Ethical Delphi zu den neuen Züchtungsverfahren in Österreich. Dissens verstehen. Nach Konsens fragen.

Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.

Laufzeit: 1.9.2018 – 28.2.2019

Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Herwig Grimm, Messerli Forschungsinstitut, Abteilung Ethik der Mensch-Tier-Beziehung (Vetmeduni Vienna, Universität Wien, Medizinische Universität Wien)

Inhaltliche Federführung: Dr. Christian Dürnberger, Messerli Forschungsinstitut, Abteilung Ethik der Mensch-Tier-Beziehung (Vetmeduni Vienna, Universität Wien, Medizinische Universität Wien)

Kooperationspartner: Institut für Philosophie, Lehrstuhl für Angewandte Ethik, Professor Angela Kallhoff


Neue Züchtungsverfahren – wie beispielsweise CRISPR/Cas – sind dabei, die Pflanzenzüchtung wie auch die Tierzucht zu revolutionieren. Bei zahlreichen dieser Methoden werden keine fremden Gene oder Genkonstrukte in ein Erbgut eingeführt, sondern das vorhandene Erbgut wird gezielt auf bestimmte gewünschte Eigenschaften hin editiert. Insofern dieser Eingriff im Endprodukt nicht nachweisbar ist, stellt sich die Frage, inwieweit auf diese Art gezüchtete Organismen als gentechnisch veränderte Organismen zu verstehen und zu regulieren sind.

Das „Ethical Delphi“ befragt relevante Stakeholder der Debatte in Österreich in mehreren Befragungswellen zu diesen neuen Technologien. Das „Delphi“ setzt hierbei zwei Schwerpunkte:

(1) Die Erhebung von zentralen Gütern und Werten in der Debatte;
(2) die Erhebung von wünschenswerten bzw. unerwünschten Zukunftsszenarien rund um die neuen Züchtungsverfahren in Österreich.

Das übergeordnete Ziel ist es, die Positionen innerhalb der Diskussion sichtbar zu machen und herauszuarbeiten, in welchen Punkten Konsens besteht – und wie der Dissens in anderen Fragen ethisch begründet ist.

  

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