Geburtenkontrolle im Zoo: Veterinären gelingt schwierige Flusspferd-Kastration

Die Lage der Hoden variiert stark. Eine Voruntersuchung mit Ultraschall lässt die Lage genau bestimmen. (Illustration: Eva Polsterer/Chris Walzer/Elsevier-Theriogenology)

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Flusspferde vermehren sich in Gefangenschaft bestens. In Zoos kann diese Fortpflanzungslust jedoch zum Platzproblem werden. Um einer Überpopulation vorzubeugen, ist die Kastration der männlichen Tiere prinzipiell eine gute Sache. WissenschafterInnen vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna entwickelten erfolgreich eine Kastrationsmethode für Flusspferde und veröffentlichten ihre Resultate im Fachjournal Theriogenology.

Chris Walzer vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie hat gemeinsam mit KollegInnen aus drei verschiedenen zoologischen Einrichtungen und dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildforschung (IZW) eine neue chirurgische Kastrationsmethode an zehn Flusspferden aus verschiedenen Zoos durchgeführt.

„Für die Hippo-Kastration haben wir eine Methode, die eigentlich für Pferde entwickelt wurde, angepasst. Bei Pferden liegen die Hoden außerhalb des Körpers und sind deshalb problemlos sichtbar. Beim Flusspferd sieht man hingegen gar nichts. Uns sind keine Berichte über die vorherige Verwendung von Ultraschall zur Lokalisierung der Hoden bekannt, aber genau das war essenziell”, erklärt Walzer. „Denn die Hoden sind nicht nur schwer auffindbar, sie können auch während der Operation immer wieder ihre Position verändern.“ 

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