Nachrichtenarchiv 2018

 

Fuchs, du hast die Stadt erobert: Bevölkerung hilft bei der Erforschung von Stadtwildtieren

Über ein Citizen Science Projekt konnte gezeigt werden, dass Füchse bestimmte Wiener Grätzel und Umgebungen bevorzugen. (© L. Hamelbeck-Galle/ stadtwildtiere.at)
Fuchs auf einem Hausdach 1

Über 1100 Fuchsbeobachtungen aus der Wiener Bevölkerung analysierte ein Forschungsteam rund um die Wildtierökologin Theresa Walter im Rahmen des Citizen Science Projektes StadtWildTiere 2. Gemeinsam konnten darin Forscher der Vetmeduni Vienna und der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) zeigen, dass Füchse bestimmte Grätzel und Umgebungen bevorzugen. Städte stellen für Wildtiere ein Mosaik an Landnutzungsklassen wie etwa Parks, Gärten und Straßen dar, die sich oftmals durch ihren Anteil an Grünflächen aber auch hinsichtlich ihrer Nutzung durch Menschen stark unterscheiden. Die Analyse der Beobachtungen zeigte: in Gärten, Gebieten mit geringer Bebauungsdichte, Parks oder auf Plätzen waren die Wahrscheinlichkeiten für die Begegnung mit Füchsen wesentlich höher als in landwirtschaftlichen Gebieten, Industriegebieten oder Wäldern.  Ob Sichtungen in der Stadt auch gemeldet werden hat aber nicht nur mit der Wohngegend, sondern offenbar auch mit sozioökonomischen Faktoren zu tun, wie die ForscherInnen herausfanden.

Der Artikel “Fox sightings in a city are related to certain land use classes and sociodemographics: results from a citizen science project 3” von Theresa Walter, Richard Zink, Gregor Laaha, Johann G. Zaller und Florian Heigl wurde in, BMc Ecology veröffentlicht.

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(Web-Redaktion, 17.12.2018)

 

Vetmed Magazin Schwerpunkt: Vergleichende Verhaltensforschung und Veterinärmedizin

Cover der Vetmed Magazin Ausgabe 03/18 5

In der neuesten Ausgabe vom Vetmed Magazin gibt es einen interessanten Artikel über die Arbeit des Konrad-Lorenz-Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung (KLIVV) am Wilhelminenberg.  Der Artikel beschreibt die wichtigsten Meilensteine in der Geschichte des Forschungsinstituts, welches 1945 mit der Gründung der Biologischen Station Wilhelminenberg durch Otto und Lilli König begann.  Im Jahr 2011 wurde das Institut an die Vetmeduni angegliedert.  Der Artikel präsentiert außerdem beispielshaft einige der aktuellen Forschungsprojekte am KLIVV.

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(Web-Redaktion, 13.12.2018)

 

Doris Nicolakis unter den GewinnerInnen des Poster Awards der Vetmeduni Vienna und der neuen VetIdeas-Poster-Challenge 2018

Gewinnerinnen Kategorie "Wissenschafts-journalismus": Gökҫe Aköz (1. Platz), Sabrina Karl (2. Platz), Doris Nicolakis (3. Platz), Janna Vogelgesang (3. Platz, nicht im Bild); ©T. Suchanek/Vetmeduni Vienna
Foto der Gewinnerinen im Bereich Wissenschaftskommunikation 6

Nach einer Pause in 2017 wurden heuer im Zuge der Show 'That's Vet' wieder die besten wissenschaftlichen Poster an der Vetmeduni Vienna sowie die GewinnerInnen der neuen VetIdeas-Poster-Challenge prämiert. Entschieden wurde der Poster Award in zwei Kategorien durch die Favoritennennung einer Jury von WissenschaftsjournalistInnen und diesmal des Universitätsrates. Die GewinnerInnen der von 'tecnet equity' und 'Accent Gründerservice' unterstützten VetIdeas-Poster-Challenge wurden per Juryentscheid vorab festgelegt.

