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Passing the Gac – Listeria’s resistance to disinfectants

10-29-2013 - Listeria poses a significant risk to human health. The main transmission route involves meat and dairy products, so it is important to treat dairies and food-processing plants regularly with disinfectants to kill bacteria. Unfortunately, listeria is developing resistance to the compounds that are most frequently used. Recent work in the group of Stephan Schmitz-Esser at the University of Veterinary Medicine, Vienna (Vetmeduni Vienna) has uncovered the mechanism for listeria’s resistance to one such agent, benzalkonium chloride. The findings have been published in the online journal Plos One.

Press Release 1

Forschung für sichere Lebensmittel

Am Freitag, 22.2.2013 besuchte der Minister für Wissenschaft und Forschung, Univ. Prof. Dr. Karl Heinz Töchterle das Institut für Milchhygiene, wo ein Laborbesuch sowie ein Austausch mit den Wissenschaftler/innen am Programm standen. Das Institut unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Martin Wagner beschäftigt sich hauptsächlich mit der Problematik mikrobieller Gefahren in der Lebensmittelkette. „Gerade auch aktuelle Fälle zeigen, wie relevant das Forschungsfeld der Lebensmittelsicherheit ist“, so Töchterle. Das Institut leiste exzellente Arbeit, verwies der Minister etwa auf das Christian Doppler Labor für Molekularbiologische Lebensmittelanalytik , das bereits 2007 eingerichtet wurde. Ein weiteres Christian Doppler Labor, das sich mit neuen Ansätzen der Überwachung mikrobieller Kontaminanten bis zu neuen Konzepten zur Reinigung und Desinfektion im Bereich der Lebensmittelbearbeitung widmet, wird im Frühjahr eröffnet. Die Produktion sicherer tierischer Lebensmittel beginnt bei der Bodengesundheit bzw. beim Futtermittel, umfasst alle Stufen der Verarbeitung sowie Handel und Verkauf an den Konsumenten. Ein Beispiel eines Integrationsprojektes entlang der gesamten Lebensmittelkette „par excellence“ ist das von der Forschungsförderungsgesellschaft eingeworbene  COMET K-Projekt „Präventive Veterinärmedizin“, welches neue Konzepte zur Sicherung der Schweinegesundheit als Voraussetzung für die Produktion sicherer Lebensmittel erarbeitet. Vorgestellt wurde auch das vom Wiener Wirtschafts- und Technologiefonds (WWTF) finanzierte Projekt TOXIGENOME; welches sich mit der Erforschung völlig neuer antimikrobieller Wirkstoffe befasst, und das EU-finanzierte Forschungsprojekt „PROMISE“, das erstmals eine Bestandsaufnahme von Keimen in Lebensmitteln macht, die über Touristenströme in die EU-27 eingebracht werden.

BM Karl-Heinz Töchterle, Institutsvorstand Martin Wagner, Rektorin Sonja Hammerschmid
 

 

Globalisierte Erreger: EU-Forschungsprojekt nimmt erstmals internationale Verbreitung von Lebensmittelkeimen ins Visier

Univ.Prof. Dr. Martin Wagner

In Zeiten globalisierter Handelswege und wachsender internationaler Touristenströme reisen auch Krankheitserreger auf und in Nahrungsmitteln um die ganze Welt. Welche Keime das genau sind, und wie gefährlich sie tatsächlich werden könnten, ist bis heute jedoch wenig erforscht. Ein neues großes EU-Projekt unter der Leitung der Vetmeduni Vienna macht jetzt eine Bestandsaufnahme von Keimen, die über Touristenströme in die EU-27 kommen.

Die EHEC-Krise 2011 in Deutschland hat gezeigt: Über mehrere Staaten hinweg gehandelte Nahrungsmittel können Überträger von gefährlichen Krankheitskeimen sein. Gezielte Untersuchungen zu ihrer tatsächlichen Gefährlichkeit, besonders zu Keimen, die auf mitgebrachten Lebensmitteln mitreisen, gab es bisher kaum. In einem neuen, von der EU mit knapp drei Millionen Euro finanzierten internationalen Forschungsprojekt werden jetzt an wichtigen europäischen Flug- und Seehäfen sowie auch im kleinen Grenzverkehr Proben von beschlagnahmten Lebensmitteln genommen, um sie auf enthaltenen Keime zu untersuchen. An diesem Forschungsprojekt mit dem Kurznamen PROMISE (PROtection of consumers by MIcrobial risk mitigation through SEgregation of expertise) nehmen zwanzig Partner aus europäischen Ländern teil, darunter zwölf akademische Institutionen und sechs  nationale Behörden für Lebensmittelsicherheit. Der Lebensmittelhygieniker Martin Wagner vom Institut für Milchhygiene der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna) leitet das neue Projekt.

