GewinnerInnen der Preise der Gesellschaft der Freunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Natascha Schwarz, Gewinnerin des Heimtierpreises 2017. Foto © Privat

Natascha Schwarz, Gewinnerin des Heimtierpreises 2017. 1

Elsayed Mickdam, Gewinner des Nutztierpreises 2017. Foto © Privat

Elsayed Mickdam, Gewinner des Nutztierpreises 2017. 2

Für seine Leistungen als Nachwuchsforscher wird Dieter Liebhart mit dem Armin Tschermak von Seysenegg-Preis 2017 ausgezeichnet. Foto © Michael Bernkopf/Vetmeduni Vienna

Für seine Leistungen als Nachwuchsforscher wird Dieter Liebhart mit dem Armin Tschermak von Seysenegg-Preis 2017 ausgezeichnet. 3

Jährlich vergibt die Gesellschaft der Freunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien den Heimtierpreis und Nutztierpreis für hervorragende Dissertationen im Bereich Heim- bzw. Nutztiere, sowie den Armin Tschermak von Seysenegg-Preis für außerordentliche Leistungen von NachwuchsforscherInnen.

Heimtierpreis 2017 geht an Natascha Schwarz

Natascha Schwarz wird für ihre Dissertation „Evaluierung der dynamischen Kraft- und Druckverteilung innerhalb der Pfote von gesunden Hunden während des Ganzzyklus“ mit dem Heimtierpreis der Gesellschaft der Freunde der Vetmeduni Vienna geehrt. Die in Niederösterreich lebende Wienerin absolvierte ihr Diplomstudium Veterinärmedizin in Mindeststudiendauer und schloss im April 2017 ihr Doktoratsstudium erfolgreich ab. Ihre Arbeit wurde von Erstgutachterin Barbara Bockstahler mit „sehr gut“ bewertet.
Mittels einer Druckmessplatte untersuchte Schwarz die Kraftverteilung innerhalb der Pfoten gesunder Hunde. Sie konnte darstellen, welche Bereiche der Pfoten höheren Belastungen ausgesetzt sind als andere. Diese Erkenntnisse vermitteln neues Wissen zur Biomechanik des Hundes sowie zum Verständnis des normalen Gangbildes und dienen als wichtige Grundlage zur weiteren Forschungsarbeit. Die zunehmende Anzahl von orthopädischen Erkrankungen bei Hunden erfordert ein immer besseres Verständnis der zu Grunde liegenden Mechanismen und eine ständige Weiterentwicklung der therapeutischen Maßnahmen. Wir gratulieren Natascha Schwarz ganz herzlich!

Elsayed Mickdam gewinnt Nutztierpreis 2017

Für seine Dissertation „Die Verwendung von pflanzlichen Alkaloiden und Verarbeitung von Getreide als Modulatoren der Pansenmikrobiota, -Fermentation und -Gesundheit beim Rind“ wird Elsayed Mickdam mit dem Nutztierpreis der Gesellschaft der Freunde der Vetmeduni Vienna ausgezeichnet. Wir gratulieren Elsayed Mickdam ganz herzlich! Mickdam ist gebürtiger Ägypter und hat sein Bachelor- und Masterstudium der Veterinärmedizin an der South Valley University, Qena, Ägypten, absolviert. Im Jahr 2014 kam er für sein Doktoratsstudium an die Vetmeduni Vienna und schloss sein Studium im Jänner 2017 erfolgreich ab. In seiner Dissertation beschäftigte sich Mickdam einerseits mit der Entwicklung einer in vitro-Methode zur Untersuchung der Aktivität von phytogenen Zusatzstoffen beim Rind. Andererseits gelang ihm durch den Einsatz neuartiger Verarbeitungsmethoden die Phosphorverdaulichkeit von Futtermitteln beim Rind zu verbessern. Die Ergebnisse seiner Forschung wurden in renommierten Fachzeitschriften wie „Anaerobe“ und „Animal Feed Science and Technology“ veröffentlicht. Die Dissertation wurde von Erstbegutachter Qendrim Zebeli mit „sehr gut“ bewertet.

Dieter Liebhart erhält Armin Tschermak von Seysenegg-Preis 2017

Dieter Liebhart wird für seine in der Fachzeitschrift Vaccine veröffentlichte Publikation „Vaccination against histomoniasis limits pronounced changes of B cells and T-cell subsets in turkeys and chickens“ und damit stellvertretend für seine Leistungen als Nachwuchsforscher mit dem Armin Tschermak von Seysenegg-Preis 2017 ausgezeichnet. Vorgeschlagen wurde Liebhart von Michael Hess, Leiter des Departments für Nutztiere und öffentliches Gesundheitswesen, der der Erforschung des Parasiten Histomonas meleagridis hinsichtlich einer Impftherapie große Bedeutung beimisst. Im Kontext des Verbotes sämtlicher pharmazeutischer Produkte für die Tierarten Huhn und Pute kann eine Impfung als mögliche Prophylaxe angesehen werden. Liebhart hat zur Erarbeitung einer spezifischen Impfstrategie erfolgreich ein FWF-Projekt eingeworben und von 2012 bis 2016 durchgeführt.
Der Preisträger hat sein Studium der Veterinärmedizin 1996 in Wien begonnen und im Jahr 2007 an der Abteilung für Geflügelmedizin erfolgreich promoviert. Im Anschluss war er als Postdoc, seit 2015 ist er als Assistenzprofessor tätig. Im Jahr 2015 hielt er anlässlich des Weltkongresses der World Veterinary Poultry Association (WVPA) die renommierte Avian Pathology lecture.

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