Dienstleistungen - Bereich Reptilien, Amphibien und andere Exoten

  • Ambulante Termine (nach telefonischer Voranmeldung)
  • Versorgung von Notfallpatienten
  • Beratung zu Haltung & Fütterung
  • Beratung zu Winterruhe/Winterstarre
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Innere Medizin, Blutabnahme & Labordiagnostik (inklusive virologische Untersuchungen z.B. Herpes, IBD)
  • Bildgebende Diagnostik (Röntgen, Ulrtraschall, CT & Endoskopie)
  • Chirurgische Eingriffe inklusive Narkose und -überwachung
  • Geschlechtsbestimmung
  • Trächtigkeitsuntersuchung
  • Stationäre Behandlung
 
Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) (Foto: © Michael Bernkopf/Vetmeduni Vienna)
Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) (Foto: © Michael Bernkopf/Vetmeduni Vienna) 1
Achatschnecke (Achatina albopicta) (Foto: © Michael Bernkopf/Vetmeduni Vienna)
Achatschnecke (Achatina albopicta) (Foto: © Michael Bernkopf/Vetmeduni Vienna) 2
Rotschwanzboa (Boa constrictor) (Foto: © Michael Bernkopf/Vetmeduni Vienna)
Rotschwanzboa (Boa constrictor) (Foto: © Michael Bernkopf/Vetmeduni Vienna) 3
Bartagame (Pogona Henrylawsoni) (Foto: © Cornelia Konicek/Vetmeduni Vienna)
Bartagame (Pogona Henrylawsoni) (Foto: © Cornelia Konicek/Vetmeduni Vienna) 4
 

Ambulanzbetrieb (nach telefonischer Voranmeldung)

Im Rahmen unserer Terminsprechstunde (Mo-Fr: 12:30-15:30 Uhr; Anmeldung unter T +43 1 250 77-5159) können Sie Schlangen, Schildkröten, Echsen, Amphibien und andere Exoten (wie Achatschnecken) vorstellen. Erreichbar sind wir innerhalb unserer regulären Öffnungszeiten zwischen 08:00 und 16:00.

Bei der Erstvorstellung Ihres Tieres legen wir sehr viel Wert auf eine ausführlich Anamnesestellung zu Haltung und Fütterung. Bitte notieren Sie sich vorab eines Besuches die wichtigsten Parameter (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Einstreu, Art und Marke der Lampen im Terrarium, Fütterung, Futterzusätze, etc.).

Für den Transport in die Klink empfehlen wir Ihnen angemessene Behältnisse. Insbesondere im Winter leistet eine Kombination aus Styroporbox und Wärmflasche gute Dienste. Wasserschildkröten sollten grundsätzlich nur in einer feuchten Umgebung, nie jedoch im Wasser transportiert werden.

Sollten Sie Ihr Tier zuvor bei einem anderen Tierarzt vorgestellt haben, so bitten wir Sie uns alle Informationen, die Sie erhalten haben mitzuteilen und alle Untersuchungsergebnisse bzw. Medikamente mitzubringen.

Die Vorstellung von giftigen Schlangen bzw. Tieren, als gefährlich im Sinne des § 16 Abs. 2 des Wiener Tierschutz- und Tierhaltegesetzes  5anzusehen sind, ist grundsätzlich nicht im Rahmen der normalen Ambulanzzeiten möglich.

Versorgung von Notfallpatienten

Innerhalb der Ambulanzzeiten (Mo-Fr: 08:00-16:00 Uhr) werden Notfälle selbstverständlich abhängig von ihrer Dringlichkeit eingeschoben und versorgt.

Außerhalb der regulären Ambulanzzeiten bietet das Service für Ziervögel und Reptilienmedizin (Vetmeduni Vienna) ebenfalls einen Notdienst an. Da unsere Klinik außerhalb der Ambulanzzeiten nicht ständig besetzt ist empfehlen wir Ihnen dringend telefonischen Kontakt mit unserem Notdienst (T +43 1 250 77-5159 bzw. nach 19:00 Uhr und am Wochenende T +43 1 250 77-5555) aufzunehmen. So können Sie unnötige Wartezeiten verkürzen.

Bitte beachten Sie, dass für Notfälle, die ohne Termin in unsere Sprechstunde kommen und die außerhalb der Ambulanzzeiten vorgestellt werden grundsätzlich eine höhere Gebühr für die medizinische Versorgung in Rechnung gestellt wird.

