Über uns

An der von Maria Theresia 1765 gegründeten drittältesten Veterinärschule der Welt wurde im Sommersemester 1908 eine Honorardozentur für Milchhygiene eingerichtet, aus der 1920 das Institut für Milchhygiene und Lebensmittelkunde hervorging und das 1923 um das Fachgebiet Futtermittelkunde erweitert wurde.

Das Institut für Milchhygiene steht auf den drei Säulen der akademischen Würde: (i) Exzellente Forschung unter Wahrung der Freiheit der Gestaltung, (ii) Praxisrelevante  Lehre unter Berücksichtigung des letzten Standes des Wissens und (iii) spezialisierte Dienstleistung im Sinne der Erhaltung der Gesundheit des Konsumenten.

In diesem Sinne arbeiten (Stand 2010) 22 Menschen (4 männlich/ 18 weiblich) an fünf komplementär orientierten wissenschaftlichen Schwerpunkten zu Themen der mikrobiellen und chemischen Sicherheit von Lebensmitteln. Die Aktivitäten werden durch 6 MitarbeiterInnen (3 männlich/3 weiblich) des Christian-Doppler Labors für Molekularbiologische Lebensmittelsicherheit (CD-MOFA) ergänzt, welches eine projektierte Laufzeit von 2007-2013 aufweist.

Diese Forschungsgrundstruktur ist in ein Netzwerk von nationalen und internationalen Drittmittelprojekten eingebunden, das die internationale Sichtbarkeit der Forschung ermöglicht (siehe Kapitel Forschung und Forschungskooperation).  Das Ziel der IMML ist, durch Publikationen in den womöglich besten Journalen die Reputation in der „Scientific Comunity“ zu festigen. Die Institutsstrategie nimmt dabei auf die geforderte Vernetzung entlang der Lebensmittelkette Bezug. Wir bieten daher die interdisziplinäre Verschränkung der Aktivitäten mit anderen Universitäten und extrauniversitären Forschungs- und Risikobewertungseinrichtungen wie der Österreichischen Agentur für Lebensmittel und Ernährungsicherheit (AGES 1) an. Wir engagieren uns aber auch für fundierte Problemlösungen in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Behörden. Letztlich ist die Qualität unserer Forschung von der Akzeptanz in der Lebensmittelindustrie abhängig. Wir stellen uns daher unser Wissen für hochspezialisierte Dienstleistungen wie Produktumfeldmonitoring und Kontaminationskettenabklärungen zur Verfügung. Wir organisieren Plattformen zur  Wissensvermittlung, organisieren Fortbildungsveranstaltungen (siehe Impulsreihe) und referieren bei Fachtagungen zu aktuellen Problemen der Lebensmittelsicherheit.

Wer auf hohem Niveau forscht, kann einen ausreichenden Grad an Selbsterfahrungs- und Wissenshintergrund bezüglich relevanter Lehre anbieten. Eine exzellente Lehre ist die Hauptaufgabe einer Universität. Die Studierenden der Veterinärmedizin werden sowohl im Grundstudium wie auch im Vertiefungsmodul „Lebensmittelsicherheit und Öffentliches Veterinärwesen“ von den Mitarbeitern des Institutes in theoretischer wie auch praktischer Weise zu veterinärmedizinisch relevanten Themen entlang der Milchgewinnungs- und Verarbeitungskette ausgebildet (siehe Kapitel Lehre 2). Die Lehrinhalte beginnen bei tiergerechtem maschinellem Milchentzug und enden bei der Qualität von Milch- und Milchprodukten. Weiters übernimmt das Institut Lehre im Fach Lebensmittelhygiene und -Mikrobiologie für andere Universitäten wie die Universität Wien.

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