Linsenluxaktion (Lageveränderung der Linse)

Die Linse wird durch einen Aufhängeapparat mit vielen Fasern in ihrer Lage gehalten. Wenn diese Fasern reißen, wird die Linse locker und fällt entweder in die vordere Augenkammer, in den Glaskörperraum oder sie wird in der Pupille eingeklemmt.

Ursache

Man unterscheidet eine primäre und sekundäre Linsenluxation. Bei der primären Linsenluxation ist der Aufhängeapparat der Linse genetisch bedingt zu schwach ausgebildet.

Diese Erkrankung kommt häufig bei Terrierrassen vor und betrifft in der Regel beide Augen (nicht immer gleichzeitig). Bei der sekundären Linsenluxation werden die Fasern des Aufhängeapparates durch andere Augenerkrankungen (erhöhter Augen-innendruck mit Augapfelvergrößerung, Trauma, Linsentrübungen, chronische Entzündung) geschwächt oder reißen.

Therapie und Prognose

Die Therapie und die Prognose richten sich nach der Ursache, der Dauer der Erkrankung und der Lage der Linse.
Bei einer Luxation der Linse in die Vorderkammer oder Einklemmung in die Pupillaröffnung steigt häufig der Augeninnendruck (Glaukom).

Diese Form der Linsenluxation ist ein akuter Notfall und die luxierte Linse muß chirurgisch entfernt werden. Auch nach der erfolgreichen Entfernung der Linse können eine intraokulare Entzündung und eine Steigerung des Augeninnendruckes auftreten, die mit einer entsprechenden Therapie be-handelt werden müssen.

Liegt die Linse im Glaskörperraum kann man sie oft nicht mehr entfernen. In diesen Fällen kann man die Pupille mit entsprechenden Medikamenten eng-stellen, damit die Linse nicht in den vorderen Teil des Auges fällt. Besteht die Linsenluxation schon längere Zeit und hat sie zu einer Erhöhung des Augeninnendruckes und anderen Veränderungen geführt, die mit Medikamenten nicht zu behandeln sind, sollte das Auge entfernt werden.

 

 

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