Vogelberingung

Die Kennzeichnung zur individuellen Identifikation von freilebenden Vögeln mittels Aluminiumringen oder Farbringen (Beringung) ist seit mehr als 110 Jahren ein wichtiger methodischer Bestandteil der ornithologischen Feldforschung und hat auch am KLIVV jahrzehntelange Tradition.

Die Vogelberingung ist eine international anerkannte Standardmethode, um unter anderem die Bestandsüberwachung heimischer Wildvogelarten gewährleisten zu können. Sie wird sowohl in den EU-Vogelschutzrichtlinien (EU Vogelschutzrichtlinien 2009/147/EC/ Art. 10/ Annex 5) empfohlen, als auch in den Arbeitsrichtlinien anderer ornithologischer Institutionen, z. B. der deutschen Vogelwarten „Radolfzell“ und „Helgoland“, als solche eindeutig beschrieben und reglementiert. Standardmäßig werden bei der Vogelberingung Art, Geschlecht, Alter, biometrische Maße (z. B.: Flügel-, Feder-, Tarsuslänge und Gewicht) und Konditionsindices erfasst. Durch die individuelle Kennzeichnung und Vermessung von Brut- und Zugvögeln über Jahre hinweg lassen sich Veränderungen innerhalb verschiedener Vogelpopulationen aufzeigen. So können in weiterer Folge wichtige Rückschlüsse auf äußere Einflüsse, wie etwa den Klimawandel, gezogen werden. Dies wäre mit Hilfe einfacher optischer und akustischer Zählmethoden nicht möglich.

Beringung einer Blaumeise (Parus caeruleus) (Foto: Christoph Roland)
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