Dreifach-Prämierung für Diplomarbeit von Veronika Richter

Die Diplomarbeit von Veronika Richter wurde 2017 mit insgesamt drei Preisen ausgezeichnet. (Foto: Veronika Richter)

Veronika Richter 1

Veronika Richter vom Institut für Öffentliches Veterinärwesen darf sich über drei Preise für ihre Diplomarbeit freuen. Die Fachzeitschrift „The Veterinary Journal“ zeichnete die kumulativ verfasste Arbeit als beste Publikation 2017 aus. Die Tierärztliche Hochschule Hannover verlieh ihr den Konrad-Bögel-Preis 2018 für veterinärmedizinische Epidemiologie und Veterinary Public Health, und auch die Österreichische Buiatrische Gesellschaft prämierte ihre Studie. Die Diplomandin untersuchte den Stand der ökonomischen Bewertung von Produktionsverlusten in der Rinderhaltung durch die Bovine Virusdiarrhoe, sowie die möglichen Auswirkungen und Einflussfaktoren.

Die Fachzeitschrift „The Veterinary Journal“ vergibt jährlich zwei Literaturpreise an die ErstautorInnen von im Journal veröffentlichten, wissenschaftlichen Publikationen. Einer dieser Preise ging 2017 an Veronika Richter vom Institut für Öffentliches Veterinärwesen für ihre Publikation „A systematic worldwide review of the direct monetary losses in cattle due to bovine viral diarrhoea virus infection“. Die prämierte Veröffentlichung war gleichzeitig die kumulative Form ihrer Diplomarbeit, die einen wichtigen Betrag für das Verständnis im Veterinärwesen über die weltweiten Produktionsverluste durch Bovine Virusdiarrhoe (BVD) und deren Einflussfaktoren bedeutet.

Richter konnte mit ihrer Studie vor allem zwei wesentliche Fragestellungen beantworten, nämlich welche Faktoren und inwieweit diese die Höhe der BVD-Produktionsverluste beeinflussen und, ob ein Zusammenhang zwischen der Bewertung von BVD-Produktionsverlusten und der Erstellung von Bekämpfungsprogrammen bestimmt werden kann.

Die Diplomandin konnte in ihrer Arbeit zeigen, dass weltweit insgesamt 15 Länder die Produktionsverluste von BVD monetär bewertet hatten. Die ermittelten Produktionsverluste schwankten dabei zwischen jährlich 0,5 und 687,80 US-Dollar pro Tier und waren im Milchsektor um durchschnittlich 24.90 US-Dollar pro Tier höher als im Fleischsektor. Richter zeigte außerdem auf, dass auch andere Faktoren, wie etwa das Herdenmanagement, die Produktionsverluste beeinflussen können, aber häufig in der ökonomischen Bewertung nicht berücksichtigt werden.

Mit ihrer Studie beeindruckte Richter nun auch die Fachkommission des Fördervereins für angewandte Epidemiologie und Ökologie e.V. der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Sie erhält den Konrad Bögel Nachwuchsförderpreis für veterinärmedizinische Epidemiologie und Veterinary Public Health 2018. Die Auszeichnung ist mit 2.000 Euro dotiert, die offizielle Verleihung findet im Rahmen eines Veterinary Public Health-Seminares im Februar 2018 statt.

Die dritte Prämierung war der mit 500 Euro dotierte zweite Platz bei den Preisen der Österreichischen Buiatrischen Gesellschaft für herausragende Diplomarbeiten auf dem Gebiet der Wiederkäuermedizin.

Betreut wurde die Arbeit von Beate Pinior, der Arbeitsgruppenleiterin für Ökonometrie im Tiergesundheitswesen des Instituts für Öffentliches Veterinärwesen.

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