LUKOIL unterstützt Wiederansiedlung des Habichtskauzes in Österreich*

09.12.2020: Vor rund 100 Jahren starb der Habichtskauz in Österreich aus – ein herber Schlag für die Artenvielfalt und heimische Biodiversität. Der Mineralölkonzern LUKOIL unterstützt nun das Projekt eines Teams der Österreichischen Vogelwarte an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, das dem Artenverlust seit mittlerweile zehn Jahren entgegenarbeitet und die große Eule wieder in Österreich ansiedeln will. Das Comeback des Vogels in der Alpenrepublik ist im ersten Schritt gelungen, aber noch lange nicht abgeschlossen und gesichert.

Ornithologe Dr. Richard Zink von der Österreichischen Vogelwarte der Veterinärmedizinischen Universität Wien ist wissenschaftlicher Leiter des Projekts rund um die Wiederansiedlung des Habichtskauzes. Es ist mittlerweile zehn Jahre her, dass Zink gemeinsam mit seinem Team die ersten 22 Jungkäuze im Biosphärenpark Wienerwald und im Wildnisgebiet Dürrenstein – dem einzigen Urwald Österreichs – freigelassen hat.

Nach einer Dekade zieht Zink Zwischenbilanz: „Das Wiederansiedlungsprojekt wies in den letzten Jahren schnell erste Erfolge vor, zeigte aber auch, dass es ebenso Jahre mit nur wenigen oder gar keinem Nachwuchs geben kann. Es ist uns gelungen, über 30 Reviere aufzubauen, das ist ein großer Erfolg“, und resümiert weiter: „Die Population ist noch fragil, das zeigt uns auch das Jahr 2020, in dem wir nur schlechte Bruterfolge vorweisen können. Wir gehen davon aus, dass das an der niedrigen Mäusepopulation liegt, die wir aber in ausreichendem Maß benötigen, damit es genügend Nachwuchs gibt. Ziel ist letzten Endes eine sich selbst erhaltende Population.“

Der Schlüssel zum Erfolg: Der passende Lebensraum und ausreichend Beute

Die freigelassenen Jungvögel werden von europäischen Zoos und Zuchtstationen kostenlos gespendet und von Zinks Team im Alter von rund 80 Tagen ins Freiland gebracht. Der Zeitpunkt dafür muss behutsam ausgewählt werden; so dürfen die Käuze nicht zu jung sein, aber noch jung genug, um zu lernen, wie man sich in der Natur selbst ernährt. Das richtige Revier und ausreichend Beute sind der Schlüssel zum Erfolg des Langzeitprojektes. Des Weiteren benötigen die von Natur aus zutraulichen Eulen alte Wälder zur Fortpflanzung, denn sie ziehen ihre Jungen in natürlichen Baumhöhlen groß. Aufgrund ihrer beeindruckenden Größe von über einem halben Meter benötigen die Habichtskäuze außerdem entsprechend gut gewachsene Unterschlüpfe.

„Die Wiederherstellung der Habichtskauzpopulation in Österreich unterstützt LUKOIL mit Freuden“, so Robert Gulla, CEO von LUKOIL. „Das Aussterben einer Tierart bedeutet immer einen Verlust für die Biodiversität der Region und ist somit ein Rückschlag für Umwelt und Naturschutz. LUKOIL unterstützt Projekte, die dem Artenschutz zugutekommen, gerne strukturell und finanziell. Des Weiteren haben wir in enger Zusammenarbeit mit Dr. Zink ein neues Konzept für unser Lobauer Betriebsgelände entwickelt, das die vorhandene Vogelpopulation mithilfe künstlicher Nistplätze unterstützen soll.“

Rund 400 Jungvögel wurden seit Beginn des Wiederansiedlungsprojektes in die Freiheit entlassen, haben Paare gebildet und Nachwuchs geboren. Das ist bereits ein großer Erfolg, aber noch ist das Ziel nicht erreicht: Das gewünschte Endergebnis des Projektteams rund um Richard Zink ist die Stabilisierung der noch fragilen Habichtskauzpopulation, damit strenge Winter oder Seuchen überstanden werden können – dafür werden mindestens 60 aktive Reviere in Niederösterreich und Wien benötigt. Die Unterstützung des Vorhabens durch große Firmen wie LUKOIL stellt eine Trendumkehr dar, um dem Artenverlust in Österreich entgegenzuwirken.

*Presseinformation von alpha_z public relations, 09.12.2020

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Pressefotos

LUKOIL unterstützt Wiederansiedlung des Habichtskauzes in Österreich.
Richard Zink von der Österreichischen Vogelwarte (links) und Robert Gulla, CEO von LUKOIL (rechts). Foto: Pawel Gruszkiewicz
LUKOIL unterstützt Wiederansiedlung des Habichtskauzes in Österreich. Richard Zink von der Österreichischen Vogelwarte (links) und Robert Gulla, CEO von LUKOIL (rechts). Foto: Pawel Gruszkiewicz 2

 

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