Untersuchen vor vernichten


Krankheitskeime können sich heute ungehindert von nationalen Grenzen auf der ganzen Welt ausbreiten und so fern vom Ursprungsland für Ausbrüche gefährlicher Krankheiten verantwortlich sein. In vielen subtropischen und tropischen Ländern sind die Hygienestandards bei der Lebensmittelproduktion nicht mit den Standards in Österreich vergleichbar. Kontaminierte Lebensmittel privat aus dem Urlaub ins Heimatland mitzunehmen, stellen ein Risiko dar. „Allein am Flughafen Frankfurt wurden in den Jahren 2006 und 2007 innerhalb von 15 Monaten rund 22 Tonnen mitgebrachter Lebensmittel beschlagnahmt, die Dunkelziffer liegt aber vermutlich weit höher. Auch am Flughafen Wien Schwechat werden die Behörden bei Kontrollen immer wieder fündig“, schildert Wagner die Brisanz der Situation. Dass das Mitbringen von Lebensmitteln, oft aus unbekannten Quellen, über Staatsgrenzen hinweg meist verboten ist, wissen die wenigsten. Wird ein Lebensmittel bei Stichprobenkontrollen gefunden, wird es sofort vernichtet. Welche Keime tatsächlich  in der Probe steckten, und wie gefährlich diese gewesen wären, wurde bisher nur selten untersucht.

EU-weite Standards als Ziel


Martin Wagner erklärt die Ziele des Projekts PROMISE: „Zum einen wollen wir eine Bestandsaufnahme der Keime machen, die über mitgebrachte Lebensmittel tatsächlich zu uns kommen, zum anderen werden wir uns ansehen, welche krankmachenden Eigenschaften diese Keime genau haben.“ Weitere Ziele des Forschungsprojekts sind die europaweite Sicherung gemeinsamer Daten für die Bewertung von Risiken durch Lebensmittel und der Aufbau einer umfangreichen Stammdatenbank der  in dem Projekt gewonnenen Isolate. Auch die Stärkung der Kommunikation mit Behörden, die in den neuen EU-Mitgliedsstaaten und in den Ländern mit Beitrittskandidatenstatus für das Risikomanagement verantwortlich sind, gehört zu den Aufgaben des neuen Projekts.

(Web-Redaktion der Vetmeduni Vienna am 16.03.2012)

K ProjekT PVM im Februar 2012 erfolgreich evaluiert

In einem Review-verfahren, duchgeführt von FFG und Land NÖ unter Hinzuziehung amerikanischer Gutachter, wurde das K Projekt Präventive Veterinärmedizin 2 als „sehr gut“ evaluiert. Das Konsortium bestehend aus 6 akademischen und 9 Industriepartner war über das Ergebnis sehr erfreut und nimmt die positive Zwischenbegutachten als einen Auftrag, das Projekt zu einem grossen Erfolg zu führen.

Vergiftetem Milchpulver auf der Spur: Stockmeyer Wissenschaftspreis 2011 zeichnet Arbeit zur Lebensmittelsicherheit aus

Wie viel vergiftetes Milchpulver ist in Afrika im Umlauf? Für Antworten auf diese Frage erhält eine Forscherin in diesem Jahr den mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis der Heinrich- Stockmeyer-Stiftung:

Die Tierärztin Prof. Dr. Dagmar Schoder leitet die Forschungsgruppe Globale Lebensmittelsicherheit am Institut für Milchhygiene und Lebensmittelwissenschaften in Wien. Ihre Gruppe klärte die Verbreitungswege von tödlicher Babynahrung aus China nach Afrika auf und trug maßgeblich dazu bei, giftiges Milchpulver aus dem Verkehr zu ziehen.

Der Stockmeyer Wissenschaftspreis wird im Rahmen der 52. Arbeitstagung Lebensmittelhygiene am 30. September 2011 in Garmisch-Partenkirchen verliehen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Mit der Auszeichnung will die gemeinnützige Heinrich- Stockmeyer-Stiftung Arbeiten mit besonderem Praxisbezug und anwendungsorientierte Forschung zur Erzielung von mehr Lebensmittelsicherheit fördern und damit zur Stärkung des Verbrauchervertrauens in die Qualität von Lebensmitteln beitragen.

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