Zebeli:
Barley grain-based diets processed with lactic acid modulated plasma metabolites and mediators of innate immunity in dairy cows. Die Verfütterung von mit Milchsäure behandelter Gerste moduliert Plasmametabolite und die angeborene Immunität bei Milchkühen.
Barley grain contains large amounts of readily fermentable starch, which when degraded in the rumen releases large quantities of fermentation acids that may lead to subacute ruminal acidosis and systemic metabolic disorders. We initially hypothesized that steeping barley grain in low concentrations of lactic acid would slow down degradation of starch, lower the risk of SARA, and modulate the profile of rumen fermentation and plasma metabolites. Indeed, results of this study showed that feeding barley grain steeped in low concentrations of lactic acid modulated rumen environment and the profile of plasma metabolites. Greater rumen pH and the lowered preprandial concentrations of rumen endotoxin and plasma haptoglobin indicate the potential for this feed processing method to improve metabolic health status of lactating dairy cows.
Q Zebeli:
Effects of roughage quality in the diet on particle dynamics and digestion in the rumen of dairy cows. Einfluss der Qualität des Grundfutters in der Ration auf die Patikeldynamik und Verdauung im Pansen bei Milchkühen.
A better understanding of the role of roughage quality on the processes of particle dynamics and digestion is important for development of more healthy and ecological feeding strategies that aim at lowering the proportions of concentrates in the diets of dairy cattle. The aim of this study was to evaluate the effects of feeding roughages of different qualities on particle dynamics and digestion kinetics in the rumen of dairy cows. Our data showed that roughage quality in the diet affected rumen digestion variables and total tract digestibility, indicating that feeding of the hay of good quality promotes particle dynamics in the digestive tract and nutrient degradation in dairy cows mainly by improving the digestive performance in the rumen, although this diet was shown to lower the absolute counts of chewing indices.
MM Farghaly, SM Abdel-Raheem, C Iben:
Effect of Physical Treatments of Canola Seed on biohydrogenation of fatty acids. Einfluss unterschiedlicher Behandlungen von Rapssamen auf die Hydrierung von Fettsäuren
Im Rahmen der Doktorarbeit von Herrn Farghaly wurde unter anderem der Einfluss unterschiedlicher Behandlung von Rapssamen (ganze Samen, geschrotete Samen, ganze Samen 15 min erhitzt auf 127 °C, geschrotete Samen 15 min erhitzt auf 127 °C) auf den Fettsäurenabbau im Pansen in einem in vitro-Verfahren (RUSITEC) untersucht. 10 % der unterschiedlich behandelten Rapssamen wurden dem Kraftfutter zugemischt, zu einem Drittel bestand die Ration aus zerkleinertem Heu. Derzeit wird in Ägypten im Austausch gegen Baumwollkuchen, dessen Produktion abnimmt, vermehrt Raps angebaut. Die Abbaubarkeit der Trockensubstanz der unbehandelten Rapssamen war erwartungsgemäß am niedrigsten (52,57 % ±2,08) und stieg durch das Erhitzen auf 57.36 %±2.49. Die geschroteten Rapssamen wiesen eine Abbaubarkeit von 59,51 % ±1,14 auf, das zusätzliche Erhitzen hatte kaum mehr einen verbessernden Effekt auf die Abbaubarkeit der Trockensubstanz (60,77 %±1,74).
Die Biohydrogenierung der Fettsäuren wurde durch die unterschiedliche Behandlung stark beeinflusst und war bei den unbehandelten Samen signifikant niedriger als bei den behandelten, bei den erhitzten geschroteten Samen durchwegs signifikant höher.
Mold Meeting 2010/Linz
Prof. Böhm hielt beim 13. MOLD-Meeting in Linz (Veranstalter AGES und ALVA) einen Vortrag zum Generalthema "Ernährungsrisiko Mykotoxine- Vermeidungsstrategien entlang der Lebensmittelkette" über ein in der europäischen Nutztierproduktion häufig vorkommendes, aber höchst unerwünschtes Fusarienmykotoxin Desoxynivalenol (DON) beim Masthuhn.
Schwerpunkte wurden besonders auf die relativ einfache Methode und Beobachtung histologischen Epithelschädigungen der Darmzotten gesetzt und darüber hinaus konnten bereits bei geringen DON-Futterbelastungen erhebliche paradoxe Schwankungen im Antikörpertiterverlauf klassischer Impfungen gegen klassische virale Krankheiten beim Geflügel beobachtet werden.
Dadurch ist man den Ursachen und Mechanismen des DON in der Leistungsschwächung inklusiver primärer Darmschädigung und fluktuierender Immunantwort ein Stück näher gerückt. Das Huhn könnte somit durch die histologische Darmzottenepithelveränderungen und immunologische Reaktionen und deren Mechanismen ein in vivo Modell eines real beobachteten Ernährungsrisikos sein, das brauchbare Hinweise auf ähnliche Schädigungen durch DON- Nahrungsaufnahme und bei viralen Infektionen des Menschen (Kinder) ursächlich erklären helfen kann?
Tagung der ESVCN (European Society of Veterinary and Comparative Nutrition) 2010/Zürich
S Handl, S Dowd, JF Garcia-Mazcorro, JM Steiner, JS Suchodolski: Species-specific differences in the faecal microbiota of healthy dogs and cats
S Handl, RM Heilmann, AJ German, SL Holden, SE Dowd, JM Steiner, RW Grant, KS Swanson, JS Suchodolski: Influence of obesity on faecal microbiota and faecal inflammatory markers in dogs
C Iben, M Müller, S Handl: Comparison of analytically determined energy values with estimated energy values of cats’ food
ACVIM (American Society of Veterinary Internal Medicine) Forum 2010, Anaheim, CA
S Handl, RM Heilmann, AJ German, SL Holden, SE Dowd, JM Steiner, RW Grant, KS Swanson, JS Suchodolski: Fecal microbiota and fecal calprotectin and S100A12 concentrations in lean and obese dogs