Doris Nicolakis vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung gewann den 3. Platz in der Kategorie "Wissenschaftsjournalismus" für ihr Poster: "Do ultrasonic vocalizations during courtship predict reproductive success in house mice?"

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(Web-Redaktion, 05.12.2018)

 

Trotz Zuchtstrategien: Wild-Wachtelzucht (noch) frei von japanischen „Gen-Importen“ und ebenso erfolgreich

Wachtelzucht mit fremden Arten zur Wildpopulation-Aufstockung im Mittelmeerraum mag zwar ökonomischer sein, birgt aber das Risiko einer genetischen Durchmischung und des Verlusts typischer Merkmale. (Foto: Gianni Pola)
Wachtelmutter mit zwei Kücken 8

Wachteln werden im Mittelmeerraum als Delikatesse gerne gejagt und die Wildtierpopulation über Zuchtfarmen entsprechend aufgestockt. Dazu werden laut experimentellen Studien häufiger eine domestizierte japanische Art oder Hybride aus dieser und herkömmlichen Wachteln eingesetzt. Das kann, trotz bisher keiner direkten Bestätigung, den ursprünglichen Genpool und phänotypische Merkmale, wie das Wanderverhalten oder die Fortpflanzungsstrategien, verändern. Forschende der Vetmeduni Vienna analysierten nun erstmals eine mit wild-gefangenen Tieren gezüchtete Wachtelpopulation auf artfremde Hinweise. Studienleiterin war Valeria Marasco. Das Ergebnis zeigte keine „japanischen Gen-Importe“ auf und bestätigte damit indirekt auch den Zuchterfolg mit den rein europäischen Hühnervögeln. Damit steht Züchtern eine praktikable Strategiealternative zur Verfügung, die das Risiko einer Durchmischung des Genpools mit nachhaltigen Folgen reduziert.

Der Artikel „Lack of introgression of Japanese quail in a captive population of common quail 9“ von Steve Smith, Leonida Fusani, Balint Boglarka, Ines Sanchez-Donoso und Valeria Marasco wurde im European Journal of Wildlife Research veröffentlicht.

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(Web-Redaktion, 18.09.2018)

 

ECCB Poster Award geht an Martina Lazzaroni für die Erforschung des Verhaltens von Hunden

Martina Lazzaroni (Foto Roberta Massimei)
Mädchen in rosa T-Shirt lächelt einen schwarzen Hund an 11

Warum blicken Hunde in einer „unmöglichen Aufgabe“ zu Menschen zurück? Dieser Frage gehen Martina Lazzaroni, Jim McGetrick und andere Forscherinnen und Forscher um Friederike Range von der Arbeitsgruppe Domestizierung am Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Vetmeduni Vienna nach.

Martina Lazzaroni gewann den ersten Preis für ihr Poster 12, das auf dem 5. Europäischen Kongress der Conservation Biology (ECCB) von Co-Autor Jim McGetrick vorgestellt wurde.

Herzlichen Glückwunsch für eine gute Arbeit!

(Web-Redaktion, 22.08.2018)

 

Zu Besuch in der Volksschule Brüßlgasse

Dr. Richard Zink erzählte den Kindern einiges über den Habichtskauz. (Foto Kinderbüro der Universität Wien/APA-Fotoservice/Hörmandinger)
Richard Zink zeigt den Kindern eine Habichtskauzhandpuppe 13
Die Kinder bekamen einen Vorgeschmack auf das Veranstaltungsangebot der Kinderuni 2018. (Foto Kinderbüro der Universität Wien/APA-Fotoservice/Hörmandinger)
Theresa Walter und Richard Zink bei der Kinderuni erzählen den Kindern über Habichtskauz und Wildtiere in der Stadt 14

Einen Tag lang Uniluft schnuppern: Diese Möglichkeit hatten am 6. Juni 2018 rund 240 SchülerInnen der Volksschule Brüßlgasse.   Bevor am 11. Juni die Anmeldung startet, war die KinderuniWien mit den VertreterInnen der Kinderuni-Standorte – KinderuniWissenschaft – KinderuniMedizin – KinderuniTechnik – KinderuniBoku – KinderuniVetmed – KinderuniFHCampus – KinderuniWirtschaft – zu Besuch in die Volksschule Brüßlgasse. In vielfältigen Vorlesungen und Workshops konnten die SchülerInnen die KinderuniWien in den eigenen vier Schulwänden erleben.

