Studie zur Verbesserung der Welpengesundheit

An unserer Klinik soll demnächst ein Versuch zur Verbesserung der Welpengesundheit durchgeführt werden. Dabei soll ein Präparat zur Kontrolle von Endoparasitosen getestet werden. Da hierfür noch Würfe auch verschiedener Rassen benötigt werden, möchte ich Sie mit den folgenden Zeilen informieren, was geplant ist.

Zweck der Studie sind Untersuchungen zur Auswirkung eines zugelassenen Arzneimittels (Emodepsid 0.1% & Toltrazuril 2.0%) auf parasitologische, mikrobiologische und gesundheitliche Parameter bei Welpen und unter Feldbedingungen.
Hierbei gilt es, Tiere nach einer stattgefundenen Infektion aber vor dem Auftreten von Krankheitserscheinungen und der Ausscheidung von Parasitenstadien zu behandeln. Nur mit einer solchen Maßnahme kann die Übertragung insbesondere von Kokzidien (Isospora spp.) und Nematoden (Toxocara canis und andere Arten) verhindert werden. Isospora-Arten sind artspezifische Durchfallerrreger, die vor allem in Hundezuchten bei Welpen ab der 3. Lebenswoche auftreten und mit dem Kot infizierter Tiere übertragen werden. Die Kontrolle dieser Parasiten ist möglich durch die einmalige orale Anwendung von Toltrazuril vor oder kurz nach Beginn der Oozystenausscheidung. Toxocara canis ist ein Spulwurm des Hundes, der vor der Geburt oder mit der Milch, aber auch durch die Aufnahme larvenhaltiger Eier aus der Umgebung übertragen wird und nach einer Körperwanderungsphase im Dünndarm siedelt. Er kann Abmagerung und Verdauungsstörungen verursachen. Bei starkem Befall kann es zu Verlegungen des Dünndarms kommen. Die Bekämpfung von T. canis beim Hund erfolgt durch ein wirksames Entwurmungsmittel wie z. B. Emodepsid. Diesen beiden Erregern gilt bei der Parasitenbekämpfung bei Welpen das größte Augenmerk.
Ein kürzlich zugelassenes Präparat mit den beiden genannten Wirkstoffen kann bei einmaliger Gabe ins Maul sowohl Kokzidien als auch Spulwürmer effektiv kontrollieren. Auf der Basis von Voruntersuchungen und Befragungen von Tierbesitzern sollen in einer Feldstudie Hundewelpen mit besagtem Arzneimittel behandelt und auf verschiedene Parameter untersucht werden. Die Hündinnen und ihre Welpen werden von einem/einer geschulten TierärztIn regelmässig untersucht und notfalls auch fachgerecht behandelt.

Interessierte Besitzer werden über den Ablauf, die Eingriffe und die möglichen Folgen einer Behandlung bzw. nicht-Behandlung ihrer Tiere schriftlich und mündlich informiert.

 

Kontakt

Ao.Univ.-Prof. Dr.med.vet. Sabine Schäfer-Somi Dipl.ECAR
T +43 1 25077-5412
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