Biotracer

Mit „Biotracer“ zu mehr Lebensmittelsicherheit

Ende April hat das internationale Forschungsprojekt „Biotracer“ die Finanzierungszusage der Europäischen Kommission über insgesamt elf Millionen Euro erhalten (Gesamtbudget 16 Mio. €). Wissenschaftlicher Leiter ist ein Österreicher: Univ.Prof. Dr. Martin Wagner von der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die administrative Koordination liegt in den Händen von Dr. Jeffrey Hoorfar vom Dänischen Institut für Lebensmittel- und Veterinärforschung in Kopenhagen. Gestartet wird das Projekt – nach den Abstimmungsgesprächen mit den EU-Geldgebern – im Jahr 2007.

Das Projekt „Biotracer“ (der vollständige Projekttitel lautet „Improved Bio-Traceability of Unintended Microorganisms and their Substances in Food and Feed Chains”) wurde als EU-Projekt im Rahmen des Prioritätsthemas 5 „Lebensmittelqualität und –sicherheit“ des 6. Rahmenprogramms als Integriertes Projekt eingereicht und hat im Ende April den Zuschlag erhalten. Integrative Projekte sind die „Mastertools“ der Europäischen Foschungspolitik zur Bündelung des wissenschaftlichen Exzellenz (European Science Space). Insgesamt wurden für das Projekt elf Millionen Euro genehmigt. Die Ergebnisse des Projekts sollen verlässlichere und schnellere Maßnahmen in Reaktion auf Lebensmittelkontaminationen sicher stellen.

Partner aus mehr als 40 Ländern und unterschiedlichsten Disziplinen
Koordinator ist Dr. Jeffrey Hoorfar vom Dänischen Institut für Lebensmittel- und Veterinärforschung in Kopenhagen, A.Univ.Prof. Dr. Martin Wagner von der Veterinärmedizinischen Universität Wien ist wissenschaftlicher Leiter und stellvertretender Projektkoordinator. Es werden zahlreiche Partner aus mehr als 40 Ländern eingebunden sein, darunter auch aus den USA, Russland, China und Brasilien. Zu den Partnern zählen neben universitären Einrichtungen auch öffentliche und private Forschungsinstitute, internationale Organisationen, die führenden europäischen Konzerne der lebensmittelverarbeitenden Industrie, Klein- und Mittelbetriebe sowie Organisationen aus den sogenannten INCO-Ländern, wie beispielsweise Brasilien oder China, die wichtige Futtermittelimporteure der EU sind, und die über spezielle Abkommen an den europäischen Forschungsraum angeschlossen sind. Die Fachleute im Konsortium setzen sich zusammen aus Veterinärmedizinern, Systembiologen, Datenbank- und Software-Entwicklern, Risikoprüfern und –managern, Lebensmittel- und Molekularbiologen sowie Mathematikern und Statistikern, die auf Modellvorhersagen spezialisiert sind. Schlußendlich sind Mitglieder von gesetzgebenden Organen, Berufsvereinigungen und von Standardisierungsorgansationen Partner in IP BIOTRACER.

 
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Integrated project BIOTRACER