Internationale Konferenz zur Molekularbiologie und Evolution in Wien

Der Zeremoniensaal der Wiener Hofburg war eine Woche lang Zentrum der evolutionsbiologischen Forschung. (Foto: Julia Hosp/Vetmeduni Vienna)

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Forschende aus aller Welt trafen sich in Wien, um neue Ergebnisse und Ideen zu diskutieren. (Foto: Julia Hosp/Vetmeduni Vienna)

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Das jährliche Treffen der Society for Molecular Biology and Evolution (SMBE) fand dieses Jahr erstmals in der Wiener Hofburg statt. Im royalen Ambiente trafen sich vom 12. bis 16. Juli an die 1500 ForscherInnen aus 44 Ländern. Das Institut für Populationsgenetik der Vetmeduni Vienna veranstaltete die internationale Tagung, an der annähernd 1500 Forschende teilnahmen.

Das Meeting der Society for Molecular Biology and Evolution (SMBE) fand zum 16. Mal statt. Gäste aus dem In- und Ausland fanden den Weg nach Wien, um ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren und neue Ideen zu diskutieren. Christian Schlötterer, Leiter des Institutes für Populationsgenetik der Vetmeduni Vienna, organisierte mit seinen MitarbeiterInnen die Konferenz, an der Gäste aus 44 Ländern teilnahmen. „Die SMBE 2015 war bislang die meistbesuchte SMBE-Konferenz überhaupt. Insgesamt fanden in der Hofburg vier Plenar-Sitzungen, 29 Symposien und 343 Vorträge statt. Zudem wurden 750 wissenschaftliche Poster im Rahmen der Tagung ausgestellt. Auch in den sozialen Medien war die Konferenz ein voller Erfolg“, so Schlötterer.

Auf genetische Zeitreise gehen

Ein besonders aktuelles Thema des Kongresses war die sogenannte „ancient DNA“. WissenschafterInnen gelingt es mittlerweile, DNA aus Urzeiten wie beispielsweise dem Neanderthaler oder aus Mikroben aus dem Permafrost zu analysieren und so eine genetische  Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen. So konnte beispielsweise die Geschichte der Tuberkulose neu aufgearbeitet werden.

Die Evolution der Genexpression war ein weiteres Highlight der fünftägigen Konferenz. Wie sich Organismen an ihre Umwelt anpassen und welche genetischen Mechanismen dahinter stecken, war ein weiteres Thema.

Außerdem präsentierten Forschende evolutionstheoretische Modelle zu evolutionären Prozessen bei Krankheiten wie Krebs und neueste Erkenntnisse über die Prozesse der Artbildung.

“Die Kombination aus hochaktueller Forschung im vornehmen Ambiente der Hofburg machte die SMBE 2015 zu einem unvergesslichen Erlebnis für uns alle“, betont Schlötterer.

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