Wann müssen Sie von einer Notfallsituation ausgehen?

In folgenden Fällen empfehlen wir Ihnen schnellstmöglich Kontakt mit uns aufzunehmen:

  • Plötzliche Schwäche
  • Atemstillstand
  • Akuter starker Blutverlust, frische großflächige Wunden & frische tiefere Bissverletzungen
  • Offene Panzerverletzungen (Schildkröten)
  • Frakturen
  • Vorfall von Kloaken-, Harnblasen-, Darm- bzw. Legedarmgewebe
    (hier droht die Austrocknung, Abschnürung und Zerstörung des vorgefallenen Gewebes)
  • Alle weiteren Situationen in denen Sie davon ausgehen, dass das Leben Ihres Reptils unmittelbar bedroht ist.

 

Beratung zu Haltung und Fütterung (nach telefonischer Vereinbarung)

Die Frage nach einer angemessenen Unterbringung und Fütterung nimmt eine zentrale Stellung in der Haltung dieser nach dem Gesetz als Wildtiere mit besonderen Ansprüchen geltenden Tiere ein.

Um Ihnen die bestmögliche Unterstützung zu gewähren, nehmen wir uns auf Anfrage gerne Zeit mit Ihnen ausführlich über die optimale Unterbringung und Ernährung Ihrer Pfleglinge zu sprechen.

Spielen Sie mit dem Gedanken ein Reptil anzuschaffen, so können Sie sich ebenfalls mit uns in Verbindung setzen. In einem Einführungsgespräch haben Sie die Möglichkeit gezielt Fragen zu Ihrem "Wunschtier" zu stellen. So können wir Sie beispielsweise über eventuelle Besonderheiten der betreffenden Art aufklären und Ihnen helfen typische Stolpersteine beim Einstieg in die Terraristik aus dem Weg zu räumen.

Im späten Sommer (August) kann auch ein längeres Gespräch zum Thema Winterruhe/Winterstarre eine große Hilfe sein.

 

Vorsorgeuntersuchungen

Eine Vorsorgeuntersuchung umfasst in jedem Fall eine klinische Allgemeinuntersuchung Ihres Tieres. Im Anschluss werden - je nach unserer Empfehlung und auf Ihren Wunsch - weiterführende Untersuchungen durchgeführt.

Zu diesen zählen unter anderen:

  • die Untersuchungen des Kotes auf Parasiten (Empfehlung: 1-2x pro Jahr)
  • die Untersuchung des Blutes
  • bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, Ultraschall, Endoskopie)

Viele der oben genannten Untersuchungen werden direkt von uns durchgeführt. Können wir Proben nicht im Haus bearbeiten, so gewährleistet die Nähe zu anderen Instituten der Vetmeduni Vienna eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung der weiterführenden Diagnostik.

Infektionskrankheiten spielen bei Reptilien eine wichtige Rolle, wobei sowohl die Diagnose der Erkrankung als auch die Quarantäne und die Prophylaxe von großer Bedeutung sind. Werden neue Tiere für einen bestehenden Bestand zugekauft, so ist ein Test auf das Vorliegen von den häufigsten Infektionskrankheiten (tierartspezifisch) zu überlegen (beispielsweise Herpes, Mycoplasmen, IBD, Kryptosporidien, Chytridiomykose und viele weitere).

     
    Blutabnahme an der Schwanzvene bei einer Bartagame / (Foto: © M.Bernkopf/Vetmeduni Vienna)
    Öffnen der Maulhöhle bei einem Chamäleon / (Foto: © M.Bernkopf/Vetmeduni Vienna)
     

    Innere Medizin & Labordiagnostik

    Mikrobiologische Untersuchung
    (Nachweis von aeroben/anaeroben Bakterien und von Pilzen)

    Veränderungen an der Haut, dem Verdauungs- und Atmungstrakts von Reptilien können durch Infektionen mit Bakterien und/oder Pilzen bedingt sein. Eine erfolgreiche Behandlung setzt zum einen die Isolierung des Erregers (Entnahme von Tupferproben aus betroffenen Arealen und Abzüchten der Keime auf speziellen Medien) zum anderen – insbesondere bei bakteriell bedingten Infektionen - die Kenntnis der Resistenzlage des Keimes gegenüber verschiedenen Antibiotika voraus (Durchführung eines Antibiogramms).