Mit dabei waren auch die Biologen Dr. Richard Zink und Theresa Walter, M.Sc. vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Vetmeduni Vienna.  Sie konnten die Kinder für Habichtskauz 15 15 und Co. begeistern.  Auch ein Gespräch über Wildtiere in der Stadt 16 fand großen Anklang - die Kinder machten aktiv mit.

Die Online-Anmeldung zur KinderuniWien startet am 11. Juni um 17 Uhr unter kinderuni.at! 417 Lehrveranstaltungen mit rund 24.500 Studienplätzen stehen zur Verfügung.  Die Vetmeduni Wien bietet in diesem Jahr 16 Veranstaltungen.  Zur Anmeldung  17geht es hier. 

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(Web-Redaktion, 06.06.2018)

 

Dunkle Seite der Buntbarsch-Weibchen: Gratwanderung zwischen Mutter-Sein und Kannibalin

Die weiblichen Fische lassen die Männchen nicht zu den Bruthöhlen und kontrollieren damit, ob sie Mutter sein wollen oder nicht. (Foto: Michael Bernkopf/Vetmeduni Vienna)
Buntbarschweibchen vor einer Bruthöhle im Aquarium 19

Kannibalismus, das Fressen von Artgenossen, hat im Tierreich einen rationalen Hintergrund, etwa als energiereiche Nahrungsquelle oder zur Erhöhung des eigenen Fortpflanzungserfolges. Sogar die eigene Brut wird dabei von manchen Tierarten nicht verschont. FilipaCunha-Saraiva vom Konrad-Lorenz Institut für vergleichende Verhaltensforschung der Vetmeduni Vienna und andere Forschende konnten nun bei afrikanischen Buntbarschen den Auslöser dieser Eigenheit aufzeigen: eine längere Zeitspanne ohne zu schützende Eier. Überraschend war dabei, dass es hauptsächlich die Weibchen waren, die ihre oder fremde Eier fraßen und damit schnell zwischen Elternpflicht und Energieaufbau wechseln konnten.

Der Artikel "From cannibal to caregiver: tracking the transition in a cichlid fish 20" von Filipa Cunha-Saraiva, Sigal Balshine, Richard H. Wagner und Franziska C. Schaedelin wurde kürzlich online in der Zeitschrift Animal Behavior veröffentlicht.

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(Web-Redaktion, 20.4.2018)

 

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

In der Biomimetik versucht man Vorgänge in der Natur, etwa warum Bären nicht an chronischer Nierenkrankheit erkranken, zu entschlüsseln und für die Medizin nutzbar zu machen. (Foto: Georg Rauer)
Foto eines Braunbären im Wasser 22

Bewährte Strategien der Natur nachzuahmen und damit Lösungen für menschliche Herausforderungen zu suchen, macht Biomimetik zu einem innovativen Ansatz. Auch die medizinische Forschung kann davon profitieren, wie internationale ExpertInnen verschiedener Fachbereiche gemeinsam mit einer Wildtierärztin und Wildtierbiologen vom Department für Integrative Biologie und Evolution der Vetmeduni Vienna nun für die chronische Nierenkrankheit aufzeigen. Dafür wollen sie zukünftig Mechanismen untersuchen, die bei bestimmten Tierarten Muskeln, Organe und Knochen in  Extremsituationen, zum Beispiel während des Winterschlafs, schützen.

