News Archiv AOC 2020

 
 

Steinkauz: Kleine Eule in großer Gefahr

v.l.n.r.: Wolfgang Pegler (Obmann „Wagrampur“), Richard Zink (Leiter d. Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte), Alfred Riedl (Gemeindebund-Präsident), Rektorin Petra Winter, Mike Ulzer (Weinhof Ulzer); Foto: E. Hammerschmid
Gruppenfoto mit Steinkauzposter

Der charakteristische Ruf des Steinkauzes ist in Österreich nur mehr selten zu hören, denn die kleine Eulenart ist vom Aussterben bedroht. Durch zunehmenden Verlust an Lebensraum finden Steinkäuze nur mehr wenige Brutmöglichkeiten und passende Lebensbedingungen. Gemeinsam mit dem Verein „Wagrampur“ und engagierten Winzern in Österreichs Weinbaugebieten möchte die Österreichische Vogelwarte der Vetmeduni Vienna nachhaltig zukunftsorientierte Schutzmaßnahmen für die beinahe verschwundene Vogelart vorantreiben. Die Vogelwarte der Veterinärmedizinischen Universität Wien mit ihrer Außenstelle in Seebarn am Wagram (NÖ) bietet vogelkundiges Know-How als Basis für das „Comeback“ der kleinen Eulen. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Wagrampur“ werden Rahmenbedingungen für die Wiederbesiedlung der Steinkäuze geschaffen.

Am 17. September 2020 fand in der Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte in Seebarn am Wagram ein Foto- und Pressetermin anlässlich des Schutzes des Steinkauzes in Niederösterreich statt. Neben Petra Winter, Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien und Richard Zink (Leiter der Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte) nahmen Alfred Riedl (Bürgermeister von Grafenwörth und Gemeindebund-Präsident), der Winzer Mike Ulzer (Weinhof Ulzer) sowie Wolfgang Pegler (Obmannn des Vereins „Wagrampur“) teil.

Mit einer Spende 1 können Sie helfen, den Steinkauz zu retten.

(Web-Redaktion am 18.9.2020)

 

BeringerInnen-Ausbildung 2020 abgesagt!

Nach erfolgter Beringung folgt der Flug zurück in die Freiheit (Foto K. Svadlenak/ Vetmeduni Vienna)
Vogel fliegt von Hand weg 2

Nachdem der für Mai geplante erste Kursteil bereits abgesagt werden musste, wird nun leider auch das Ausbildungsmodul II (ursprünglich angesetzt für 31. August bis 04. September) nicht stattfinden können. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Situation rasch beruhigt und wir 2021 wieder viele Interessierte zu unseren beiden BeringerInnen-Ausbildungskursen begrüßen dürfen!

(Web-Redaktion, 10.6.2020)

 

Erstes Osttiroler Vogelberingungsprojekt stellt sich vor

Der Osttiroler "Herr der Ringe" Alexander Müller (Fotoclip aus dem Video des Online Magazins Dolomitenstadt.at)
Alexander Müller 3

Als der naturbegeisterte Osttiroler Alexander Müller vor ein paar Jahren von der Vogelberingung erfährt, ist er sofort Feuer und Flamme. Nach der Teilnahme an mehreren Ausbildungsmodulen und Seminaren des AOC und der regelmäßigen Mitarbeit an diversen Beringungsstationen im In- und Ausland war es dann 2020 endlich soweit: er startete sein eigenes Höhlenbrüterprojekt in Osttirol. Das Online Magazin Dolomitenstadt hat Alexander Müller jetzt bei seiner Arbeit begleitet.

Artikel und Videoclip 4 gibt es über den Link zu lesen und zu sehen.

(Web-Redaktion, 2.6.2020)

 

5. BeringerInnen-Tagung im Biologiezentrum Linz

Foto (c) Anne Hloch/AOC
Gruppenfoto der VogelberingerInnen 5

Am Samstag den 8. Februar 2020 fand zum mittlerweile 5. Mal die jährliche BeringerInnen-Tagung der Österreichischen Vogelwarte statt. Das Biologiezentrum Linz stellte dafür großzügigerweise seine Räumlichkeiten zur Verfügung. Für die mehr als 20 TeilnehmerInnen standen abwechslungsreiche Vorträge auf dem Programm: von der Widerstandsfähigkeit der Schneesperlinge über die Markierung und Besenderung der Seewinkler Graugänse bis hin zur Pfleglingsberingung in Oberösterreich und einem Nachruf auf die Station Steyregg.

Das Team der Beringungszentrale bedankt sich an dieser Stelle herzlich beim Biologiezentrum Linz, den Vortragenden und allen Tagungsgästen für die gelungene Veranstaltung und die nette Atmosphäre!

(Web-Redaktion, 17.2.2020)

 

Out of Africa: Zugvögel fliegen immer früher nach Europa

Die in Nordafrika und der Sahelzone überwinternden Arten haben ihre Zugzeit stärker nach vorne verschoben als jene, die weiter südlich, in den tropischen Wäldern Zentralafrikas, überwintern. (Foto: Gartengrasmücke (c) CISCA)
Gartengrasmücke

Als Reaktion auf den Klimawandel verschiebt sich die Frühlingswanderung vieler Zugvögel immer weiter nach vorne. Laut einer soeben von einem internationalen Forschungsteam um Ivan Maggini und Leonida Fusani vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung an der Vetmeduni Vienna präsentierten Studie folgt diese Änderung jedoch keinem einheitlichen Muster. Im Gegenteil, bei näherer Betrachtung ergibt sich ein vielschichtiges Bild: Wesentlich für den Start der Wanderung ist die Region des Überwinterns. 