    Parasitologische Untersuchung

    Neben einem Befall mit den in der Regel leicht erkennbaren Ektoparasiten (Zecken & Milben) treten auch Infektionen mit Endoparasiten auf. Es können viele unterschiedliche Parasiten im Kot nachgewiesen werden. Daher wird eine Entwurmung nur zielgerichtet nach einer Diagnosestellung durchgeführt. Der Nachweis von Endoparasiten erfolgt in der Regel über eine Kotuntersuchung. Es empfiehlt sich deshalb mindestens 1x (besser 2x) jährlich eine frische Kotprobe Ihres Tieres untersuchen zu lassen. Ein Spezialfall ist unter anderen die Kryptosporidien Diagnostik, da diese Einzeller im Mikroskop häufig nicht nachweisbar sind. Bei Verdacht auf eine Infektion mit Kryptosporidien wird daher eine molekulardiagnostische Untersuchung (PCR) auf dem Institut für Pathologie durchgeführt.

    Beispiele für Endoparasiten:

    • Einzeller (z.B. Kokzidien, Kryptosporidien, Flagellaten, Entamöba)
    • Rundwürmer (z.B. Spulwürmer, Oxyuren, Strongyliden)
    • Bandwürmer (Cestoden)
     
    Oxyureneier werden regelmäßig im Kot von Echsen & Landschildkröten nachgewiesen. (Foto/Mikroskop: © A.Häbich/Vetmeduni Vienna)
     

    Exoparasiten:

    • Milben
    • Zecken
     
    Pterygosoide Milben bei einer Bartagame, Milben sind häufig schon mit dem freien Auge zu erkennen. / (Foto/Mikroskop: © Schmidt-Ukaj/Vetmeduni Vienna)
     
    Schlangenmilbe unter dem Mikroskop (Foto: © C.Konicek/Vetmeduni Vienna)
     

    Bitte beachten Sie, dass wir grundsätzlich nur Medikamente zur Entwurmung an unsere Patientenbesitzer bzw. unter Vorlage eines Untersuchungsprotokolls eines anderen namhaften Institutes (z.B. Institut für Parasitologie der Vetmeduni Vienna) an TierhalterInnen abgeben. Informationen zu Entwurmungsschemata werden ausschließlich an unsere PatientenbesitzerInnen und TierarztkollegInnen weitergegeben.

    Blutuntersuchung

    Wird aufgrund der durchgeführten klinischen Allgemeinuntersuchung das Vorliegen einer Infektion und/oder die Einschränkung einer Organfunktion vermutet, so ist die Durchführung einer Blutuntersuchung sinnvoll. Gleichfalls kann bei vielen Patienten mit unspezifischen Krankheitssymptomen mittels dieser Untersuchung die mögliche Ursache für den Zustand des Tieres erfasst werden.

    • hämatologische Untersuchung 
      (beinhaltet Parameter wie Hämatokrit & weißes Blutbild)
    • blutchemische Untersuchung
      (beinhaltet u.a. die Bestimmung von Enzymaktivitäten von Enzymen & Konzentrationen an Mineralstoffen im Blut)

    Weitere Untersuchungen

    • Bildgebende Diagnostik (Röntgen, CT, Ultraschall)
    • Endoskopie
    • Pathologische Untersuchungen


       

      Stationäre Behandlung & Unterbringung von Reptilien

      Die Unterbringung kranker Schlangen, Echsen und Schildkröten erfolgt einzeln in modernen jeweils an die Bedürfnisse der Tiere angepassten Terrarien. Generell lassen sich alle unsere Terrarien und die dazugehörigen Einrichtungsgegenstände reinigen und desinfizieren. So kann das Risiko einer Verschleppung von Krankheits-erregern minimiert werden.

      Beispiel einer stationären Unterbringung für unsere Reptilienpatienten / (Foto: © Vetmeduni Vienna)
       

      Reptilien bei denen eine ansteckende Krankheit vermutet wird (beispielsweise Herpes-Infektion bei Landschildkröten) werden gesondert untergebracht (Quarantäne!).

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      Kontakt

      Mag.med.vet Silvana Schmidt-Ukaj
      Mag.med.vet Cornelia Konicek

      Ambulanzzeiten
      12:30 - 15:00

      Terminvereinbarungen
      T +43 1 25077-5159


       
       

      Notfallnummer

      Rund um die Uhr:
      T +43 1 25077-5555