Der Artikel “Novel treatment strategies for chronic kidney disease: insights from the animal kingdom 23” von Peter Stenvinkel, Johanna Painer, Makoto Kuro-o, Miguel Lanaspa, Walter Arnold, Thomas Ruf, Paul G. Shiels und Richard J. Johnson wurde in Nature Reviews veröffentlicht.

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(Web-Redaktion, 19.2.2018)

 

3. BeringerInnen-Tagung

Das Team der Österreichischen Vogelwarte mit Prof. Bairlein (Foto: Stefan Graf)
(Zum Vergrößern Bild anklicken)
Teambild der Vogelwarte mit Prof. Bairlein 25

Tolle Gastvorträge und zahlreiche TeilnehmerInnen

Am Samstag den 27. Jänner 2018 lud die Österreichische Vogelwarte/Austrian Ornithological Centre (AOC) 26 bereits zum dritten Mal zur jährlichen BeringerInnen-Tagung ein. Über 40 Vogel-BeringerInnen und Interessierte aus ganz Österreich nahmen an der Veranstaltung in Wien teil und genossen ein abwechslungsreiches Programm. Ein besonderes Highlight war dabei der Gastvortrag von Prof. Franz Bairlein, Direktor des Instituts für Vogelforschung 27 Vogelwarte Helgoland und selbst renommierter Beringer, der die Tagung mit einem eindrucksvollen Vortrag über den Vogelzug des Steinschmätzers eröffnete. Zusätzlich zu den Präsentationen der Österreichischen Vogelwarte über deren Tätigkeit, Programme und Konzepte stellten auch einige BeringerInnen ihre aktuellen Projekte vor. Die ganztägige Veranstaltung ließ den angehenden und erfahrenen BeringerInnen außerdem genügend Zeit, sich mit nationalen und internationalen KollegInnen, mit VertreterInnen diverser Naturschutzabteilungen und mit Mitgliedern von BirdLife Österreich 28 zu vernetzen.

Das Team der Österreichischen Vogelwarte bedankt sich bei den Gastvortragenden sowie den heuer besonders zahlreichen TeilnehmerInnen für die gelungene Veranstaltung!

(Web-Redaktion, 6.2.2018)

 

Wiener Tage der Artenvielfalt im Lainzer Tiergarten am 8. und 9.6.

Logo des Habichtskauzprojekts 29
Im Habichtskauz- projekt wurden Habichtskäuze nach 100 Jahren Abwesenheit wieder im Wienerwald angesiedelt. (Foto Vetmeduni Vienna)
Zwei junge Habichtskäuze sitzen in einem Korb 30

Am Abend des 8. und ganztags am Samstag, 9.6., finden wieder die Tage der Artenvielfalt in Wien statt.  Diese Veranstaltung wird von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) als Beitrag zum "GEO Tag der Natur 31" mitorganisiert.

Sie werden - unter der Schirmherrschaft des Biosphärenreservates Wienerwald - die Möglichkeit haben, an geführten Naturspaziergängen teilzunehmen oder einen der zahlreichen Informationsstände zu besuchen.  Die Teams Habichtskauz 15  und Stadtwildtiere 32 werden auch wieder dabei sein.

Das Fest der Artenvielfalt findet im Areal beim Lainzer Tor statt (Hermesstraße, 1130 Wien).  Beim Lainzer Tor ist auch der Treffpunkt für die Nachtführungen am Freitag, 8. Juni.

Auch am Samstag, den 9. Juni starten von hier die Führungen mit den ExpertInnen. Außerdem findet in diesem Bereich das Fest der Artenvielfalt mit allen Infostände, dem Kinderprogramm und kulinarischen Schmankerln statt.

