Warum nicht ein „wildes Weihnachtsmahl“ – Wildbret reich an Omega-3 Fettsäuren wie Fisch

Die Alternative für ein gesundes Weihnachstessen? Wildbret, das reich an Omega-3 Fettsäuren ist, deren Verhältnis zu anderen Fettsäuren perfekt für unsere Ernährung passt. (Foto: Georg Mair/Vetmeduni Vienna)

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Ein hoher Gehalt an Omega-3 Fettsäuren gilt als Qualitätsmerkmal gesunder Ernährung. Fleisch von Wildtieren, das Wildbret, steht laut Studien der Vetmeduni Vienna dem Klassenprimus Fisch beinahe um nichts nach. Sogar das noch wichtigere Verhältnis von Omega-3 zu anderen Fettsäuren ist genau ausgewogen für die menschliche Gesundheit. Und, selbst intensives Kochen und Braten verändert das Verhältnis nicht. Ein „wilder“ Braten ist also eine gesunde und ethisch hochwertige Alternative für das kommende festliche Weihnachtsmahl.

Zu Weihnachten wird in Österreich gerne Truthahn, Bratwürstel oder Karpfen nach der Bescherung aufgetischt. Gerade Fische gelten wegen ihres hohen Gehalts an Omega-3 Fettsäuren auch als sehr gesund. ForscherInnen der Vetmeduni Vienna um Teresa Valencak vom Institut für Physiologie, Pathophysiologie und Biophysik zeigten allerdings in verschiedenen Studien, dass Wildbret, also das Fleisch von Reh, Hase und Fasan, im Schnitt genauso reich an diesen gesunden Fetten ist.

Omega-3 ist eine essentielle Fettsäure, weil sie der menschliche Körper nicht selbst produzieren kann und über die Nahrung aufnehmen muss. Sie unterstützen unter anderem den Zellaufbau und gelten als förderlich für das Herz-Kreislaufsystem, das Sehvermögen und die Gedächtnisleistung. In der westlichen Ernährung nehmen wir allerdings viel mehr gesättigte und sogenannte trans-Fettsäuren in unseren Mahlzeiten zu uns. Beide gelten als ungesund und sollten eigentlich nur in geringem Maß aufgenommen werden. Selbst einige mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie die Omega-6 Fette, die Bestandteil vieler Pflanzen sind, können entzündungsfördernd sein. Deswegen sollten sie laut Weltgesundheitsorganisation in einem bestimmten Verhältnis zu Omega-3 aufgenommen werden.

Verhältnis mehrfach ungesättigter Fettsäuren wichtig für Gesundheit

„Gesunde Nahrung zeichnet sich durch ein Verhältnis Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren von 5:1 aus. Das Maximum ist laut WHO zehn zu eins“, erklärt Valencak. Unsere Nahrung, die mittlerweile sehr stark von Fast Food dominiert wird, weist dagegen oft ein Verhältnis von bis zu zwanzig zu eins auf. In Wildbret ist das Verhältnis bei den untersuchten Tierarten genau fünf zu eins oder sogar noch besser (drei zu eins).

 Bei Wild ist allerdings auch der Geschmack ein Kriterium für viele Menschen. Das intensive Geschmackserlebnis behagt nicht jedem. Wild wird jedoch selten im rohen oder halbrohen Zustand gegessen. Da die Zubereitung von Wild daher noch immer lange Kochzeiten vorsieht, zeigten die Forschenden, dass nicht nur der Abbau der gesunden Fettsäuren unter fünf Prozent liegt, sondern sich vor allem das Verhältnis zwischen den Omega-6 und Omega-3 Fetten nicht verändert.

Mehr dazu in der Presseinformation „Warum nicht ein „wildes Weihnachtsmahl“ – Wildbret reich an Omega-3 Fettsäuren wie Fisch“. 2

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