Serie: Pflanzen des Monats im Porträt #2

09.03.2021: Als Serie steht jeden Monat eine spezielle Pflanze im Fokus, die im Botanischen Garten der Vetmeduni Vienna gedeiht. Im Jänner 2021 war es die Schneerose, im Februar der Winterling; jetzt im März steht die echte Küchenschelle (lat.: Pulsatilla vulgaris) im Mittelpunkt.

März: Die Echte Küchenschelle im Porträt

Die echte Küchenschelle (lat.: Pulsatilla vulgaris) zählt zur Familie der Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse). Sie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und blüht von März bis Mai mit blau oder rotvioletten Blüten. Auffällig sind ihre leuchtend gelben Staubblätter und die Behaarung der Blütenblätter.

Die Wuchshöhe der echten Küchenschelle reicht von fünf bis 40 cm. Sie bevorzugt einen trockenen, warmen und kalkhaltigen Untergrund. In Österreich findet man die Küchenschelle auf Halbtrockenrasengebieten in Ober- und Niederösterreich. Pulsatilla grandis – eine Art mit etwas größerer Blüte – ist in Ostösterreich anzutreffen. Diese Art ist z. B. im Landschaftsschutzgebiet „Perchtoldsdorfer Heide“ während des Frühjahres zu bewundern.

Die Küchenschellen stehen unter Naturschutz. Aufgrund ihrer frühen Blüte und ihren geringen Anforderungen sind Zuchtformen von Pulsatilla vulgaris als Gartenpflanze beliebt. Der Standort sollte vollsonnig und wasserdurchlässig sein. Staunässe gilt es zu vermeiden. Die Pflanze benötigt kalkhaltigen Boden und eignet sich für Steingärten und Trockenmauern.

Die Küchenschelle sollte nur mit Handschuhen angefasst werden, denn sie enthält Protoanemonin – ein Lacton, welches bei Kontakt Reizungen an Haut und Schleimhäuten hervorrufen kann. Weiters zählen Ranunculin, Saponine, Gerbstoffe sowie Harze zu den Inhaltsstoffen. Achtung: Die Küchenschelle ist giftig, Weidetiere meiden sie.

 

Über den Botanischen Garten der Vetmeduni Vienna:

Am Campus der Vetmeduni Vienna in Wien Floridsdorf befindet sich an zentraler Stelle der unieigene Botanische Garten. Seit 1997 dient dieser als Lehrfläche der Arbeitsgruppe Funktionelle Pflanzenstoffe der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Studierenden und BesucherInnen sollen dadurch Pflanzen mit Bezug zur Veterinärmedizin nähergebracht werden. Auf etwa 2.500 m2 gedeihen ca. 250 verschiedene Pflanzenarten – darunter auch Heil-, Gift- und Futterpflanzen. Mit der „Pflanze des Monats“ möchten die ExpertInnen des Instituts für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe der Vetmeduni Vienna auf Pflanzen aufmerksam machen, die im betreffenden Monat im Garten entweder in Blüte oder fruchtend zu sehen sind. Dabei stehen deren Besonderheiten im Fokus, die sonst in der Fülle der (Blüten)Pflanzen nicht immer hervorstechen. Derzeit wird der Botanische Garten von MitarbeiterInnen des Instituts für Tierernährung und Funktionelle Pflanzenstoffe, gestaltet und betreut.

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Pressefoto

Echte Küchenschelle, Foto: Bettina Bein-Lobmaier/Vetmeduni Vienna
Echte Küchenschelle, Foto: Bettina Bein-Lobmaier/Vetmeduni Vienna 3

 

Rückfragehinweis

Bettina Bein-Lobmaier

Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe

Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna)

T +43 (1) 25077-3103

E-Mail an Bettina Bein-Lobmaier senden

 


 

Aussender

Mag. Nina Grötschl

Wissenschaftskommunikation / Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna)

T +43 1 25077-1187

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