Veterinärmediziner Josef Köfer mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet

Josef Köfer wurde mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Im Bild von links: Ulrich Herzog, Josef Köfer, Pamela Rendi-Wagner (Foto: BKA/Andy Wenzel)

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Im Zuge des zehnten Europäischen Antibiotika Symposiums am 15. November 2017 wurde einem Pionier des öffentlichen Veterinärwesens und Alumnus der Vetmeduni Vienna am Campus eine hochrangige Auszeichnung des Staates Österreich verliehen. Universitätsprofessor, Hofrat Dr. Josef Köfer erhielt von Bundesministerin Pamela Rendi-Wagner das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Das zehnte Jubiläum des Europäischen Antibiotika Symposiums am Campus der Vetmeduni Vienna am 15. November 2017 wurde durch einen besonderen Programmpunkt gekennzeichnet. Der emeritierte Universitätsprofessor und Alumnus der Vetmeduni Vienna, Hofrat Dr. Josef Köfer, wurde im Anschluss der Begrüßung durch Gastgeberin und Rektorin Petra Winter und der Eröffnung durch die Bundesministerin für Gesundheit und Frauen, Pamela Rendi-Wagner, mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich für sein Engagement im Veterinärwesen ausgezeichnet.

Besondere Verdienste im Veterinärwesen und als „Antibiotika-Awareness-Pionier“

Bundesministerin Pamela Rendi-Wagner betonte die Verdienste Josef Köfers vor dem Hintergrund des zehnjährigen Jubiläums der Veranstaltung: „Ich freue mich anlässlich des Antibiotika Symposiums, das sein 10-jähriges Bestehen feiert, Prof. Dr. Josef Köfer das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verleihen zu dürfen. Er ist Wegbereiter vieler Verbesserungen und Innovationen im Öffentlichen Veterinärsektor und war vor 10 Jahren der 'Vater' des Antibiotika Symposiums.“

Rektorin Petra Winter hob die Rolle Köfers für das Veterinärwesen Österreichs und die Veterinärmedizinische Universität Wien hervor: „Professor Köfer verstand es auf vorbildliche Weise, veterinärmedizinische Praxis und Theorie im Bereich Öffentliches Veterinärwesen zu verbinden. Sein strategischer Weitblick und seine Offenheit haben einzigartige Möglichkeiten geschaffen, um die Themen Tierseuchen- und Zoonosenüberwachung, Arzneimitteleinsatz und Antibiotikaresistenzen auf breiter Basis wissenschaftlich zu bearbeiten. Davon profitierte nicht nur unsere Universität, sondern die gesamte Veterinärmedizin.“

Laudator Ulrich Herzog, Leiter der Gruppe des BMGF für VerbraucherInnenschutz und Veterinärwesen, bekräftigte die Leistungen Köfers als Pionier bei der Antibiotikawahrnehmung: „Josef Köfer, der Ziehvater des Antibiotika Awarness Tages in Österreich, wurde für seine Verdienste um das Veterinärwesen in Österreich von Bundesministerin Rendi Wagner ausgezeichnet. Köfer war immer ein Visionär, der zumeist seiner Zeit voraus war. Er war immer fordernd gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aber gleichzeitig ein Förderer derselbigen."

Vom Veterinär zur Gesundheitsbehörde zum Universitätsprofessor

Josef Köfer wurde 1949 im Mürztal geboren und erlangte nach seiner Ausbildung auch seinen Doktortitel im Jahr 1976 an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Von 1994 bis 2003 war er Landesveterinärdirektor der Steiermark. Zusätzlich war er von 1999 bis 2003 Obmann der Österreichischen Qualitätsgeflügelvereinigung. Gleichzeitigen Angeboten der Vetmeduni Vienna und der AGES folgte eine Gastprofessor an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und von 2005 bis 2011 die Funktion des Bereichsleiters Veterinärmedizin der AGES.

2007 initiierte Köfer schließlich die Einrichtung des Instituts für Öffentliches Veterinärwesen der Vetmeduni Vienna, das er bis 2014 leitete, um die österreichweiten Veterinärdienste, das zuständige Bundesministerium, sowie die AGES und die einzige Veterinärmedizinische Universität Österreichs in Wien durch eine wissenschaftliche Plattform bei fachlichen Problemen vernetzen zu können. Seitdem leistet die Einrichtung einen wichtigen Forschungsbeitrag zu öffentlichkeitsrelevanten Themen wie Zoonosen-Kontrolle und Antibiotikaeinsatz und ist ein wichtiger Partner für praktische TierärztInnen und LandwirtInnen hinsichtlich Wissenstransfer und Weiterbildung.

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