Ethik der Mensch-Tier-Beziehung

In den letzten Jahren haben sich die Human-Animal Studies zu einem lebhaften und vielfältigen Forschungsfeld entwickelt. PhilosophInnen beteiligen sich daran, indem sie theoretische Grundlagenfragen aufrollen oder auch anwendungs- und praxisorientiert argumentieren. In unserem Feld, der Ethik der Mensch-Tier-Beziehung, gibt es für beides einen sehr großen wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Bedarf, denn die Mensch-Tier-Beziehung ist im Wandel begriffen.

Was folgt etwa aus der nahen kognitiven und emotionalen Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier für unseren Umgang mit Tieren? Welche Formen und Grade der Instrumentalisierung von Tieren sind moralisch unzulässig, welche nicht? Welche normativen Fragen wirft es auf, wenn Tiere zunehmend mit High-Tech-Methoden in der Veterinärmedizin behandelt werden und die Tierärztin neue Abwägungen zwischen Interessen der BesitzerInnen und PatientInnen treffen muss? Wie wandeln sich Vorstellungen von Vulnerabilität, von Krankheit und Gesundheit, von Kognition und Bewusstsein im Lichte aktueller empirischer und philosophischer Forschung? Was bedeutet die Digitalisierung der Landwirtschaft für Bauern und Nutztiere? Welche Problematiken knüpfen sich an den Fleischkonsum, den Zoo, die mediale Repräsentation von Tieren, die tierexperimentelle Forschung, oder die Zukunft des Wildtier-Tourismus?

Unsere Forschung lotet die Grenzen etablierter philosophischer Theorien aus und bemüht sich um die Entwicklung neuer Konzepte und Theorien, um in diesen und ähnlichen Fragen Klarheit zu schaffen. Hierzu müssen Problemfelder zunächst erkannt, beschrieben, diskutiert und in ihrer Komplexität und Vernetztheit sichtbar gemacht werden. Willkommen in einem Forschungsbereich, der Sie mit spannenden, herausfordernden und hoch aktuellen Fragestellungen konfrontiert!

 
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