Kurzbeschreibung des Projektes

Die Milchkuh spielt in der von alpinem Grünland geprägten österreichischen Landwirtschaft eine zentrale Rolle. Grundvoraussetzung für eine stabile Gesundheit der Milchkuh, ihr Wohlbefinden und eine nachhaltige Milchproduktion ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung der Tiere. Das Futter muss immer mehr Energie und Nährstoffe enthalten, um die Kuh mit Energie und allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen, die sie zur Produktion des hochwertigen Lebensmittels Milch benötigt. Da Kühe aber an faserreiches, energiearmes Futter adaptiert sind, ist es eine große Herausforderung, Fütterungsstrategien zu entwickeln, die durch eine hohe Energie- und Nährstoffdichte hohe Milchleistungen ermöglichen und dennoch wiederkäuergerecht bzw. gesund sind. Gelingt das nicht, kommt es zu einer Häufung von Stoffwechselerkrankungen der Kühe.

In unserem Sparkling Science Projekt „Funktionelles Futter für Kühe - Mehrwert als Nährwert“ soll unter unserer Leitung und Mitarbeit von insgesamt drei verschiedenen Schulen ein Verfahren zur Futterverarbeitung für Milchkühe weiterentwickelt und optimiert werden. Hauptziel des Vorhabens wird es sein, in einem schrittweisen Versuchsaufbau Futtermittel für Kühe zu verarbeiten, die im Vergleich zum herkömmlichen Futter einen höheren Nährwert haben und funktionelle Eigenschaften besitzen, um dadurch auf die Gesundheit der Tiere unterstützend zu wirken.

Hierfür wird es zuerst unter Anwendung mehrerer chemisch-analytischer Verfahren in Zusammenarbeit mit den Lehrer/-innen und Schüler/-innen der HBLVA für chemische Industrie Rosensteingasse in Wien die gesamte Prozedur in vitro getestet und optimiert. Die resultierende Strukturänderung am Getreidekorn wird ultramikroskopisch untersucht.

Im zweiten Jahr soll das optimierte Verfahren am LFZ Raumberg-Gumpenstein am Tier untersucht werden, mit besonderem Augenmerk auf den ernährungs- und stoffwechselbedingten Gesundheitsstatus der Kühe. Schüler/-innen der LFZ Raumberg-Gumpenstein und des Stiftsgymnasiums Admont werden die physiologischen Messungen am Tier in kleinen Arbeitsgruppen unter wissenschaftlicher Betreuung selbständig durchführen.

So wird den Schüler/-innen aller beteiligten Schulen die Möglichkeit gegeben, in einem breit gefächerten, multidisziplinären Ansatz in allen Teilbereichen des Projektes eigenverantwortlich, aber unter fachlicher Anleitung, Lösungen zu erarbeiten. In diesem Projekt wird  somit die Zusammenarbeit sowohl zwischen unterschiedlichen Bildungseinrichtungen als auch zwischen einzelnen Fachrichtungen verbessert sowie eine interdisziplinäre Vernetzung der Forschung mit fachübergreifendem Lernen gefördert.