Schecküberreichung an den Verein „RotePfote“: 1.500 Euro für die Krebsforschung

Bildtext siehe Artikel

Bildtext siehe Artikel 1

Dem „Verein RotePfote – Krebsforschung für das Tier“ wurde vom Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) ein Scheck über 1.500 Euro an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna) überreicht. Der Scheck soll zur Entwicklung einer Tumor-Impfung zur Behandlung von Brustkrebspatienten beitragen.

 

„Dieser Impfstoff soll die körpereigene Immunabwehr der tierischen Krebs-Patienten stimulieren, um die Bildung so genannter Immunglobuline (auch Antikörper genannt) gegen ein bestimmtes Tumorantigen anzuregen, welches sich auf der Oberfläche der Krebszellen befindet. Die gebildeten Immunglobuline sind hochspezifisch für dieses Tumorprotein und sollen in der Folge dazu beitragen, die Krebsgeschwüre zu bekämpfen. Im besten Fall entsteht als Zeichen der Wirksamkeit Entzündung im Tumor und es kommt zur Hemmung des Wachstums, bzw. auch zu einer Rückbildung“, erklärt der Vizepräsident des Vereins und Mitarbeiter der VUW-Klinik für Kleintiere, Dr. Michael Willmann, die Wirkung des Impfstoffes..

Der ÖKV unterstützt auf diese Weise die Erforschung und Entwicklung moderner Krebstherapien, die das Leben von Tieren als auch von Menschen mit Krebs verbessern. „Als Dachverband von rund 100 österreichischen Hundezucht- und Ausbildungsvereinen mit über 50.000 Mitgliedern ist es uns naturgemäß ein besonderes Anliegen, die Gesundheit der in Österreich gezüchteten Hunde nachhaltig zu sichern und zu fördern. Die Übergabe des Schecks stellt den Jahresabschluss einer sehr ambitionierten, interdisziplinären Zusammenarbeit dar und bildet gleichsam den Auftakt für eine erfolgreiche Kooperation im Jahr 2009“, heißt es seitens des ÖKV.

„RotePfote – Krebsforschung für das Tier“

Der Verein „RotePfote – Krebsforschung für das Tier“ soll gemeinsame Entwicklungen der Veterinärmedizinischen und Medizinischen Universität Wien auf dem Gebiet der Krebsforschung fördern, mit denen KrebspatientInnen - Tieren wie Menschen - besser geholfen werden kann. Mit der Gründung des Vereins haben die ExpertInnen beider Einrichtungen die Möglichkeiten der Krebstherapie für Tiere und die Krebsforschung für Mensch und Tier im Sinne einer vergleichenden Onkologie vorangetrieben. Denn vor allem bei Krebserkrankungen zeigt sich die biologische Ähnlichkeit zwischen Menschen und Haustieren. „Während in der Humanmedizin die Krebsforschung und Krebstherapie ein weit entwickeltes Gebiet ist, hat die onkologische Behandlung bei Haustieren einen starken Nachholbedarf. Dabei können viele Therapien, die in der Humanmedizin entwickelt wurden, auch für Haustiere eingesetzt werden“, erklärt Dr. Willmann abschließend.

Im Bild: VUW-Rektor Wolf-Dietrich v. Fircks, Dr. Michael Kreiner (Präsident des Österreichischen Kynologenverbandes), Univ. Prof. Dr. Erika Jensen-Jarolim (Präsidentin des Vereins und Leiterin des Instituts für Pathophysiologie der Medizinischen Universität Wien), Univ. Prof. Johann Thalhammer (Leiter der VUW-Klinik für Kleintiere ), Dr. Michael Willmann (VUW-Klink für Kleintiere, Vizepräsident des Vereins) 

 

am )

Kategorie: Forschung, Startseite