Schmerztherapie

Jedes Tier hat ein Anrecht auf adequate Schmerztherapie. Viele Tiere werden nicht ausreichend behandelt da die Schmerzerkennung beim Tier schwierig ist; es kann uns nicht sagen wo es weh tut und wie sich der Schmerz anfühlt. Aber Wissen und Erfahrung machen es möglich, auch beim Tier Schmerz zu erkennen und nach Schweregrad einzustufen.

Das Team der Anästhesiologie und Perioperativen Intensivmedizin ist bemüht jeden Patienten eine angepasste Therapie zukommen zu lassen.

Um Schmerzen während und nach chirurgischen oder diagnostischen Eingriffen zu kontrollieren, erhalten die Tiere schon vor der Narkose das erste Schmerzmittel. Während des Eingriffes wird vom Anästhesisten ein weiteres, meist stärkeres Schmerzmittel eingesetzt (in Form von Infusionen, Einzeldosen oder Lokalanästhesien). Ein Grund für die stationäre Aufnahme vieler Patienten nach einer Operation ist die erhöhte Schmerzhaftigkeit in den ersten 24 Stunden. Die Patienten können so an der Klinik von TierärztInnen auf Schmerzhaftigkeit kontrolliert werden und erhalten eine angepasste Therapie mit stärkeren Schmerzmitteln, als es daheim möglich wäre. Viele dieser Mittel haben auch eine beruhigende Wirkung, sodaß die Patienten meistens entspannt und ruhig in ihrem Käfig schlafen. Abhängig von der Schmerzhaftigkeit der Operation wird der zuständige Tierarzt Schmerzmittel für daheim mitgeben. Die Tierbesitzer werden gebeten die Besitzeranweisungen zu befolgen und im Fall von Fragen sich an die zuständige Klinik zu wenden.

Schwere Traumen, schlecht oder nicht therapierte Schmerzen aber auch fortschreitendes Alter (Abnützungen des muskuloskeletalen Apparates) können zu chronischen Schmerzen führen. Die Anzeichen dafür sind meist nicht offensichtlich ("der Hund wird halt alt"). Dennoch bedeuten chronische Schmerzen eine deutliche Verminderung der Lebensqualität der Tiere. Nach der Diagnose woher der Schmerz herrührt, ist es meist möglich medikamentös und in Kombination mit Physiotherapie die Schmerzen zu reduzieren. Gerne stehen wir Ihnen für ein Gespräch zur Verfügung.

Immer häufiger fällt die Diagnose "Krebs". Das Wachstum der Tumoren geht mit starker Gewebszerstörung einher und ist schmerzhaft. Bestrahlung und Chemotherapie helfen das Tumorwachstum zu reduzieren bzw. aufzuhalten. Gerne beraten die TierärztInnen der Onkologie über Therapiemöglichkeiten. Zusätzlich bieten wir dem Patienten eine angepasste Schmerztherapie an.

Manchmal ist es nicht möglich den Schmerz zu lindern. Dann sind radikale Eingriffe wie Amputation einer Gliedmaße zum Beispiel nötig. Tiere gehen mit solchen Operationen oft viel besser um als wir Menschen und es ist immer wieder überraschend zu beobachten, wie schnell das Tier wieder auf den „Beinen“ ist und wie wohl es sich dabei fühlt. Wenn keine Therapie mehr hilft, haben wir die Möglichkeit unsere Haustiere zu erlösen. Gemeinsam können Tierbesitzer mit ihrer Familie und dem zuständigen Tierarzt diese Entscheidung treffen.

 

 

Schmerzambulanz Ansprechpersonen

Dr.med.vet. CVPP Stephanie von Ritgen
T +43 1 25077-6667
E-Mail an Stephanie von Ritgen senden


 

Dr.med.vet. CVPP Katrin Ertelt
T +43 1 25077-5338
E-Mail an Katrin Ertelt senden


 

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Schmerzambulanz Vetmeduni Wien 1


 

Abteilung für Anästhesiologie und perioperative Intensivmedizin