Susanne Waiblinger zur Präsidentin der ISAE ernannt

Susanne Waiblinger steht nun bis 2021 als Präsidentin an der Spitze der ISAE (International Society for Applied Ethology). Foto © Susanne Waiblinger/Vetmeduni Vienna

Susanne Waiblinger steht nun bis 2021 als Präsidentin an der Spitze der ISAE (International Society for Applied Ethology). Foto © Susanne Waiblinger/Vetmeduni Vienna 1

Im August 2019 wählte die International Society for Applied Ethology (ISAE) Susanne Waiblinger, vom Institut für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung an der Vetmeduni Vienna, zur Präsidentin.

Nach zwei Jahren Junior-Vizepräsidentschaft (2017-2019) steht Susanne Waiblinger nun bis 2021 als Präsidentin an der Spitze der ISAE, der einzigen weltweit tätigen, wissenschaftlichen Gesellschaft für angewandte Ethologie. Die ISAE bietet ein Forum für den Austausch neuester Erkenntnisse zum Verhalten und Wohlergehen von domestizierten und anderen vom Menschen gehaltenen oder gemanagten Tieren. Daneben ist ein Ziel der ISAE, die Einbeziehung dieser Fortschritte in die Praxis zu fördern, zum Beispiel zur Verbesserung des Tierschutzes, der Ernährungssicherheit und nachhaltiger Tierproduktion.

„Es ist eine große Ehre dieser Gesellschaft, in der die weltweit führenden Experten zum Thema versammelt sind, als Präsidentin vorzustehen. Seit einigen Jahren versucht die ISAE ihre Aktivitäten in Regionen auszuweiten bzw. zu verstärken, in denen die angewandte Ethologie und Tierschutzaktivitäten noch nicht oder nur wenig etabliert sind. Dies ist eine besondere Herausforderung, macht die Präsidentschaft jedoch auch besonders interessant," sagt Susanne Waiblinger. So wird nächstes Jahr der jährliche internationale Kongress der ISAE erstmals in Indien stattfinden.

Waiblinger studierte Veterinärmedizin in München. Nach ihrer Promotion an der Universität Zürich forschte sie an der ETH Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich) auf dem Gebiet der Mensch-Nutztier-Beziehung und des Sozialverhaltens von Rindern. Zudem arbeitete sie in mehreren Tierarztpraxen in der Schweiz und Bayern und im amtstierärztlichen Dienst.  
Susanne Waiblinger ist Fachtierärztin für Tierhaltung und Tierschutz sowie für Verhaltenskunde und Diplomate des European College of Animal Welfare Science and Behavioural Medicine (Tierschutzwissenschaften). Sie habilitierte an der Vetmeduni Vienna im Fach Tierhaltung, Tierschutz und Angewandte Ethologie. Seit mittlerweile 22 Jahren arbeitet sie am Institut für Tierschutzwissenschaften und Tierhaltung an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Dort leitet Waiblinger die Arbeitsgruppe Wiederkäuer und Mensch-Tier-Beziehung.

Susanne Waiblinger ist u. a. Vorsitzende des Vereins zur Erforschung artgerechter Tierhaltung (VEAT), Mitglied der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) und stellvertretende Vorsitzende in der Fachtierarzt-Prüfungskommission „Tierhaltung und Tierschutz“ der Österreichischen Bundestierärztekammer. Für die ISAE war sie bereits von 2000 bis 2003 als Regionalsekretärin der Region „West Central Europe“, d.h. der deutschsprachigen Länder Deutschland, Schweiz und Österreich tätig.

Die Vetmeduni Vienna gratuliert herzlich und wünscht weiterhin viel Erfolg!

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