Öffentliche Anreise:
Lainzer Tor: Straßenbahn 60 bis Hermesstraße, Autobuslinie 55A bis Lainzer Tor

Mehr Info (Programm)
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(Web-Redaktion, 07.06.2018)

 

Veranstaltung der Österreichischen Vogelwarte im Rahmen des Wagramer Lössfrühlings

Ankündigung Lössfrühling am Wagram 34
Die Außenstelle der Vogelwarte in Seebarn erwartet Sie zum Lössfrühlingsevent am 19.5. (Foto Vetmeduni Vienna)
Foto von der Aussenstelle der Vogelwarte in Seebarn 35
Hausrotschwänze sind in vielen Gärten gern gesehene Gäste (Foto W. Vogl/Vetmeduni Vienna)
Hausrotschwanz auf Zaun 36

Im Rahmen des "Wagramer Lössfrühlings" öffnet die Österreichische Vogelwarte/Austrian Ornithological Centre (AOC) für Interessierte auch heuer wieder die Tore ihrer Außenstelle in Seebarn am Wagram.

Unter dem Motto „Vielfältige Vogelwelt erforschen“ erwartet die BesucherInnen am Samstag, den 19. Mai 2018, den ganzen Tag lang ein abwechslungsreiches Programm. Nach der frühmorgendlichen Vogelstimmenexkursion gibt es zahlreiche Vorträge mit Wissenswertem zu unseren gefiederten Freunden. Die Palette reicht dabei von der wissenschaftlichen Vogelberingung über Wagramer Vogelarten im Portrait bis hin zu Informationen rund um Nisthilfen und Erstaunlichem zu Sakerfalke, Habichtskauz und Co. Zwischen den Vorträgen gibt es natürlich auch die Möglichkeit, die Außenstelle zu besichtigen und sich mit den MitarbeiterInnen der Vogelwarte auszutauschen.

Veranstaltungsort:         

Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte, Hauptstraße 68, 3484 Seebarn am Wagram

Kontakt:     Tel.: 01 25077-7349, Email: aoc(at)klivv.at


Zum Programm 37 der Außenstelle der Vogelwarte in Seebarn

Allgemeine Information zum Lössfrühling 38

 

(Web-Redaktion, 24.4.2018)

 

Lange Nacht der Forschung: Vogelberingung am 13. April 2018

Logo Lange Nacht der Forschung 2018 39
Eichelhäher (Foto: AOC)
Foto von einem Eichelhäher bei der Beringung 40

In Kooperation mit der Biologischen Station Neusiedler See 41 haben BesucherInnen die Möglichkeit, den MitarbeiterInnen der Österreichischen Vogelwarte 26 bei der Beringung von wildlebenden Vögeln über die Schulter zu schauen und die Tiere dabei aus nächster Nähe zu betrachten.

Die Schauberingung findet von 12:00 bis ca. 21:00 Uhr statt.

Wo:  Biologischen Station Neusiedler See
       Seevorgelände 1
       7142 Illmitz

Nähere Informationen finden Sie hier 42.

(Web-Redaktion, 5.4.2018)

 

Warum Buntbarsche gemeinsam ihren Nachwuchs aufziehen

Buntbarsche im Tanganjika See (Foto Stefanie Schwamberger)
Ein Schwarm Buntbarsche im Tanganjika See 43

Nicht nur Menschen setzen in einer Umwelt voller Gefahren auf Kooperation statt Konkurrenz, auch Fische und andere Tiere legen solches Verhalten zu Tag.  Dazu gehört auch die Versorgung ihres Nachwuchses.   Die junge Wissenschafterin Filipa Cunha Saraiva (27) beschäftigt sich mit der evolutionären Basis von der sogenannten kooperativen Fortpflanzung (cooperative breeding).  In diesem Sozialsystem betreuen neben den Eltern auch andere Gruppenmitglieder die Jungen.  Am Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung untersucht die Forscherin unter welchen ökologischen Umständen zwei Buntbarsch-Arten aus dem Tanganjika See kooperativ, bzw. "traditionell" (nur die Eltern) ihre Jungen aufziehen.  Verschiedene Werte des Hormons Oxytocin in den beobachteten Arten könnten dabei eine Rolle spielen.  Die Resultate ihrer Forschung könnten auch helfen, den Ursprung kooperativer Systeme in Säugetieren besser zu verstehen.

Standard Artikel zum Thema 44

(Web-Redaktion, 16.1.2018)