Aus bisherigen Studien ist bekannt, dass Zugvögel ihre Frühjahrsankunft in den europäischen Brutgebieten aufgrund des Klimawandels vorverlegen. Zudem leiden jene Arten, die schlechter in der Lage sind, ihre Zugzeit anzupassen, in Europa unter einem Rückgang ihres Bestands. Naheliegend ist deshalb die Vermutung, dass die Ursache ihres Rückgangs in der Unfähigkeit liegt, den Zeitpunkt ihres Zuges anzupassen. Fusani und Maggini analysierten in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forschungsteam auf Ponza die Zugzeiten der 30 während der letzten 18 Jahre auf der Insel am häufigsten gezählten Arten. Der Klimawandel wirkt sich auf verschiedene Lebewesen auf unterschiedlichste Weise aus. In Europa begünstigt der frühere Frühlingsbeginn ein früheres Erscheinen von Insekten, was sich wiederum auf die Brutzeit der insektenfressenden Vögel auswirkt. Indem sie früher brüten, stellen sie sicher, dass sie genügend Nahrung finden, um ihre Jungen zu ernähren. Viele Zugvögel sind jedoch nicht in der Lage, jahreszeitlich veränderte, günstige Bedingungen in ihren europäischen Brutgebieten zu beobachten, weil sie den Winter Tausende von Kilometern entfernt in Afrika verbringen. Ihre innere Uhr regt sie dazu an, ihr Winterquartier zum geeigneten Zeitpunkt zu verlassen. Angesichts des Klimawandels ist daher zunehmend eine Herausforderung die Abflugzeiten so anzupassen, dass sich den Zugvögeln bei der Ankunft am Zielort Europa auch tatsächlich ein Höchstmaß an Nahrungsquellen bietet.

Der Artikel „Recent phenological shifts of migratory birds at a Mediterranean spring stopover site: species wintering in the Sahel advance passage more than tropical winterers 6“ von Ivan Maggini, Massimiliano Cardinale, Jonas Hentati Sundberg, Fernando Spina und Leonida Fusani wurde in PLOS ONE veröffentlicht.

(Web-Redaktion am 7.10.2020)

 

Steinkauz: Kleine Eule in großer Gefahr

v.l.n.r.: Wolfgang Pegler (Obmann „Wagrampur“), Richard Zink (Leiter d. Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte), Alfred Riedl (Gemeindebund-Präsident), Rektorin Petra Winter, Mike Ulzer (Weinhof Ulzer); Foto: E. Hammerschmid
Gruppenfoto mit Steinkauzposter

Der charakteristische Ruf des Steinkauzes ist in Österreich nur mehr selten zu hören, denn die kleine Eulenart ist vom Aussterben bedroht. Durch zunehmenden Verlust an Lebensraum finden Steinkäuze nur mehr wenige Brutmöglichkeiten und passende Lebensbedingungen. Gemeinsam mit dem Verein „Wagrampur“ und engagierten Winzern in Österreichs Weinbaugebieten möchte die Österreichische Vogelwarte der Vetmeduni Vienna nachhaltig zukunftsorientierte Schutzmaßnahmen für die beinahe verschwundene Vogelart vorantreiben. Die Vogelwarte der Veterinärmedizinischen Universität Wien mit ihrer Außenstelle in Seebarn am Wagram (NÖ) bietet vogelkundiges Know-How als Basis für das „Comeback“ der kleinen Eulen. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Wagrampur“ werden Rahmenbedingungen für die Wiederbesiedlung der Steinkäuze geschaffen.

Am 17. September 2020 fand in der Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte in Seebarn am Wagram ein Foto- und Pressetermin anlässlich des Schutzes des Steinkauzes in Niederösterreich statt. Neben Petra Winter, Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien und Richard Zink (Leiter der Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte) nahmen Alfred Riedl (Bürgermeister von Grafenwörth und Gemeindebund-Präsident), der Winzer Mike Ulzer (Weinhof Ulzer) sowie Wolfgang Pegler (Obmannn des Vereins „Wagrampur“) teil.

Mit einer Spende 1 können Sie helfen, den Steinkauz zu retten.

(Web-Redaktion am 18.9.2020)

 

Exkursion Eulen im Wienerwald

Foto © Erik Karits/Pixabay
Habichtskautz an einem grauen Baumstamm

Begeben Sie sich auf Spurensuche im Naturpark Sparbach 7, in den südlichen Wienerwald, und entdecken Sie bei einer geführten Wanderung durch den Naturpark den Lebensraum von Habichtskauz 8, Waldkauz und Co. Ende Februar erreicht die Balz der sonst so unauffälligen Eulen ihren Höhepunkt. Bevor die Weibchen mit der Brut beginnen, liefern sich die Eulen gesangliche Duelle. Seien Sie dabei und erfahren Sie mehr zu den unterschiedlichen Eulenarten im Wienerwald, ihrem Verhalten und typischen Gewohnheiten.

Wann: 21. Februar 2020, 16:45 Uhr [Ersatztermin bei Schlechtwetter: 28.02.2020]

Wo: 2393 Naturpark Sparbach, Treffpunkt schicken wir Ihnen nach der Anmeldung

Kosten: Freie Spende

Anmeldung: seebarn[@]vetmeduni.ac.at, Exkursion für Erwachsene

Tipp: warmes Gewand sowie festes Schuhwerk und Feldstecher sind empfehlenswert

Spenden kommen dem Vogelschutz in der Region zu Gute.