Österreichischer Hygiene-Preis 2014 geht an Forscher der Vetmeduni Vienna

Verleihung des Hygiene-Preises 2014 an Stephan Schmitz-Esser (2. v.l.) vom Institut für Milchhygiene (Foto: © ÖGHMP)

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Der Mikrobiologe Stephan Schmitz-Esser vom Institut für Milchhygiene der Vetmeduni Vienna erhielt vergangene Woche den Österreichischen Hygiene-Preis 2014. Im Rahmen der 34. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP) in Bad Ischl wurde Schmitz-Esser für seine wissenschaftliche Arbeit am Genom von Listerien ausgezeichnet.

Schmitz-Esser ist Gruppenleiter am Institut für Milchhygiene an der Vetmeduni Vienna. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er gemeinsam mit KollegInnen einen wissenschaftlichen Artikel, in dem er der genetischen Anpassungsfähigkeit des Bakteriums Listeria monocytogenes auf den Grund geht.

Anpassungsfähige Listerien erforscht

Listerien finden sich häufig in Produktionsstätten für Fleisch- und Milchprodukte und müssen rigoros mit Desinfektionsmitteln bekämpft werden. Warum Listerien häufig Resistenzen gegen herkömmliche Desinfektionsmittel entwickeln, wies Schmitz-Esser in seiner Arbeit nach. Listerien besitzen einen sprunghaften genetischen Mechanismus in Form von sogenannten Transposons, der ihnen rasche Anpassung an äußere Umstände erlaubt (siehe dazu: Zur Presseinformation  2"L 2istig und lästig - Listerien werden häufig resistent gegen Desinfektionsmittel" vom 29.10.2013).

Preis für exzellente Forschung auf dem Gebiet der Hygiene

Für seine Forschungsarbeit erhielt Schmitz-Esser nun die mit 4.400 Euro dotierte Auszeichnung. Der von Diversey Austria Trading GmbH gestiftete Preis wird jedes Jahr von der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP) verliehen. Dabei werden exzellente Forschungsarbeiten aus den Bereichen Wasser-, Lebensmittel-, Umwelt-, Veterinär-, Krankenhaus- und Körperhygiene oder der Hygiene im Haushalt, am Arbeitsplatz oder bei Freizeitaktivitäten ausgezeichnet.

Schmitz-Esser wurde in Lörrach, Deutschland, geboren, studierte Biologie an der Technischen Universität München und forschte an der Universität Wien und Universität von Arizona in den USA. Seit 2010 ist er Gruppenleiter am Institut für Milchhygiene an der Vetmeduni Vienna. Der Mikrobiologe leitet verschiedene Forschungsprojekte in denen er sich unter anderem mit den genetischen Grundlagen  der Persistenz von Listerien im Betriebsumfeld beschäftigt.

Der Artikel „Tn6188 - A Novel Transposon in Listeria monocytogenes Responsible for Tolerance to Benzalkonium Chloride” von Anneliese Müller, Kathrin Rychli, Meryem Muhterem-Uyar, Andreas Zaiser, Beatrix Stessl, Caitriona M. Guinane, Paul D. Cotter, Martin Wagner und Stephan Schmitz-Esser wurde im Journal Plos One veröffentlicht.

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Kategorie: Forschung, Startseite, Stipendien & Preise

 

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