Peter Swetly zum Ehrensenator der Vetmeduni Vienna ernannt

Peter Swetly, dem ehemaligen Vizerektor für Forschung und internationale Beziehungen und Universitätsrat, wurde am 5. Oktober 2018 die Ehrensenatorenschaft der Vetmeduni Vienna verliehen. (© Ernst Hammerschmid/Vetmeduni Vienna)

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Im Rahmen der akademischen Feier am Freitag, 5. Oktober 2018, verlieh der Senat der Veterinärmedizinischen Universität Wien den Titel des Ehrensenators an Universitätsprofessor, Doktor Peter Swetly. Die Vetmeduni Vienna würdigte damit die langjährigen Verdienste und das Engagement des ehemaligen Vizerektors für Forschung und internationale Beziehungen und Universitätsrats. In Swetlys Amtszeit wurde das Forschungsprofil durch Einführung von Profillinien nachhaltig geschärft, ein erstes erfolgreiches Doktoratskolleg gegründet und die ersten langfristigen Industriekooperationen sowie extern geförderten Großforschungsbereiche am Campus verankert. Als Mitbegründer des Institute of Molecular Pathology (IMP) trug er zudem wesentlich zur Stärkung und internationalen Sichtbarkeit des Forschungsstandortes Wien bei.

Der Titel des Ehrensenators wird vom Senat der Vetmeduni Vienna nur an jene Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderem Ausmaß um die Universität und die Förderung ihrer wissenschaftlichen Aufgaben verdient gemacht haben. Mit Peter Swetly wurde hinlänglich der vielen Innovationen und forschungsfördernden Maßnahmen in seiner Zeit als Vizerektor und seiner Unterstützung als ehemaliger Universitätsrat einem überaus verdienten Mitglied und Förderer der Veterinärmedizinischen Universität Wien diese Ehrung zuteil. Im Rahmen der akademischen Feier am Freitag, 5. Oktober 2018, wurde Universitätsprofessor, Doktor Swetly nun offiziell zum Ehrensenator der Veterinärmedizinischen Universität Wien ernannt.

In ihrer Laudatio hob die ehemalige Senatsvorsitzende und Leiterin des Instituts für Parasitologie, Professorin, Doktor Anja Joachim, nicht nur seine Umsicht und sein Vordenken im Hinblick auf notwendig gewordene Veränderungen der Forschungsstruktur und –infrastruktur, sondern auch seine Geduld und Übersicht bei der Umsetzung der neuen Strategien und später als Universitätsrat seinen Wert als Ratgeber und tatkräftiger Unterstützer des Forschungsalltags der Vetmeduni Vienna hervor. Der neue Universitätsratsvoristzende, Professor, Doktor Khinast, betonte ebenso den Wert von Peter Swetly für den Forschungsprogress in Wien und Österreich, nicht zuletzt durch die Gründung des Forschungsstandortes Vienna Biocenter. Die Würdigung, zu der der gesamte Universitätsrat herzlich gratuliere, gehe somit an eine immens wertvolle Forschungs- und Führungspersönlichkeit, deren Visionen und Strategien auch vom jetzigen Rektorat aufgegriffen und positiv weiterentwickelt werden.

Profilschärfung und Etablierung neuer Förderschienen speziell auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Als Vizerektor für Forschung und internationale Beziehung gelang es Swetly die Forschungstätigkeit am Campus durch die Schaffung von Profillinien präziser und übersichtlicher zu gestalten. Damit konnte auch im Sinne der zuständigen Ministerien eine nachhaltige Schärfung des Forschungsprofils erzielt werden. Mit der Gründung eines eigenen Doktoratskollegs stärkte er außerdem die postgraduale Ausbildung, eine Strategie, die durch folgende Ausbildungsprogramme bestätigt wurde.

Ebenfalls unter Swetlys Amtszeit gelang es die ersten langfristigen Industriekooperationen mit einem Christian-Doppler-Labor und Kompetenz (K)-Zentrum an die Vetmeduni Vienna zu holen. Zusätzlich zu diesen industriell gestützten Programmen konnten über nationale Förderschienen zudem erstmalig externe Großforschungsbereiche, wie die vom österreichischen Wissenschaftsfond ausgerufenen FWF-Doktoratskollegs (DK) oder FWF-Sonderforschungsbereiche (SFB), am Campus verankert werden. Mit der Integrierung der Vetmeduni Vienna in das GEN-AU-Programm des FFG wurde außerdem die internationale Vernetzung vorangetrieben.

Campus-intern setzte Swetly mit der Bonifizierung von Drittmitteleinwerbungen und Projekt-Startup-Finanzierungen ebenfalls forschungsfördernde Maßnahmen und ein Zeichen speziell auch für JungforscherInnen. Darüberhinaus gelang ihm mit der Etablierung der Technologieplattform VetCore, vormals VetOmics, eine Stärkung der campuseigenen Forschungsinfrastruktur. Auf nationaler Ebene sticht besonders sein Engagement als Mitbegründer des Institute of Molecular Pathology (IMP) heraus, das wesentlich zur internationalen Sichtbarkeit des Forschungsstandortes Wien beiträgt.

Von der Privatwirtschaft an die Vetmeduni Vienna

Bevor Peter Swetly als Vizerektor und Universitätsrat die Geschicke der Vetmeduni Vienna nachhaltig unterstützen konnte, studierte der gebürtige Wiener Chemie und Physik in seiner Heimatstadt. Nach zwei Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biochemie der Universität Wien, war Swetly Post Doctoral sowie WHO Fellow am Wistar Institute for Anatomy and Biology der University of Pennsylvania in Philadelphia, USA, sowie Laborleiter am Ernst-Boehringer-Institut in Wien. Der Habilitation an der Medizinischen Universität Wien folgte seine Tätigkeit als Leiter der Abteilung Gentechnologie am Ernst-Boehringer-Institut und mit der Position des Fachleiters für Biotechnologie und Immunologie und parallel der Schritt in Richtung Privatwirtschaft zum Pharmazeutischen Großunternehmen Boehringer Ingelheim International. Diesem stand er auf nationaler und internationaler Ebene bis 2003 zuerst als Direktor des Bereichs Forschung und Entwicklung der Bender + Co GmbH (ab 1999 Boehringer Ingelheim Austria) und als Konsulent für Boehringer Ingelheim International zur Verfügung. Davor wurde Swetly 1986 zum außerordentlichen Universitätsprofessor an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien ernannt.

2004 erfolgte schließlich die Berufung als Vizerektor für Forschung und internationale Beziehungen an die Vetmeduni Vienna. Nach seinem Rücktritt 2011 engagierte sich Peter Swetly ab 2013 bis 2018 noch einmal als Universitätsrat tatkräftig für die Veterinärmedizinische Universität Wien. Für sein Engagement um den Forschungsstandort Österreich sowie um die Nachwuchsförderung wurde der nunmehrige Ehrensenator unserer Fakultät mit dem österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse ausgezeichnet.

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