Hanf

Cannabis sativa

Zweihäusige Pflanze mit gefingerten Blätteren. Die Teilblättchen sind lanzettlich und grob gesägt. Blüten klein, grünlich mit einfacher Blütenhülle.

Männliche Blütenstände im oberen Teil des Stängels, weibliche Blüten zu zweit an der Achse von Ähren in den Achseln der oberen Laubblätter.

Droge: Cannabis indicae herba (Haschisch, Haschischkraut, Marihuana, Rauschhanf): die getrockneten blühenden oder mit Früchten versehenen Zweigspitzen der weiblichen Pflanzen.

Inhaltsstoffe: Cannabinoide: Tetrahydrocannabinol/THC und Derivate; ätherisches Öl; Phenole; Harze; Flavonoide.

Wirkung: psychotrope Wirkungen mit psychischer Abhängigkeit, antiemetische, antikonvulsive und analgetische Effekte. Die Droge senkt die Körpertemperatur, sie wirkt antiasthmatisch und appetitanregend und senkt den Augeninnendruck (antiglaukomatös).

Anwendung: Die Droge wird aber in allen Kulturkreisen als Rauschmittel genutzt. In der Volksheilkunde zur Herabsetzung des Schmerzempfindens bei Neuralgien, Migräne und Anfallsleiden verwendet.

Droge: Cannabis sativae fructus

Inhaltsstoffe: fettes Öl mit Linol-, Linolen- und Ölsäure; Proteine; Cholin; Trigonellin; Isoleucin.

Anwendung: früher in der Volksheilkunde heute aber obsolet, als Viehfutter eingesetzt, Samen als Vogelfutter, Samenöl auch für technische Zwecke. Des Weiteren ist der Hanf eine der ältesten vom Menschen genutzten Faserpflanzen.