Eine Idee feiert Geburtstag – Jubiläum an der Medizinischen Biochemie

Hyäne (Quelle: G. Währer)

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Von der Grundlagenforschung zur Anwendung: Der Nachweis von Stresshormon-Abbauprodukten im Kot revolutioniert die Stressmessung. Die Arbeitsgruppe „Stress“, deren Mitglieder sich als kompetente Ansprechpartner in der Stressforschung etabliert haben, ist weltweit führend auf dem Gebiet der nicht-invasiven Steroidhormonmessung.

Die Erfolgsgeschichte nahm 1982 ihren Anfang. Ursprünglich als Nachweismethode für den unerlaubten Anabolikaeinsatz in der Kälbermast geplant, entwickelte sich daraus eine Möglichkeit, abgebaute körpereigene Steroidhormone im Kot nachzuweisen. Was als kleines innovatives Forschungsprojekt begann, erlangte rasch internationale Sichtbarkeit. Vor exakt 15 Jahren spezialisierten sich Ao.Univ.Prof. Dr. Erich Möstl und Ao.Univ.Prof. Dr. Rupert Palme auf die Messung von Stresshormonen, bzw. deren Abbauprodukte im Kot. Der neugegründeten Arbeitsgruppe „Stress“ gelang es dabei weltweit erstmals, ein Testsystem für Stresshormonmetaboliten im Kot zu entwickeln. Das grosse Potential der Methode wurde bald erkannt.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der erfolgreichen Arbeitsgruppe führte zu einer Expansion auf weitere Bereiche der Stressforschung: Die generationsübergreifenden Auswirkungen von maternalem Stress, Hormone des Nebennierenmarks (z.B. Adrenalin) sowie die Charakterisierung von steroidbindenden Transportproteinen beschäftigen die engangierten Nachwuchswissenschaftler Sophie Rettenbacher, Michael Lepschy und Mareike Stöwe. Ihren Grundsätzen Kompetenz, Qualität und Innovation ist die Gruppe dabei treu geblieben. Der langjährige Institutsvorstand und Leiter des Ludwig-Bolzmann-Instituts „Veterinärmedizinische Endokrinologie“ Professor Elmar Bamberg, feiert zudem heuer seinen siebzigsten Geburtstag.

Anlässlich dieser Jubiläen veranstaltet das Institut für Medizinische Biochemie in Zusammenarbeit mit der Internationalen Gesellschaft für Wildtierendokrinologie (ISWE) die Konferenz “Non-invasive Monitoring of Hormones” vom 23. bis 26. September 2012 an der Vetmeduni Vienna.

Zur Website der Konferenz "Non-invasive Monitoring of Hormones" 2

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