Skip to main content
  • Startseite
  • /
  • Forschung
  • /
  • Aktuelles aus der Forschung
  • Herziger Habichtskauz aus Schönbrunn wird wiederangesiedelt*

Universität

Herziger Habichtskauz aus Schönbrunn wird wiederangesiedelt*

Aufgewachsen ist er Tiergarten Schönbrunn, seine zukünftige Heimat werden jedoch die niederösterreichischen Wälder sein. Ein kleiner Habichtskauz, der am 25. März Wiener Zoo geschlüpft ist, brach nun zu einem großen Abenteuer auf. In einer Voliere mitten im Wildnisgebiet Dürrenstein wird er gerade auf sein Leben in der Wildbahn vorbereitet.

Foto: Daniel Zupanc

„In Österreich wurde der Habichtskauz vor rund 150 Jahren ausgerottet. Seit 2009 wildern wir den Nachwuchs aus Zoos und Vogelstationen aus. Das ist eine enorm wichtige Kooperation. Gemeinsam erhalten wir diese gefährdete Eule in menschlicher Obhut und sorgen dafür, dass der Habichtskauz langfristig in unsere heimischen Wälder zurückkehrt“, erklärt Richard Zink von der Österreichischen Vogelwarte der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Seit Projektstart wurden allein 41 Habichtskäuze, die im Tiergarten Schönbrunn geschlüpft sind, wiederangesiedelt. Mittlerweile gibt es in Österreichs Wäldern wieder 30 Brutpaare.

Iris Starnberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Tiergarten: „Wenn wir den Habichtskauz und seine Wälder schützen, schützen wir damit auch viele andere, weniger bekannte Tierarten, wie den Weißrückenspecht oder das Haselhuhn. Zum Nisten braucht der Habichtskauz alte Bäume. In Gebieten, wo diese rar sind, werden Nistkästen montiert. Wir sind stolz, die Anfertigung, Montage und jährliche Kontrolle von 15 Stück zu finanzieren.“ In Schönbrunn haben wir erst im Februar eine neue Voliere für Habichtskäuze eröffnet. Das junge Brutpaar, das hier eingezogen ist, hat gleich im ersten Jahr erfolgreich für Nachwuchs gesorgt. In den nächsten Wochen wird ihr Jungtier schon durch den Wald fliegen. Anfangs wird es noch in der Nähe des Auswilderungsplatzes bleiben und zugefüttert werden. Bis zum Herbst wird sich die kleine Eule zum erfolgreichen Mäusejäger entwickeln und dann selbstständig leben. Ein Ring am Fuß sorgt aber dafür, dass sie die Projektmitarbeiter stets als „Schönbrunner“ Kauz erkennen können.

Jeder kann mithelfen!

Wer den Tiergarten Schönbrunnbeim Schutz des Habichtskauzes und anderer bedrohter Tierarten unterstützen möchte, kann www.zoovienna.at für die Artenschutzprojekte des Zoos spenden.
 

*Presseinformation des Tiergarten Schönbrunn, 12.08.2021