Tipp der Tierärztin: Hundeflohmittel können für Katzen lebensbedrohlich sein

Bei Katzen sollten nur spezielle Floh- bzw. Zeckenmittel verwendet werden. Präparate für Hunde können für diese lebensbedrohlich sein. (Foto: © Felizitas Steindl/Vetmeduni Vienna)

Bei Katzen sollten nur spezielle Floh- bzw. Zeckenmittel verwendet werden. Präparte für Hunde können für diese lebensbedrohlich sein. (Foto: © Felizitas Steindl/Vetmeduni Vienna) 1

Spot-ons für Hunde, also Ampullen mit Floh- beziehungsweise Zeckenmitteln, die auf das Fell des Tieres aufgetropft werden, können für Katzen lebensbedrohlich sein. Katzen bauen das in vielen Hundeprodukten enthaltene Insektizid Permethrin nicht ab. Es führt bei ihnen zu epilepsieähnlichen Krämpfen, Zittern, starkem Speichelfluss, Atemnot, Erbrechen, Durchfall sowie Fieber beziehungsweise Untertemperatur.

„Bitte immer spezielle Floh- und Zeckenmittel für Katzen verwenden und genau darauf achten, das richtige Produkt beim richtigen Tier aufzutragen", legt Hanna Plickert, Tierärztin an der Intensivstation der Universitätsklinik für Kleintiere der Vetmeduni Vienna, allen KatzenhalterInnen ans Herz.

Sollte die Katze nach einer unsachgemäßen Flohbehandlung diese Symptome zeigen, sollte sofort die Tierärztin oder der Tierarzt verständigt werden. „Es bedarf einer sofortigen Dekontamination und, in Abhängigkeit der Symptome, einer mehrtägigen intensivmedizinischen Betreuung des Tieres", so Plickert. Neben der Gefahr seinen geliebten Stubentiger zu verlieren, stellt diese erforderliche Therapie auch eine finanzielle Belastung für die Katzenhalterin oder den Katzenhalter dar.

Vorsicht ist auch geboten, wenn Hund und Katze im gemeinsamen Haushalt leben. Hier kann durch gegenseitige Fellpflege die Katze in den Kontakt des Hundeinsektizids kommen. Permethrin- oder deltamethrin-haltige Produkte, wie auch Flohhalsbänder für Hunde, sollten dann nicht verwendet werden.

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