Österreichs Assistenzhunde sind top ausgebildete Helfer für Menschen mit Behinderung

Die Prüfungszertifikate wurden von Sozialminister Stöger und Vizerektor Doblhoff-Dier an die erfolgreichen Temas überreicht. (Foto: Ernst Hammerschmid)

Zertifikate 1

Seit 2015 garantiert eine verpflichtende Prüfung, dass die vierbeinigen Helfer den hohen Ansprüchen gerecht werden. Österreich nimmt bei der Umsetzung der entsprechenden Gesetzesnovelle damit eine europäische Vorreiterrolle ein. Die vom Sozialministerium beauftragte Prüfstelle am Messerli Forschungsinstitut der Vetmeduni Vienna vergab heute gemeinsam mit Sozialminister Alois Stöger und Vizerektor Otto Doblhoff-Dier die Zertifikate an 20 erfolgreiche Teams aus Mensch und Hund.

Eine fundierte Ausbildung ist nicht nur für Menschen wichtig, sondern auch für Assistenzhunde. Sie haben die große Aufgabe Menschen mit Behinderungen im Alltag verlässlich zur Seite zu stehen. In Österreich gibt es daher seit 2015 eine verpflichtende Prüfung für HalterInnen von Assistenzhunden. Sie ist Voraussetzung für den Eintrag in den Behindertenpass, Grundlage für Fördergeber  und das offizielle Logo Assistenzhund.

Sozialminister Alois Stöger hat heute mit dem Vizerektor der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Otto Doblhoff-Dier, 20 neuen, erfolgreichen HalterInnen von Assistenzhunden seine Glückwünsche ausgesprochen und die Zertifkate verliehen. „Jedes Team hat ganz besondere Aufgaben zu erfüllen. Je nach Einsatzbereich und persönlichen Bedürfnissen sind die trainierten Hilfeleistungen sehr unterschiedlich“, so Stöger in seiner Ansprache bei der Verleihung.

Umsetzung der Gesetzesvorgabe europaweit top

Die professionelle Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben ist richtungsweisend und verschaffte Österreich sogar eine Vorreiterrolle in Europa. „Wir bekommen Anfragen aus vielen Ländern, wie man unsere Konzepte der Beurteilung von Assistenzhunden auch dort effizient umsetzen kann“, sagt Karl Weissenbacher, der Leiter der Prüfstelle des Messerli Forschungsinstitutes der Vetmeduni Vienna. „Die  Ausbildnerinnen und Ausbildner in Österreich können stolz sein, dass sie eine international wahrgenommene Topleistung für die Ausbildung der Assistenzhunde liefern.“

Beurteilung wird auch an wissenschaftlichen Faktoren gemessen

Ein wichtiger Aspekt sind dabei die Auswirkungen der Aufgabe auf den eingesetzten Hund. „Die Mensch-Tier-Beziehung ist sehr vielfältig. Im Mittelpunkt der Vetmeduni Vienna steht die Tiergesundheit und die ist immer im Zusammenhang mit den Bedürfnissen und dem Wohlbefinden  der Tiere zu sehen“, stellt Vizerektor Otto Doblhoff-Dier fest. Die Prüfstelle führt deshalb auch ein zentrales Register aller Assistenz- und Therapiebegleithunde in Österreich. Damit lassen sich Auswirkungen des Langzeiteinsatzes auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Hunde wissenschaftlich untersuchen.

Mehr dazu in der Presseinformation „Österreichs Assistenzhunde sind topausgebildete Helfer für Menschen mit Behinderung“. 2

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