Feierliche Eröffnung der Forschungsplattform BiMM in Tulln

Im Gerätepark der neuen Forschungsplattform befindet sich auch dieser Pipettierroboter. Wirkstoffe können damit im Hochdurchsatz gescreent werden. (Im Bild Christoph Zutz vom Institut für Milchhygiene der Vetmeduni Vienna, Foto: ecoplus)

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Vetmeduni Vienna und BOKU Wien eröffnen die gemeinsame Core Facility „Bioactive Microbial Metabolites“, kurz BiMM, am Forschungsstandort Tulln in Niederösterreich. Dort sollen neue bioaktive Substanzen aus Bakterien, Pilzen, Algen und anderen Organismen erforscht werden.

Nach mehr als zweijähriger Vorbereitungs- und Planungszeit wurde gestern (18. November 2015) eine neue Forschungsplattform am Universitäts- und Forschungszentrum Tulln eröffnet. WissenschafterInnen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Universität für Bodenkultur Wien arbeiten in dieser neuen Core Facility daran, neuartige bioaktive Substanzen zu finden und zu charakterisieren. Die Eröffnung feierte das Team von BiMM gemeinsam mit Rektorin Sonja Hammerschmid (Vetmeduni Vienna), Rektor Martin Gerzabek (BOKU Wien) und hohen VertreterInnen aus der Politik, darunter Landeshauptmann Erwin Pröll und Sektionschef im Wissenschaftsministerium Elmar Pichl, sowie mit zahlreichen Gästen aus Forschung und Wirtschaft.

Screeing in Hochgeschwindigkeit

Die Anwendungsmöglichkeiten für bisher unbekannte Wirkstoffe aus Bakterien, Pilzen, Algen und Suspensionskulturen anderer Organismen sind umfassend und in der Agrar- und Biotechnologie sehr gefragt. Mögliche Anwendungen sind Antibiotika, medizinische Wirkstoffe, Biokatalysatoren oder Substanzen, die als Pflanzenschutzmittel und in der Umweltbiotechnologie eingesetzt werden können. Die neue Forschungsplattform ist auch mit einer sogenannten Drugscreening Pipeline ausgestattet. Mit (teil-) automatisierten Roboter-Systemen können bioaktive Substanzen rasch durchsucht, gereinigt und mögliche Wirkstoffe identifiziert werden.

Erfolgreicher Standort Tulln

In Tulln errichteten drei Wiener Universitäten (Vetmeduni Vienna, BOKU und TU Wien) bereits 1994 mit dem Interuniversitären Department für Agrarbiotechnologie (IFA Tulln) einen wichtigen Wissenschaftspol in Niederösterreich. Seither hat sich der Standort mit Schwerpunkt auf interdisziplinäre Forschung zur Sicherung der Lebensqualität und zur schonenden Nutzung von biologischen Ressourcen auch international etabliert. Die Schaffung der neuen Forschungsplattform, inklusive Infrastruktur und Know-how des wissenschaftlichen Personals, konnte dank der Finanzierung des Wissenschaftsministeriums (Hochschulraumstrukturmittel) sowie des Landes Niederösterreich bewerkstelligt werden.

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