Umweltmeteorologe der Vetmeduni Vienna neu in der ÖAW-Kommission Klima und Luftqualität

Umweltmeteorologe Günther Schauberger (Foto: Michael Bernkopf/Vetmeduni Vienna)

 1

Landluft ist nicht immer wohlriechend. Zum Beispiel dann nicht, wenn sie durch Emissionen aus der Tierhaltung belastet ist. Welche Geruchsimmissionen zumutbar sind, ist eine von vielen Fragen, die die Arbeitsgruppe Geruch der Kommission für Klima und Luftqualität der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bearbeitet. Geleitet wird sie von Günther Schauberger von der Abteilung für Physiologie und Biophysik der Vetmeduni Vienna.

Der Umweltmeteorologe Günther Schauberger beschäftigt sich bereits seine ganze Forschungskarriere lang mit dem Thema der Geruchsemmissionen. Dazu gehören Gerüche aus der Landwirtschaft (z.B. Nutztierhaltung), aus dem Gewerbe (z.B. Biogasanlagen) oder aus dem öffentlichen Sektor (z.B. kommunale Kläranlagen). Schauberger leitet die Arbeitsgruppe Geruch, in der auch ExpertInnen der Umweltmedizin und -hygiene, der analytischen Chemie, der Meteorologie sowie EmissionsforscherInnen vertreten sind. Als Teil der Kommission Klima und Luftqualität erarbeitet die Gruppe wissenschaftliche Stellungnahmen für gesetzliche Bestimmungen zu Geruchsemissionen.

Schauberger untersuchte bereits in der Vergangenheit anhand von Emissionsmodellen, wie sich Haltungsbedingungen und das Wettergeschehen auf die Geruchsemissionen von  Schweinemastbetrieben auswirken. Kombiniert mit Daten über die vorherrschenden Windrichtungen und die Windgeschwindigkeit im Umfeld eines solchen Betriebes, lassen sich die Häufigkeit und Intensität der Geruchsbelastung für AnrainerInnen abschätzen. Damit ist es möglich, notwendige Schutzabstände zwischen Geruchsquellen und der Wohnbevölkerung festzulegen, um einen weitreichenden Schutz vor Geruchsbelästigungen zu gewährleisten.

am )

Kategorie: Forschung, Kooperationen, Startseite

 

Acrobat Reader zum Anzeigen von PDF Dokumenten hier kostenlos downloaden 6