Team

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Ludwig Huber 2 begann sich für das Verhalten und die Kognition von Schweinen unmittelbar nach der Berufung auf die Professur für die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Tierethik und der Mensch-Tier-Beziehung am Messerli Forschungsinstitut im Herbst 2011 zu interessieren. Zunächst reiste er durch Österreich und besuchte Landwirte, die Schweine unter Freilandbedingungen hielten, um Forschungsmöglichkeiten zu erkunden. Er kam dabei auch nach Bayern an die Herrmannsdorfer Landwerkstätten und besprach mit Karl Ludwig Schweisfurth sein Art der Freilandhaltung von Schweinen und sein Konzept der symbiotischen Landwirtschaft. Dort traf er auf die junge Tierärztin Marianne Wondrak, die sich für Forschung an Freilandschweinen interessierte. Kurz danach konnte Huber seinen Wunsch nach Aufbau eines eigenen Schweineforschungsbetriebes verwirklichen. Er fand dafür an der kurz davor (mit-)gegründeten Forschungstation Haidlhof einen idealen Platz. Zusammen mit den Professoren der beiden anderen Abteilungen am Messerli Forschungsinstitut (Prof. Grimm und Prof. Jensen-Jarolim) reichte er einen Antrag für ein Initialprojekt bei der Messerli-Stiftung in der Schweiz ein. Glücklicherweise wurde der Antrag von der Stiftung gut geheißen und ein 3-Jahresprojekt mit Postdoc- und PhD-Stellen und einer Anschubfinanzierung für die Errichtung der erforderlichen Infrastruktur gewährt.

 
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Marianne Wondrak 4 studierte Agrarwissenschaften an der TU München in Weihenstephan (Diplom 2007) und Tiermedizin an der LMU in München (Examen 2012). Während ihrer  Arbeit in der tierärztlichen Praxis  für Schweine und Rinder wurden ihre Faszination für Schweine und ihre häufig unterschätzten Fähigkeiten geweckt. Sie wechselte alsbald in den Tierschutz und arbeitete als Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft beim Deutschen Tierschutzbund. Im Frühjahr 2014 begann sie am Messerli Forschungsinstitut ein PhD-Studium und war im Zuge dessen intensiv am Aufbau der Freilandschweine Haltung an der Forschungsstation Haidlhof, der Zucht und Aufzucht der Tiere, sowie an der praktischen Durchführung der Forschungsarbeiten beteiligt. Seit 2016 leitet sie als Universitätsassistentin das Messerli Schweinelabor und beschäftigt sich im Schwerpunkt mit den sozio-kognitiven Fähigkeiten von Kune Kune Schweinen (Sus scrofa domesticus).

 
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Ariane Veit 6 absolvierte den Master-Studiengang „Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie“ an der Universität Wien 2016. In ihrer Masterthesis beschäftigte sie sich mit sozialem Lernen durch Beobachtung bei Kune Kune Schweinen 7. Seit 2015 war sie außerdem als Forschungsassistentin im Messerli Freilandschweineprojekt tätig. Dabei unterstützte sie Marianne Wondrak bei der Planung und Durchführung von Experimenten, bei der Instandhaltung der Anlage, sowie bei der Aufzucht der Ferkel. Von Jänner 2017 bis März 2018 war Ariane als Karenzvertretung von Marianne Wondrak als Pig Lab Managerin angestellt. Seit April 2018 war Ariane wieder durchgehend als Forschungsassistentin im Messerli Freilandschweineprojekt tätig. Im März 2019 hat sie ihr PhD Projekt "Soziales Lernen bei Kune Kune Schweinen - Die Rolle der verschiedenen Sinne und der Identität von Beobachter und Demonstrator" begonnen, für das sie ein ÖAW Stipendium erhalten hat.

 

Kooperationspartnerinnen

Lisa Maria Glenks 8 Forschungsschwerpunkt im Clever Pig Lab liegt auf der Entwicklung und Validierung von nicht invasiven Methoden zur Stressmessung. Sie war federführend an der ersten Studie im Clever Pig Lab beteiligt: " Non-invasive stress-measurement during road transportation of semi-feral Kune Kune Pigs. A Pilot Study“, die während des Transportes der Sauen zum Haidlhof durchgeführt wurde. Sie war außerdem verantwortlich für die Studie "Saliva cortisol secretion of free-ranging piglets under natural weaning conditions", ein Teil dieser Studie betreute sie als Masterarbeit von Larissa Kawasch.

Vera Marashi 9 arbeitete von 1.1.2016 bis 31.07.2017 als Karenzvertretung von Dr. Lisa-Maria Glenk im Clever Pig Lab. Während dieser Zeit betreute sie die Abschlussarbeiten von Alexandra Röthel "Stress, motivation and learning performance in Kune Kune pigs" und Kerstin Abraham "Saliva cortisol secretion of Kune Kune pigs after a punctual stressor"

Judith Benz-Schwarzburg 10 aus der Ethik-Abteilung gibt dem Schweine Kognitions Projekt einen breiteren ethischen Rahmen. In Artikeln und Vorträgen argumentiert sie, dass komplexe sozio-kognitive Fähigkeiten von Tieren generell, und von Schweinen im Besonderen, Schlussfolgerungen hinsichtlich Tierwohl und darüber hinaus aufwerfen. Sie diskutiert diese ethischen Erkenntinisse im Zusammenhang mit psychologischen und soziologischen Aspekten. Benz-Schwarzburg baute in ihre ethischen Überlegungen auch neue Entwicklungen aus dem biotechnologischen  Bereich und aus der Tierproduktion ein, wie zum Beispiel erfolgreiche Genveränderung von Supermuskulären Schweinen.

Susana Monsó 11, eine Philosophin, ist ebenfalls ein Bestandteil der Gruppe. 

 

 

Master- bzw. Diplomstudentinnen

Melina Lorck-Tympner (2018): Inequity aversion in domestic pigs: the role of social relationship in unequal situations.

Vanessa Bock (2018): Does mood influence the position in hierarchy and social network of free ranging Kune Kune pigs?

Annette Reddingius (2017): The learning from different demonstrators in Kune Kune pigs

Kerstin Abraham (2016): Saliva cortisol secretion of free ranging pigs after a punctual stressor

Alexandra Röthel (2016): The relationship between stress, motivation and cognitive performance in Kune Kune pigs

Larissa Kawasch (2015): Saliva cortisol secretion of free-ranging Kune Kune piglets under natural weaning conditions

 

Clever Pig Lab