Vetmeduni Vienna, Land Kärnten und Nationalpark Hohe Tauern blicken auf die erfolgreichen, 1. Mallnitzer Tage zurück

Walter Arnold (Vetmeduni Vienna), Günther Novak (Bürgermeister Mallnitz), Barbara Ladstätter (Abt. Bildung, Land Kärnten), Klaus Eisank (Nationalpark Hohe Tauern) und Landesrätin Sara Schaar (v.l.n.r.) bei den 1. Mallnitzer Tagen. Foto © Peter Schober

Walter Arnold (Vetmeduni Vienna), Günther Novak (Bürgermeister Mallnitz), Barbara Ladstätter (Abt. Bildung, Land Kärnten), Klaus Eisank (Nationalpark Hohe Tauern) und Landesrätin Sara Schaar (v.l.n.r.) bei den 1. Mallnitzer Tagen. Foto © Peter Schober 1

Bereits im Februar 2019 haben das Land Kärnten und die Veterinärmedizinische Universität Wien in einem Letter of Intent ein nachhaltiges Konzept zur Weiterentwicklung und zum Ausbau der universitären Infrastruktur in Kärnten vorgestellt. Nun trug die Kooperation bereits erste Früchte – in Form der 1. Mallnitzer Tage, welche von 17. – 18. Oktober 2019 im Besucherzentrum Mallnitz stattfanden.

„Mit der Grundsteinlegung durch Herrn Bildungsreferenten Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser und Frau Rektorin Dr.in Petra Winter wurde die intensive Zusammenarbeit zwischen dem Land Kärnten und der Veterinärmedizinischen Universität besiegelt. Als Nationalparkreferentin freut es mich, dass der Nationalpark Hohe Tauern als ältester österreichischer Nationalpark mit dem Schwerpunkt auf Forschung und Lehre im Bereich Wildtierkunde als Kooperationspartner mit dabei ist und so Synergien geschaffen werden“, so Landesrätin Sara Schaar.

„Die Vetmeduni Vienna ist die einzige veterinärmedizinische Universität in Österreich und übernimmt daher ihre Verantwortung für die tierärztliche Versorgung der gesamten Republik. Mit unserer Regionalisierungsinitiative ‚VetRegioVetmedAustria‘ bringen wir unsere Universität einmal mehr in die Bundesländer und schaffen dadurch wichtige Synergien für Wissenschaft und Gesellschaft“, betont Rektorin Petra Winter die Bedeutung der Kooperation mit Kärnten 2.

Der Nationalpark Hohe Tauern bietet für die Vetmeduni Vienna ideale Voraussetzungen für die Forschung und Lehre im Bereich Wildtierkunde. Aus diesem Grund lag auch der Fokus der 1. Mallnitzer Tage auf den Themen Wildtierökologie und –management.

Namhafte Experten der Vetmeduni Vienna vermittelten den Anwesenden im Rahmen zahlreicher Workshops umfangreiches Fachwissen von A wie Altersbestimmung beim Rotwild bis Z wie Zukunft des Gamswildes in den Ostalpen.

Neben Walter Arnold, Leonida Fusani und Christoph Beiglböck von der Veterinärmedizinischen Universität Wien berichtete auch Friederike Range über ihre interessante Forschungstätigkeit am Wolf Science Center in Ernstbrunn (NÖ). Welche Fähigkeiten und Verhaltensmuster des Hundes der Genetik, also dem Wolf, geschuldet sind und welche der Domestikation, brachte die Anwesenden zum Staunen, genauso wie die Tatsache, dass Wölfe wesentlich toleranter miteinander umgehen als man gemeinhin annehmen würde.

Zusätzlich kamen auch die Kinder der 4b VS Klasse aus Obervellach im Zuge des „Wolfworkshops“ voll auf ihre Kosten. Können Hunde auch mit anderen Hunden zusammen Probleme lösen? Unterscheiden sich Wölfe von Hunden, in der Art und Weise wie sie mit Menschen kooperieren? Diese und viele weitere Fragen wurden im Rahmen des Workshops eindrucksvoll beantwortet.

Die Kooperation mit der Vetmeduni Vienna ist von großer Bedeutung für den Bildungsstandort Kärnten, der damit weiter ausgebaut wird und an Attraktivität gewinnt. Mit besonderem Augenmerk auf die Bereiche Pferdewirtschaft und –medizin, Wildtierkunde und Wildtier-Mensch-Beziehung möchte die Veterinärmedizinische Universität Wien dazu beitragen, gemeinsam mit dem Land Kärnten, das oberste Ziel, die Gewährleistung von flächendeckender Tiergesundheit auf Basis einer durch Wissenstransfer und Aufklärung erfolgten Sensibilisierung der Öffentlichkeit, vor allem für die Bedeutung der Nutztiermedizin, zu erreichen. Denn gut betreute und gesunde Nutztiere bedeuten in weiterer Folge auch einen gesundheitlichen Mehrwert für die Menschen.

Weiters sollen durch die Kooperation auch grenzüberschreitende „summer schools“ (z.B. mit der Universität Ljubljana, Universität Bozen) ins Leben gerufen, sowie Forschungsprojekte initiiert werden.

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