Gottfried Brem mit Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis für Naturwissenschaften und Medizin ausgezeichnet

Gottfried Brem wurde mit dem Kardinal-Innitzer Würdigungspreis für Naturwissenschaften/Medizin 2018 ausgezeichnet. (Foto: Vetmeduni Vienna)

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Bei der diesjährigen Vergabe der renommierten Kardinal-Innitzer-Preise an herausragende österreichische WissenschafterInnen wurde Universitätsprofessor Gottfried Brem vom Institut für Tierzucht und Genetik der Vetmeduni Vienna, mit dem Würdigungspreis der Kategorie Naturwissenschaften/Medizin ausgezeichnet. Die Verleihung durch Kardinal Christoph Schönborn fand am 17. November 2018 im Rahmen eines Festaktes im Wiener Erzbischöflichen Palais statt.

Benannt nach dem Wiener Erzbischof Kardinal Theodor Innitzer (1875-1955) ehrt der renommierte Kardinal-Innitzer-Preis außerordentliche wissenschaftliche Leistungen und Verdienste in Österreich. Neben dem Hauptpreis für das Lebenswerk werden jährlich drei große Würdigungspreise verliehen. In der Kategorie Naturwissenschaften erhielt heuer Professor Gottfried Brem vom Institut für Tierzucht und Genetik eine der begehrten Auszeichnungen für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit.

Der angesehene Wissenschafter studierte Veterinärmedizin, Agrarwissenschaften und Betriebswirtschaft, promovierte in der Tierzucht und habilitierte 1985 für das Fach Tierzucht und Haustiergenetik. Er erhielt Rufe auf Lehrstühle in Kiel, München, Hannover und Wien. Von 1987 bis 1993 war er Ordinarius für molekulare Tierzucht an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. 1993 wurde er als Ordinarius für Tierzucht und Gentechnik an die Veterinärmedizinische Universität Wien berufen.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit gründete Brem die Xenogenetik Ges.mbH und Agrobiogen GmbH. Derzeit stellt der weltweit angesehene Wissenschafter seine umfassende Expertise der Vetmeduni Vienna als Leiter der Abteilung für Reproduktionsbiologie am Institut für Tierzucht und Genetik zur Verfügung. Brem leitete darüber hinaus das Ludwig-Boltzmann-Institut für immuno-, zyto- und molekulargenetische Forschung und ist Mitglied im Akademierat der Österreichischen Akademien der Wissenschaften. Während seiner Laufbahn erhielt er unter anderem drei Ehrendoktorwürden sowie den Walter-Frei-Preis.

Brem ist Spezialist für Reproduktionsbiologie, Molekulargenetik, Klonierung und Gentransfer und forscht an den Schnittstellen zwischen Veterinärmedizin, Biotechnologie und Landwirtschaft. Er befasst sich mit innovativen Reproduktionstechniken und deren Integration in Zuchtprogramme wie zum Beispiel dem Aufbau von Genom- und Gendatenbanken zum Erhalt der genetischen Vielfalt bei Nutztieren. Im Zusammenhang mit Nutztierembryonen widmet er sich unter anderem der in vitro-Produktion von Rinderembryonen und deren Teilung. Zudem entwickelt er neue Strategien zur Leistungsüberprüfung und Zucht.

Ein „Who is who“ der wissenschaftlichen Disziplinen

1962 ins Leben gerufen, wird der renommierte Kardinal-Innitzer-Preis von der Erzdiözese Wien verliehen und findet Unterstützung unter anderem durch das Wissenschaftsministeriums, die Wirtschaftskammer sowie Banken und Versicherungen.

Neben Gottfried Brem wurde heuer der Chemiker Peter Schuster mit dem Großen Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Weitere Würdigungspreisträger sind die Juristin Christiane Wendehorst sowie der renommierte Journalist und Buchautor Gerhard Jelinek.

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